Bluttransfusion abgelehnt, ist das gefährlich?

5 Antworten

Es ist eine Frage was schlimmer ist : Die Krankheit selber oder die Risiken der Therapie. Das sollte sie abwägen und sich mit ihren Ärzten beraten.

Hallo,  ich hatte vor einer Woche eine Bluttransfusion, sonst läge ich jetzt wahrscheinlich nicht so entspannt auf meinem Sofa.  Ich habe sie sehr gut vertragen und habe mir auch die Frage gestellt zwecks Krankheiten und Sowas.  Aber mir ging es so schlecht durch meine Blutarmut, mein HB Wert lag bei 3,2 und ich war froh das mir geholfen wurde und ich mich jetzt so ganz langsam wieder erhole.  Bis jetzt hab ich noch nichts negatives durch die Transfusion gemerkt, in 2 Tagen hab ich wieder Blutkontrolle, ich bin sehr gespannt.  Ich weiss das es noch ein paar Wochen dauert und ich mein Teil dazu beitragen muss.  Viel Glück 

anämie bedeutet "blutarmut",d.h. bei deiner cousine ist wohl schon viel blut irgendwie "verloren gegangen" oder der körper kann aus diversen gründen nicht so viel von selbst produzieren wie er eigentlich benötigt. wenn man eine transfusion in betracht zieht,dann müssen die werte deiner cousine schon nicht besonders rosig sein,und das merkt sie wie du sagst ja schon selbst. ich weiß von berufswegen her wie sicher blutprodukte heutzutage mittlerweile sind. natürlich kann man nicht alles zu 100% ausschließen,aber das risiko ist wirklich sehr sehr gering. ich habe schon 2mal bluttransfusionen benötigt. mir ging es beide male so schlecht,dass ich froh und dankbar um die kleinen roten beutelchen war :) zumal ich mich schon kurz danach merklich besser gefühlt habe.

Ich hab in all den Jahren auf der Arbeit noch nie von einer Ansteckung gehört. Das Risiko besteht, aber ist ja nicht so das jeder 2 sich mit etwas ansteckt. Und bei uns bekommen fast täglich Patienten Transfusionen. Ich selbst würde es auch wollen wenn es nötig wäre.

Wenn die Ärzte ihr zu einer Bluttransfusion raten, wird der sog. Hb-Wert bei ihr ziemlich im Keller sein. Sie kann die Bluttransfusion ablehnen, klar. Aber damit muss ihr auch klar sein, das, wenn eine bestimmte Grenze unterschritten ist, das zu einem lebensgefährlichen Zustand fuhren kann.

Sicher kann es auch bei einer Bluttransfusion zu Komplikationen kommen. Das kann es aber bei jeder anderen Art von Infusion auch kommen. Es kann zu Fieber und Unverträglichkeiten, Übelkeit, Erbrechen kommen. Die Chancen, sich bei einer Bluttransfusion zu infizieren sind sehr gering. Durch Einzelfälle die von den Medien zu Unrecht hochgepuscht werden, wird dieses Negativimage erzeugt.

Anämie bedeutet Blutverlust. Dabei ist es egal, ob der Blutverlust durch einen Unfall oder durch eine Krankheit einhergeht. Beides ist mit dem Leben nicht zu vereinbahren. Aber ich vermute deine Cousine ist alt genug um das selber entscheiden zu können. Fakt ist, ihr Zustand wird sich durch das Hinauszögern nicht verbessern. Im Gegenteil.

Was möchtest Du wissen?