Clusterfeeding?baby möchte ständig von morgens bis abends an die Brust, normal?

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Es IST völlig normal. Nur so regelt sich Angebot und Nachfrage der Milch. Die Milchmenge und Konsistenz ist zudem immer so beschaffen, wie es das Kind gerade braucht - mal mehr Durstlöschend, mal mehr nährend.

Mir ging es bei meinen Kindern auch so, dass ich die ersten Tage (dazu gehören auch deine 24 Tg. ) meinte, dass ich "nur noch" am stillen bin und das jetzt Ewigkeiten so bleiben wird. Es spielt sich aber in den ersten Monaten mehr und mehr ein.

Gut geholfen hat mir das Aufschreiben der tatsächlichen Stillzeiten und des drumherums. Da stand dann schonmal 8:05-8:09 - gestillt, dann geschrieen, 8:10-8:13 gestillt, dann eingeschlafen u.s.w. . Nach ein paar Tagen stellte ich fest, dass ich immer ca. 3-4 Stillzeiten auf dem Papier zu einer "Mahlzeit" zusammenfassen konnte und nicht wie gefühlsmäßig gemeint, 24h rund um die Uhr damit beschäftigt war.

Mach dir das Stillen gemütlich. Leg dich z.B. auch mal seitlich hin dazu. Dann kannst auch nebenher ein Buch lesen ;-) Sehr oft schlafen die Kinder auch beim Stillen ein- gerade in den Anfangstagen. Dann bräuchtest du im Bett nur noch z.B. ein Stillkissen als Absturzsicherung hinters Kind legen und es einfach weiterschlafen lassen, statt es nach dem Stillen wieder irgendwo hinzutransportieren u. evtl. wieder aufzuwecken und erneutes Stillen anzubieten.

Lass dich auf dein Kind ein. Nur du bist der beste Experte für das, was es braucht. Nicht andere, die meinen, ein Baby müsse schon nach Regeln der Erwachsenen ticken. Liebe Grüße und alles gute für euch beide

Hallo, vielen dank für deine tolle Idee mit dem aufschreiben...ich werd das mal machen. Heute ging es auch schon etwas besser. Ich hab heute auch ausprobiert, dass er ruhiger ist und auch mal 20 min.schläft wenn ich ein Stillkissen um ihn lege und ihn so begrenze... 20 min für mich:-) ( nicht das ist egoistisch bin, aber mal schnell aufs Klo oder Haare waschen... das war vorher nicht ohne Kind denkbar.)

Also danke noch mal für deinen Tipp. Eine schöne Adventszeit für dich... Tanja

@Nordi1980

Dankeschön für deine Rückmeldung :-) Du wirst sehen, "deine Zeiten für dich" kommen nach und nach wieder. Klingt kitschig, is aber so: Die Zeit in der dich dein Kind zu 100% ständig in seiner Nähe braucht ist unheimlich kurz - ab der Kindergarten und später Schulzeit nimmt die Nähe mehr und mehr ab - genieße sie, auch wenn's momentan manchmal nervt.

Das von manchen so befürwortete "Schreien lassen, das Kind soll sich dran gewöhnen......." find ich absoluten Quatsch, denn ein Baby meldet sich nicht um zu ärgern, sondern weil es auf seine Bedürfnisse nur so aufmerksam machen kann. Deswegen auch Stillen nach Bedarf des Kindes. Bald habt ihr einen Rhytmus der euch beiden passt.

Ein aufs Klo gehen / Haare fertig waschen (zu letzterem hab ich manchmal das Kind auf einer Decke auf den Badezimmerboden gelegt) is immer drin. Sprich nebenher mit dem Kind und es merkt, du bist da. Lass es zu, dass es nach dir ruft und stöpsel es nicht mit einem Schnuller zu. Den braucht ein voll gestilltes Kind nicht.

Ist halt jetzt erstmal eine Umstellung. Ich war immer ein sehr durchorganisierter Mensch - kurz nach Geburt des ersten Kindes aber erstmal sehr erstaunt, dass man tatsächlich zunächst "mehrere Gänge runterschalten" muss ;-) Dafür erkennt man durch die lieben Kleinen, was im Leben wirklich wichtig ist und erlebt die Welt auf eine ganz besondere Weise neu.

Du machst mit dem Fläschchen einen Großteil des Stillens zunichte.

Das häufige Stillen ist in Ordnung - aber nicht das Fläschchen. Lass Letzteres weg, dann sollte das mit dem Clusterfeeding bald ein Ende haben. Solange du deiner Brust durch Weglassen einer oder mehrer Mahlzeiten (Fläschchengabe statt Brustmahlzeit) vorgaukelst, sie brauche nicht mehr so viel zu produzieren, wirst du aus dem Kreislauf nicht raus kommen.

Vergiss die blöde Hausarbeit, delegier sie an jemand anderen oder reduziere sie auf ein Minimum, indem du sie machst, während dein Sohn in einem Tragetuch bei dir ist.

Ich habe in der Phase vorm Stillen aufs Klo gehen müssen, weil ich sonst kaum noch dort hin gekommen wäre. Fläschchen gab es hier überhaupt keines.

Wegen nachts: lege dich mit ihm hin und stille ihn im (Halb-)Schlaf. Und die minderwertige HA-Nahrung entsorge bitte.

Mit 4 Wochen haben Babys einen "Wachstumsschub" - da wollen sie mehr, ja.

Leg einfach weiterhin an wenn dein Kleiner Hunger hat, dann funktioniert das super!^^

Flasche ist der Anfang vom Abstillen. Mit Cluster-Feeding soll die Milchmenge gesteigert werden, das wird sie aber nicht, wenn man eine Flasche gibt (=weniger Nachfrage). Wenn du also stillen möchtest, lass die Flasche weg, entspann dich und geh zu einer Stillberaterin der La Leche Ligue (Hebammen haben da meist keine tiefere Erfahrung). Am besten so schnell wie möglich.

Mein Sohn hat die ersten Monate an der Brust gewohnt^^ Woanders war er selten anzutreffen. Mit ca. 4 Monaten wurden die Abstände endlich/langsam länger. Mit 6 Monaten kamen wir endlich mal auf mehrere Stunden Abstand am Stück (tagsüber!).

Was heißt dass denn genau? Also ich habe zwei Kinder und beide ca. ähnlich häufig gestillt. Meine Tochter im ersten Lebensjahr ca. alle 2h rund um die Uhr also auch nachts...Abends ist es normal dass die kleinen häufiger trinken möchten...d.h. da hat sie vielleicht stündlich geweint. Wenn Du anfängst Flasche zu geben wird das mit dem Stillen schwierig...Hast Du genug Ruhe zum Stillen / Milchbilden? Die ersten Wochen in denen ihr seid, solltet ihr viel zu Hause in Ruhe ohne viel Besuch und große Einkaufstouren etc. verbringen...Was meinst Du mit "Nichts mehr machen"...ein Baby zu versorgen ist eine extreme Umstellung und man ist total vom Rhytmus des Babys abhängig...das ist relativ normal...

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