Darf eine private Krankenkasse einer schwangeren Frau die Mitgliedschaft verweigern?

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recht hat er, sagen wir mal fast, alle privaten versicherungsgesellschaften lehnen schwangere ab und dürfen das auch, außer die allianz, die versichert auch schwangere. ich würde aber keiner schwangeren raten in die private zu gehen, sondern damit immer warten, bis geburt, nachsorge, rückbildung usw. vorbei sind, denn die private zahlt da so gut wie nix und vorallem auch kein mutterschaftsgeld. die hansemerkur hat einen speziellen frauentarif der nennt sich "women fit" der ist noch recht gut für frauen und mütter, hat aber auch einen hohen preis, aber auch die nehmen schwangere nicht. man kann sowas auch nicht verschweigen, denn die gesellschaften forschen nach, ob es bei antragsstellung bereits z.b. durch den frauenarzt bekannt war, dass man zu diesem zeitpunkt schwanger war. in diesem fall würde die versicherung den vertrag beenden und man müsste in seine alte zurück, denn ab januar 2009 gibt es in deutschland krankenversicherungspflicht.

Selbstverständlich darf sie. Eine private Krankenversicherung arbeitet nach den gleichen wirtschaftlichen Prinzipien wie jedes andere privatwirtschaftliche Unternehmen auch. Einen Solidargedanken oder die Verpflichtung, potentiell kostenintensive Kunden anzunehmen, gibt es da nicht.

Ich habe dazu auch noch eine Frage. Der Sachverhalt ist ein klein wenig anders, aber würd mich mal interessieren, wie da die Rechtslage ist. Ich bin derzeit in den USA, habe hier studiert, geheiratet und gehe im April zurück nach Deutschland. Bin über eine Auslandskrankenversicherung versichert (seit 2008.) Die Versicherung arbeitet mit der Hanse Merkur zusammen. Jetzt bin ich in der 5. Woche schwanger. Habe in den Versicherungsbedingungen gelesen, dass sie auf jeden Fall die Kosten für die Untersuchung übernehmen, da ich während des Eintritts in die Versicherung noch nicht schwanger war, sondern während ich versichert war, schwanger geworden bin. Soweit so gut. Meine Versicherung läuft aber am 17. April 2010 aus und jetzt frage ich mich, ob mich die Versicherung weiter versichern muss, bzw. ob Sie meinen Anschlussvertrag akzeptieren müssen. Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Versicherung eine Schwangere einfach so rausschmeißen können. Gibt es dazu ein Gesetz, welches besagt, dass die Versicherung einen Anschlussvertrag akzeptieren muss ?

Vielen lieben Dank. Ich hoffe, ich habe meinen Fall gut genug geschildert :)

Hallo, also grundsätzlich kann und darf die private Krankenversicherung in dem Fall einer Schwangerschaft den Vertrag und die übernahme des Versicherungsschutzes ablehnen. Die gesetzlichen Krankenkassen hingegen mussen Sie annehmen. Ich würde aber nicht so pauschal behaupten das abgelehnt wird. Also es kommt auf den Gesundheitszustand an und auch auf den Fortschritt der Schwangerschaft. Also wenn Sie im 9. Monat ist wird 100% abgelehnt aber in den ersten Monaten kann auch angenommen werden. Also gerne sehen tut es keine private Krankenversicherung, da sie ja von vorne herein wissen das da 100%ig Kosten auf sie zukommen. Aber es gibt auch schwangere Frauen die privat versichert wurden nachdem die Schwangerschft festgestellt wurde.

Das darf sie leider tun. Denn eine schwangere Frau verursacht ja auch Kosten (Arztbesuche, späterer Klinikaufenthalt). Soviel ich weiß, muß man bei Vertragsabschluß der Privaten eine Bescheinigung einreichen, das man gesund ist, und für die ersten 3-6 Monate keine Leistungen beanspruchen wird.

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