Darf ein Osteopath ohne Heilpraktikerausbildung osteopathisch behandeln?

6 Antworten

Natürlich darf er das. Aber der Heilpraktiker der ihn überweist ist verpflichtet zu prüfen ob der Osteopath die Sache richtig macht. Der überweisende Heilpraktiker trägt auf jeden Fall eine Mitschuld wenn der Osteopath Fehler macht. Ähnlich wie wenn ein Arzt eine Schwesternschülerin eine Infusion oder ähnliches legen lässt auch wenn diese ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen hat. Da muss der Arzt dafür Sorgen das die Schwesternschülerin überwacht und angeleitet wird.

Osteopathie ist eine Heilkunde. Diese darf nur von Ärzten und Heilpraktikern selbstständig ausgeführt werden. Physiotherapeuten dürfen die Osteopathie nur im Delegationsverfahren ausüben - heißt nur nach Anweisung. Um die Osteopathie in ihrer Gesamtheit ausüben zu dürfen, reicht die sektorale HP-Erlaubnis für Physiotherapeuten nicht aus. Dafür muss man die volle HP-Prüfung gemacht haben.

Ja, das darf der Heilpraktiker. Allerdings darf der nichtheilpraktische Osteopath, der ja im Gegensatz zum Heilpr. keine Heilkunde ausüben darf, auch keine selbständigen Therapieentscheidungen treffen und keine Untersuchungen durchführen. Er darf ausschließlich im konkreten Auftrag des Heilpr. tätig werden, so ähnlich, wie der Physiotherapeut nur im Auftrag eines Arztes tätig werden darf.

Das sind keine geschützten Berufsbezeichnungen, das darf jeder anbieten.

Du irrst.

Nach deutscher Rechtsprechung ist die Osteopathie eine Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes und darf nur durch Heilpraktiker und Ärzte ausgeübt oder verordnet werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Osteopathie_%28Alternativmedizin%29

@PatrickLassan

Danke für die Antworten :)

Das heißt ohne Heilpraktiker keine osteopathischen Behandlungen?

Aber wenn jetzt sage ich mal einer nach der mittleren Reife eine Ausbildung zum

Osteopathen macht und dann mit 21 fertig ist, kann er ja dann 4 Jahre lang nicht

arbeiten, da die man erst mit 25 Heilpraktiker werden kann.

@PatrickLassan

Steht doch da, dass jeder Osteopathie anbieten kann, das ist keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung.

@Goodnight

@Goodnight, Leiden heilen oder lindern dürfen nur diejenigen, die dazu eine Erlaubnis haben. Eine solche Erlaubnis haben Ärzte und Heilpraktiker und in gewissem Umfang andere zum Beispiel die Krankengymnasten, Masseure, die bestimmte Ausbildungen haben.

Zum Beispiel dürfen Friseure, Bäcker, Maurer ... keine Osteopathie anbieten, auch dann nicht, wenn sie die mindestens 5 Jahre andauernde Ausbildung absolviert haben.

Das ist nicht richtig. Goodnight. Osteopathie ist eine Heilkunde.

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