Burnout - wie kommuniziert man es in der Firma?

5 Antworten

Dieser Leistungsträger funktioniert seit Jahren, egal, welche Anforderungen auch gestellt wurden. Richtig? So, nun funktioniert er nicht mehr. Wir sind nämlich Menschen und keine Maschinen. Es gab Anzeichen, daß es so kommen würde, da verwette ich meinen Kopf drauf. Hat aber niemand wahrnehmen wollen. Immer mehr Arbeit, immer mehr Termine.

Ohne die Wahrheit zu sagen, kann und wird sich nichts ändern! Es hat keinen Sinn, etwas zu beschönigen! Wer mit Burnout ausfällt, hatte die entsprechenden Arbeitsbedingungen, damit das passieren konnte. Früher nannte man das Sklaverei.

Ein schlechtes Gewissen macht die Sache nicht besser, Ausreden machen die Sache nur schlimmer! Bei Rückkehr droht nämlich ein vielfaches an Arbeitsbelastung, also lieber mit offenen Karten spielen.

6 Wochen sind übrigens ein Witz bei echten Burnout. Ein halbes Jahr ist realistisch. So als Minimum. Da muß nämlich ziemlich viel im Kopf des Patienten verändert werden, so was geht nicht im Schnellkurs. Das dauert. Nicht nur beim Betroffenen direkt, sondern auch im Unternehmen.

Reden ist Silber, schweigen ist Gold.

Dein Freund, wenn er jetzt erstmalig ausfällt, sollte einfach sich eine Ausrede einfallen lassen ... Rücken ... Bandscheibenvorfall, Tod, Trauerprozesse etc. und sollte zur Ruhe kommen. Sich professionelle Hilfe suchen, sie annehmen und einfach sich auf sich konzentrieren. Sich wehren, wenn es ihm dabei nicht gut geht.

Er muss dem Arbeitgeber nicht mitteilen, warum er krank ist, er muss ihm nur mitteilen, dass er krank ist.

Ich bin offen und ehrlich erzogen worden, ich bin jetzt erwerbsunfähig, weil ich anderen helfen wollte in meinem Burnout. Das wird von einer Firma nicht gerne gesehen, die brauchen und benutzen nur Menschen, die leistungsfähig sind und Dein Freund sollte ganz still sein und nicht den Fehler machen, den ich gemacht habe.

Carpe Diem und er sollte diese Chance nutzen, damit er in seiner Krise, achtsam und selbstverantwortlich seinen Weg findet.

Danke, sehr hilfreich!

@dennis1970

Das tut gut und für mich kein Problem, weil es auch mir gut tut, meine Erfahrungen mitzuteilen!

@dennis1970

Ich wünsche und hoffe, dass ich damit auch ganz viele Menschen erreiche, weil Burnout ist kein Tabu-Thema mehr. Es ist ein altes Thema, was seit Generationen besteht, die Gesundheitsreform oder wer auch immer, hat dem Problem nur einen neuen Namen gegeben. Diesen Begriff "Burnout" gibt es im Gesundheitsschlüssel der Ärzte nicht, jedoch wurde es endlich offen.

Es sind Depressionen, die ja auch sehr vielfältig sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, das ich aufgrund meiner Erfahrung und meines Lebens, jeder hat da so seine Geschichte, meine Leistungsgrenze kennengelernt habe. Nichts geht mehr und meine Batterie ist leer, meine Energie verpulvert und das aufladen, dass braucht soviel Zeit.

Deswegen ist es so unsagbar wichtig, rechtzeitig "Stopp" zu sagen, damit Mensch im Vorfeld das erkennt, achtsam und fürsorglich mit sich umgeht und die Notbremse zieht.

Ich lebe noch und es kann jedoch auch anders ausgehen. Also, passe gut auf Deinen Freund auf und achte daraur, dass er achtsam und selbstverantwortlich jetzt einfach nur an sich denkt.

Nur so, kann er weiter überleben.

stress dich nicht ..man..du bist auch nur ein Mensch..und wenn dich einer deshalb entlässt, dann kannst du dagegen Klage erheben..werde erstmal gesund..und Burnout ist kein Tabuthema..ist Gang und Gebe..haben doch sehr viele gehabt..

Ich würde da garnicht groß Informationen geben und einfach samt Bescheid vom Krankenhaus zur Arbeit und sagen wegen Krankheit fällt er 6 Wochen aus. Fertig.

Genau so!

Keinen Grund nennen.

Nicht umsonst steht auch auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes kein Grund für die Krankschreibung.

Das ist privat und geht den Arbeitgeber und die neugierigen Kollegen nichts an ;)

Das Problem des Burnouts und dem vorherigen Leistungsdrucks gehört sehr wohl zur Sprache gebracht in einem Unternehmen. Es kann seine Angestellten nich geißeln, mit Boni locken bis zum Umfallen.

Das muss endlich ein Ende haben.

Die Betroffenen stehen 24/7 unter Strom, irgendwann folgt per se der Kollaps.

Kann ich nur unterstützen und ich habe mein Burnout als Frau heute mit einer Erwerbsunfähigkeit als 48jährige quittiert bekommen. Einfacher geht es doch gar nicht für ein Unternehme, nicht mehr leistungsfähige Mitarbeiter loszuwerden, wenn Menschenkind in die Krise gerät und offen und ehrlich ist. Jedoch sehe ich auf meinem Weg, meine Krise als Segen an, weil ich jetzt selbstbestimmt meinen Weg gehen darf. Das letzte Hemd trägt keine Taschen und der Mensch, wenn er Mensch bleiben möchte, braucht so wenig um zu "Überleben".

Und noch einmal - LED-Birnen kaputt, Verkäufer will nicht umtauschen?

Und es geht in die Verlängerung.

In einer vorigen Frage habe ich folgendes gefragt:

https://www.gutefrage.net/frage/led-birnen-nach-einem-halben-jahr-kaputt---was-tun?

Der Verkäufer weigert sich jetzt, da mittlerweile eine ganze Zeit vergangen ist, nämlich gute sieben Monate. Da ich die Birnen nach den Daten gekauft habe, die mir vorlagen (230 Volt, Fassung E14, etc.) und diese ja auch eine Zeit funktioniert haben, kann man einen Fehlkauf im Sinne von Überspannung, etc. ausschließen.

Zurück zu den sieben Monaten. Dass die Beweislastumkehr nach sechs Monaten in Kraft tritt, ist mir klar, aber um die geht es hier ja nicht. Der Verkäufer ist gesetzlich verpflichtet, zwei Jahre Gewährleistung zu geben. Dies steht ja auch so in den AGB, allerdings weigert er sich, die Birnen zu ersetzen mit dem Hinweis auf Beweislastumkehr.

Hier einmal ein auszug aus dem Schriftverkehr:

V: "Dem Gesetz nach ist zu vermuten, dass Mängel, die innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf auftreten, bereits bei der Übergabe vorhanden waren. Bei Defekten, die erst sechs Monate nach dem Kauf oder später auftreten, geht das Gesetz bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, dass der Defekt erst während der Verwendung des Artikels verursacht wurde, zum Beispiel durch Verschleiß.

Wir müssen Ihre Bitte um Erstattung oder Ersatzlieferung demnach leider ablehnen und bitten um Verständnis."

K: "(...) Es geht hier aber gar nicht um die Tatsache, dass mehr als sechs Monate vergangen sind, sondern darum, dass die Birnen angeblich 30.000 Stunden halten, was sie nicht tun (alternativ 15.000 Schaltungszyklen - wurden ebenfalls nicht erreicht) - genau das, was Sie in Ihrem Angebot schreiben, halten Sie nicht. Und da würde ich gerne von der Gewährleistung Gebrauch machen, die Sie zu geben haben - sei es für ein Jahr oder zwei, ist unerheblich. Da ich die Ware nur ordnungsgemäß gebraucht habe, nämlich dem vorgesehen Zweck der Beleuchtung, liegt auch keine Verletzung des Gewährleistungsanspruchs vor."

V: "Es tut mir sehr leid, aber bei den angegebenen Werten handelt es sich um Pflichtangaben, die nicht fehlen dürfen, aber eher um Richtwerte seitens des Herstellers." (Anm.: Verkäufer handelt mit den Birnen gewerblich und vertreibt diese unter eigenem Namen.)

V: "Das eine Jahr Gewährleistung betrifft den Bereich B2B. In Ihrem Fall greift die zweijährige Gewährleistung, wo trotz alle dem 6 Monate nach dem Kauf die Beweistlastumkehr in Kraft tritt."

Nun weiß ich nicht, was ich davon noch halten soll, da mir der Verkäufer grundsätzlich immer mit sechs Monaten Beweislastumkehr kommt. Was kann ich jetzt als schlagkräftiges Argument schreiben, ohne gleich mit rechtlichen Schritten zu drohen?

Vielen Dank schon einmal für (hilfreiche!) Antworten!

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Was ist der Sinn von Zeitarbeit?

Hallo, ich habe vor knapp sechs Monaten bei einer Firma in der Logistik angefangen. Ich bin über einen sogenannten Personaldienstleister eingestellt als Zeit- bzw. Leiharbeiter. Zwei Wochen nach meinem Arbeitsstart fing die Firma an wieder Leute ohne Zeitarbeit direkt einzustellen über Jahresverträge. Als ich den Logistikchef gefragt habe, ob ich auch direkt angestellt werden kann, sagte er, dass das nicht geht. Da gäbe es Gesetze, ich dürfte drei Monate nicht über Zeitarbeit in der Firma arbeiten bevor ich dort eingestellt werden könnte. Die Leute die neu direkt in die Firma kommen bekommen 3000 Euro Brutto Plus Überstunden ausbezahlt. Ich bekomme ungefähr 2100 Euro, arbeite meist 50 Stunden in der Woche aber bekomme pro Woche nur 35 Stunden angerechnet, der Rest landet auf ein Zeitkonto. Auf meine Frage bei der Zeitarbeitfirma wozu das Zeitkonto ist sagten sie, falls ich mal Überstunden abbummeln will. Als ich auf der Arbeit nachgefragt habe wann ich mal die Stunden abbummeln kann, hat mein Schichtleiter gelacht und gesagt, dass die sowas nicht brauchen und ich gleich zu Hause bleiben soll wenn ich keine Lust habe zu arbeiten.

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Ich bin sehr traurig zur Zeit weil ich trotz Vollzeitarbeit nicht über die Runden komme und meiner Familie zum Heiligabend nichtmal etwas schönes schenken kann, weil das Geld einfach nicht reicht. Mir laufen grade die Tränen über das ganze Gesicht weil ich mich so schlecht fühle wenn ich an meinen kleinen Sohn denke dem ich den Playmobilwunsch nicht erfüllen kann. Ich fahre schon immer bei Wind und Wetter die 10km mit dem Fahrrad zur Arbeit und zurück um Benzingeld zu sparen. Allerdings bin ich jetzt an einem Punkt angekommen an dem ich psychisch nicht mehr kann.

Bitte sagt mir, was ist der Sinn von Zeitarbeitsfirmen?

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Soll ich das Fachabitur oder eine Ausbildung machen?

Hey,

ich besuche zurzeit die 10. Klasse der Realschule und mache somit dieses Jahr mein Abschluss. Ich war bereits vor einem guten halben Jahr auf der suche nach einer Ausbildung. Das sich für mich aber nichts ergeben hat, hatte ich den Plan auf die FOS zu gehen. Heute hat sich unerwartet, eine Firma gemeldet, die mir eigentlich schon eine Absage erteilt hat und gefragt ob ich noch Interesse habe.

Jetzt bin ich schon den ganzen Tag am überlegen was ich lieber machen soll. Zum einen weiß ich wirklich nicht, ob die FOS das richtige für mich ist, da es mit sehr viel Aufwand verbunden ist und ich auch nicht gerade die richtige Lust habe um das noch zwei Jahre länger zu ertragen. Ich habe auch nicht gerade den Drang dazu in naher Zukunft ein Studium zu machen.

Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dass ich jetzt bei der Firma "zweite Wahl" bin, da denen bestimmt jemand abgesprungen ist. Auch ist es leider so, das es zur Firma fast zwei Stunden mit dem Bus zum fahren ist. Trotzdem hat mir die Firma gut gefallen beim Bewerbungsgespräch und auch beim Assessment Center! Ich habe zwar schon den Führerschein für begleitetes Fahren, werde aber erst Anfang nächsten Jahres 18 um selber zu fahren. Also wären es ungefähr 6 Monate zu überwinden, bis ich selber fahren könnte.

Ich selber tendiere irgendwie trotzdem mehr zur Ausbildung, doch ich bin mir nicht sicher. Darum wollte ich euch nun um Rat fragen, ob Ihr so was ähnliches hattet und was ihr davon haltet.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus für eure Antworten!

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