Beruhigungstabletten und Schlaftabletten?

11 Antworten

Die wirst du nicht so einfach verschreiben bekommen, sowohl Beruhigung- als auch Schlaftablette, die verschreibungspflichtig sind, machen schon nach kurzer Zeit abhängig. Dennoch solltest du zu Arzt gehen, um dein Problem zu besprechen. Da wird es auch andere Lösungen geben. Es müssen nicht immer gleich harte Medikamente sein.

Das Problem ist, dass Schlaf -genau betrachtet- ein chemischer Prozess im Gehirn ist. Will man diesen Prozess beeinflussen braucht man folglich Medikamente, welche auf den Botenstoffhaushalt des Gehirns wirken. Also sogenannte Psychopharmaka. Leichte Psychopharmaka gibt es im Bezug auf Schlafstörungen nicht, was wiederum bedeutet, dass man gleich mit der Chemiekeule kommen muss.

Klassische Schlafmittel stammen aus der Gruppe der Benzodiazepine und Z-Drugs. Sie sind hoch effektiv, wirken bereits ca. 20 Minuten nach der Einnahme und haben fast keine Nebenwirkungen. Allerdings besitzen diese Medikamente ein hohes Abhängigkeitspotenzial weshalb die Einnahmedauer bei Schlafstörungen in der Regel auf max. 10 Tage beschränkt ist. Benzodiazepine und Z-Drugs sind ein Segen wenn es darum geht einfach eine Nacht wieder einmal durchschlafen zu können, doch werden sie bei längerer Anwendung zum Fluch.

Zur längerfristigen Behandlung von Schlafstörungen braucht es also Alternativen. Meist werden dazu Medikamente aus anderen Wirkstoffgruppen zweckentfremdet.

Zum Einsatz kommen in erster Linie sedierende (schlaffördernde) Antidepressiva wie beispielsweise Doxepin, Mirtazapin, Trimipramin, Trazodon oder Agomelatin. Sie wirken deutlich weniger "angenehm" als klassische Schlafmittel und auch etwas weniger effektiv. Zudem haben sie einiges an Nebenwirkungen zu bieten. Ihr Vorteil besteht darin, dass sie auch nach längerem Konsum nicht abhängig machen.

In gewissen Fällen -vor allem bei sehr starken Schlafstörungen- werden auch sedierende Neuroleptika wie beispielsweise Quetiapin, Promethazin oder gar Levomepromazin verwendet. Diese sind ziemlich effektiv und machen ebenfalls nicht abhängig, doch sind die Nebenwirkungen oftmals sehr stark ausgeprägt.

Des Weitern gibt es gewisse Antihistaminika welche als Schlafmittel benutzt werden können. Bekannt ist vor allem Diphenhydramin sowie Hydroxyzin. Sie wirken je nach Person unterschiedlich effektiv, machen jedoch nicht abhängig. Auch die Ausprägung der Nebenwirkungen ist sehr individuell.

Bei Schlafstörungen in Verbindung mit Angst- und Unruhezuständen kommt heute noch das ältere Antidepressivum Opipramol zum Einsatz. Die sedierende Wirkung tritt ca. 1 Stunde nach der ersten Tablette ein, die angstlösende Wirkung nach ca. 3-5 Wochen der täglichen Einnahme. Die Nebenwirkungen im Verhältnis zu den anderen sedierenden Antidepressiva oftmals (nicht immer) schwächer ausgeprägt.

Wenn du wirksame Medikamente willst musst du ohnehin zum Arzt. Dieser wird dich auch nochmals eingehender beraten können...

Konnte dir hoffentlich etwas weiterhelfen.
Alles Gute!

Du solltest nie sorglos Schlaftabletten nehmen, sondern das Problem angehen, dass die Schlafprobleme verursacht.

Aus pflanzlicher Sicht kann ich Dir Passionsblumenpräparate sehr empfehlen. Die beruhigen gut und man kann auch gut drauf schlafen. Ansonsten gibt es z.B. noch Baldriparan Baldriantabletten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bevor man Schlafmittel nimmt, sollte man es mit auspowern tagsüber, Yoga, Meditation oder Atemübungen probieren...

Das ist auf Dauer wesentlich gesünder und macht nicht abhängig

warum kannst du denn nicht schlafen? Für was brauchst du Beruhigungsmittel?

Die Erfahrung zeigt, dass Schlafstörungen und Nervosität durch Magnesiumgaben rasch abklingen können.

Zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr benötigt man zwischen 350 und 400 mg Magnesium täglich.

Gerade bei den heutigen Essgewohnheiten der Jugendlichen ist es nicht einfach, diese hohe Menge allein über die Nahrung aufzunehmen.

Z.B. Magnesium Verla "uno" (Briefchen) (hat auch Drogerie Müller oder dm bestehen aus organischem Magnesium-Citrat , dieses Magnesium wird vom Körper besonders gut aufgenommen.

Von Billigmagnesium ist abzuraten.

Woher ich das weiß:Recherche

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