Cannabis als Rezept?

5 Antworten

Meines Wissens wird Cannabis nur für Schmerzpatienten verschrieben und nicht bei Depressionen.

Es wäre ja auch Irrsinn, wenn eine Psychische Erkrankung durch solche Drogen unterdrückt wird. Da kann Dir der Arzt - übertriebenermaßen - auch gleich Schnaps und Bier verschreiben. Danach geht's Dir auch kurzzeitig besser.

Dem Arzt kannst du ruhig erzählen, was du für Erfahrungen gemacht hast. Immerhin steht er unter ärztlicher Schweigepflicht und in Holland ist der Konsum von Cannabis ja nicht verboten.

Ob du welches verschrieben bekommst ist eher fraglich, da es in Deutschland bis jetzt, wenn überhaupt, nur zur Linderung von Schmerzen eingesetzt wird. Beispielsweise bei Krebspatienten.

Cannabis ist in Deutschland nicht für die Behandlung deiner Probleme nicht zugelassen. Außerdem darf es nur verschieben werden wenn andere Medikamente keine Wirkung erzielt haben. Du wirst wahrscheinlich also kein Cannabisrezept bekommen.

Laut einer großen Umfrage kann Cannabis bei Angststörungen hilfreich sein

In einer von 2032 Patienten vollständig ausgefüllten Umfrage, von denen 888 eine Erlaubnis für die medizinische Verwendung von Cannabis angaben, gab fast die Hälfte der Teilnehmer an, ein Standardmedikament durch Cannabis ersetzt zu haben. Wissenschaftler des Neuroscience-Graduiertenprogramms an der McMaster University in Hamilton, Kanada, schrieben, dass die "überwiegende Mehrheit eine Symptomverbesserung" durch Cannabis wahrgenommen habe.

Die Häufigkeit wahrscheinlicher Erkrankungen war hoch (generalisierte Angststörung: 46 %, soziale Phobie: 42 %, DEPRESSIONen: 26 %, Panikstörung/Agoraphobie: 26 %). 63 % erfüllten die Screeningkriterien für mehr als eine Erkrankung. Die meisten (92 %) gaben an, dass Cannabis ihre Symptome verbesserte, obwohl sie weiterhin einen mittelschweren Schweregrad angaben. Nahezu die Hälfte (49 %) gab an, ein nicht-psychiatrisches (54 %) oder psychiatrisches Medikament (46 %), das ihnen ihr Arzt verschrieben hatte, durch Cannabis zu ersetzen.

Turna J, Simpson W, Patterson B, Lucas P, Van Ameringen M. Cannabis use behaviors and prevalence of anxiety and depressive symptoms in a cohort of Canadian medicinal cannabis users. J Psychiatr Res. 2019;111:134-139.

Die Entscheidung, Cannabis im Rahmen eines Therapieversuchs einzusetzen, liegt allein in der Therapiehoheit des Arztes.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Cannabis gegen Deine Depression (ist die ärztlich diagnostiziert oder handelt es sich um eine Selbstdiagnose?) verschrieben wird, ist dennoch gering, weil Ärzte noch über zu wenig entsprechende Sachkunde verfügen, oft Regressforderungs-Ängste haben, den bürokratischen Aufwand scheuen und im Grund erst alle übrigen marktgängigen Medikamente jegen die jeweilige Krankheit ausprobiert werden müssen/sollen.

Die Erwähnung, dass die Verschreibung auf Privatrezept erfolgen kann, ist im Einzelfall hilfreich (auch für das Gerwissen des Arztes), allerdings muss man sich als Privatzahler je nach Sorte auf Preisspannen zwischen 13 - 30 € pro Gramm Cannabis gefasst machen

Cannabis wird bei Depressionen verschrieben.

Bei den Cannabis Ärzten kannst du ein Quiz ausfüllen (anhand von Studien erstellt), ob du dich überhaupt für Cannabis auf Rezept eignest: 
https://quiz.cannabis-aerzte.de/

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Kennt sich jmd mit substanzinduzierten Angststörungen aus? (Ecstasy/Cannabis/Trauer/Panikattacke)

Hallo erstmal :)

Also angefangen hat alles kurz vor Beginn der Sommerferien. Ich (18) bin von meinem Internat geflogen weil ich beim kiffen erwischt wurde.. (mache ich seid etwa einem Jahr) Meine ganzen Freunde da waren wie meine Familie und ich habe alle verloren und so hat dementsprechend erstmal eine heftige Trauerreaktion begonnen. Um das etwas erträglicher zu machen hab ich natürlich erstmal was geraucht und eine Woche später hatte ich Depersonalisationssymptome und Derealisierungssymptome. Anschließend war ich dann mit meinem besten Freund eine Woche im Urlaub und danach war alles wie weggeblasen (auch die Trauer). Kurze Zeit später hab ich auf einem Festival Ecstasy genommen und das bei erhöhter Stressbelastung (ich kam hoch bevor ich durch die Kontrollen durch war) und hab dann auch ne ziemlich krasse Panikattacke bekommen (dachte ich muss sterben/ Verfolgungswahn/ Halozinationen). In der Woche danach hatte ich starke Zwangsgedanken, die Trauer kam wieder (z.t. auch Depressionen) und ich hatte immer wieder Flashbacks (auch weniger starke Panikattacken).. Das ist jetzt etwa 3 Monate her und ich hab die Trauer gut verarbeitet und denke nur noch selten daran. Auch die Flashbacks sind weg und ich hatte auch seid nem Monat keine Panikattacke mehr aber jetzt leide ich noch unter einer Angststörung (denke ständig ich wäre Schizophren oder hätte ne Psychose und informiere mich ständig im Internet über Symptome). Inzwischen ist das aber auch besser geworden .. Ich hab mal gute, mal schlechte Tage (teilweise denk ich garnichtmehr über irgendwelche Ängste nach, aber dann geht es mir halt auch wieder schlechter).

Kann mir jetzt jmd vlt Tipps geben was ich dagegen machen kann ?

Verschwinden die Symptome von alleine komplett (geht mir ja jetzt schon sehr viel besser als am Anfang)?

War von euch jmd schonmal in einer ähnlichen Situation ?

LG und vielen dank im Vorraus :) Achja und ich hab seitdem natürlich keine Drogen mehr genommen

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Extreme Depressive Vestimmungen?

Hallo ihr Lieben ich leide seit ca mehr als 4 jh an einem schlimmen Phänomen. Und zwar hab ich immer mal wieder Phasen in denen es mir sehr gut geht, meistens sind das Paar Tage in denen alles schlechte an mir abprallt und ich sagen kann das mich nichts belastet, aber dann kommen zwischendrin solche Niederschmetternden Tage wie heute, meine Stimmung ist sehr nach unten Gedrückt in allem, ich weine über alles und sage mir das dass Leben keinen sinn mehr hat, ich wollte schon so oft zum Arzt gehen aber nach 3 tg kommt wieder das gute wo ich mir sage "ah komm du bist net krank alles super" und dann kommt wieder das schlimme. Suizid gedanken hab ich auch sehr oft,allerdings lasse ich diese in massen nur an mich ran, so in dem Sinne:, "wenn es nicht mehr weiter geht hast du ja noch den Ausweg". Ich würde gerne dafür Medikamente bekommen oder eine Therapie, allerdings wo die Fahrtüchtigkeit nicht Beeiträchtigen... Allerdings denke ich mir auch wenn es mir wieder besser geht das ich das alles als blödsinn ansehen werde. Heute ist es so schlimm gewesen das ich viele sachen vergessen hab und irgendwie so geistig weggetreten das ich 1 min lang überlegt habe was ich eigentlich jetzt hier soll. Ah ich weiß nicht mehr weiter, vielleicht weiß jemand wie sich so etwas nennt oder hat es selbst erlebt, würde mich über Antworten freuen.. Nur bitte weißt mich nicht daraufhin das ich zum Arzt muss, wenn der Tag kommt werde ich diesen Schritt irgendwann mal tun.

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