Darf ein Krankenpfleger Spritzen geben oder Blut abnehmen?

9 Antworten

Diese Tätigkeiten (Blut abnehmen, venöse Zugänge legen und Spritzen geben) werden zunehmend in vielen Krankenhäusern vom Pflegepersonal übernommen. Um das machen zu dürfen,muss das Pflegepersonal einen Kurs besuchen (2-3 Tage, oft innerhalb des Lehrplans) und eine spezielle Prüfung ablegen. Sie erhalten dann schriftlich eine rechtlich verbindliche "Genehmigung". 

Also ich als Pflegekraft sehe meine Kompetenzen nicht unbedingt in der Blutabnahme, oder im legen von Zugängen.

In der Psychiatrie in der ich arbeite übernehmen diese Sachen aber generell wir, dafür haben wir aber auch mehr stellen bekommen. Im somatischen Krankenhausbetrieb läuft es nicht immer einheitlich geregelt. Aber als ich z.b auf der Inneren gearbeitet habe, hatte ich gar keine Zeit zum Blut abnehmen, selbst wenn ich es gewollt hätte.

Injektionen dagegen gehören zum täglich Brot.

Es ist eine ärztliche Tätigkeit, die aber delegierbar ist. Ich nehme Blut ab, lege Zugänge, gebe Spritzen, hänge Infusionen an, steche Ports an.

Was nicht delegierbar ist: Die Gabe von Transfusionen.

Jede examinierte GuK sollte nach ihrer Ausbildung in der Lage sein Blutentnahmen ausführen und Zugänge legen  können.

Wobei diese Tätigkeiten ursprünglich reine ärztl. Tätigkeiten waren, kann ein Arzt diese an fachlich qualifizierte GuK delegieren.

Wohingegen das Geben von I.m. und s.c Injektionen zum grundkönnen eines GuK gehört.

Unterschiedlich, ich kenne Kliniken in denen nur Ärzte Blut abnehmen und auch Kliniken in denen auch das Pflegepersonal Blut abnimmt. Wieso weshalb es Mal so und Mal so ist, weis ich nicht.

Weil die Pflege sich aufgrund der chronischen Überlastung in vielen Kliniken dagegen wehrt, auch noch diese Aufgabe zu übernehmen.

Grundsätzlich darf Pflegepersonal das tun, weil es theoretisch und praktisch darin augebildet ist.

Was möchtest Du wissen?