Beruf: Verwaltungsfachangestellter - Belastungen

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Hallo! Verwaltungsfachangestellte gibt es in verschiedenen Bereichen der öffentlichen Verwaltung:Kirchen, Städte und Gemeinden etc.und innerhalb dieser Verwaltungsbehörden in allen möglichen Einsatzbereichen, von der Personalwirtschaft bis zur Finanzverwaltung, von der Bauverwaltung, über den Bereich des Jugendamtes, die Grundsicherung, das Rentenamt, die Ausländerstelle.... Natürlich ist der Schwerpunkt der Belastung dadurch auch stark vom Einsatzgebiet abhängig. Es ist auf jeden Fall wichtig, gut organisieren zu können, teamfähig zu sein, gerne mit Menschen umzugehen und ein Gespür für Menschen zu haben, man sollte kein Problem damit haben, Regeln einzuhalten und nach Vorgaben zu arbeiten aber auch selbständig arbeiten können. Ein Gefühl für Sprache ist ebenfalls wichtig, da oft Schreiben formuliert werden müssen, und zwar so, dass sie rechtssicher sind (dafür muss man das Gesetz kennen und sich an bestimmte Formulierungen halten) UND der Empfänger sie verstehen kann. Man berät die Bürger/Kunden und gibt Hilfestellung bei der Stellung von Anträgen etc. Trotzdem passt die öffenliche Verwaltung nicht wirklich in den Bereich "Dienstleistungsbetriebe", auch wenn sie sich noch so sehr um eine Imageverbesserung in diese Richtung bemüht. Dazu sind die öffentlichen Verwaltungen - und damit auch deren Angestellten- viel zu sehr an die Einhaltung zahlreicher Gesetze und Bestimmungen gebunden. Als Verwaltungsangestellter setzt man also in erster Linie gesetzliche Vorschriften um, der Kundenservice rückt zwangsläufig an die zweite Stelle denn der Servicegedanke wird durch diese Vorgaben doch arg eingeschränkt. Das führt oft zu Spannungen, denn viele Bürger meinen, sie bekämen nicht, was sie sich vogestellt haben weil die Bediensteten unfreundlich sind oder keine Lust haben, ihnen zu helfen. Man sollte also nicht allzu zart besaitet sein und nicht alles persönlich nehmen. Ansonsten bekommt man eine vielseitige Ausbildung, durch die es einem ermöglicht wird, später -je nach Neigung und Fähigkeit- in den unterschiedlichsten Bereichen der Verwaltung mit den unterschiedlichsten Anforderungen tätig zu sein. In der Finanzverwaltung (hier ist besonders wichtig der Umgang mit Zahlen, betriebswirtschaftliche Interessen), im Kulturbereich, in hauptsächlich verwaltenden Bereichen (Büroorganisation, Materialbeschaffung), im Baubereich (Bauanträge etc.), im Umweltamt, im Bereich Bürgerservice (Umgang mit Menschen)... es gibt viele Möglichkeiten, auch sich zum Verwaltungsfachwirten weiter zu bilden oder innerhalb einer Verwaltung das Tätigkeitsfeld zu wechseln.

das stimmt nicht

Hey,

Verwaltungsfachangestellten können bei vielen Arbeitgebern tätig sein. Wie schon mal erwähnt unter anderem bei Kirchen, Gemeinden, Städten, Landkreisen, Bezirken, ...

Ich selber habe Verwaltungsfachangestellte bei einer großen Stadt gelernt, kann jedoch nur aus Bayern berichten:

- Ausbildung -

In der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten wird man dual ausgebildet. Man hat Blockunterricht und hat abwechselnd einen Praktikaabschnitt, Berufsschule und einen Lehrgang der Bayrischen Verwaltungsschule.

Im Praktikaabschnitt wird man vom Arbeitgeber in einen Bereich zugewiesen, in dem man meistens 3 Monate tätig ist. Das kann zum Beispiel das Jugendamt, Sozialamt, Ordnungsamt, Bürgeramt, ... sein.

Die Berufsschule ist auch für Verwaltungsfachangestellte Pflicht. Dort hat man Fächer wie Rechnungswesen, Deutsch,... Aber auch Verwaltungsbetriebswirtschaftlehre und Verwaltungshandeln. Beides sehr rechtslastige Fächer. Dort werden Verwaltungsfachangestellten die ersten Grundlagen zur Rechtsanwendung beigebracht.

Dazu kommt noch ein Abschnitt, in dem die Lehrgänge der Bayrischen Verwaltungsschule besucht werden. Diese dauern meist so um die 3-5 Wochen, kann aber auch zwischen 2-8 Wochen variieren. Dort sollen die Kenntnisse, die man in der Berufsschule erlangt hat, vertieft und ergänzt werden.

- Probleme in der Ausbildung -

Der Beruf des Verwaltungsfachangestellten ist ein sehr rechtslastiger Beruf. Man kann sich das ganze ungefähr wie ein Jura-Studium vorstellen. Demnach muss einem die Arbeit mit Gesetzen auch einigermaßen Spaß machen, sonst hat man definitiv den falschen Beruf erwischt.

Wie oben beschrieben besucht man während der Ausbildung zwei Schulen, zum einen die Berufsschule und zum anderen die Bayrische Verwaltungsschule.

Eigentlich sollten die beiden Schulen miteinander kooperieren, damit den Azubi's der Stoff gut vermittelt werden kann. Ich weiß nicht, wie bei anderen die Ausbildung ablief, aber in diesem Punkt kann ich aus meiner Erfahrung folgendes sagen:

Die Kooperation zwischen Berufsschulen und Bayrischer Verwaltungsschule (=BVS) ist so gut wie nicht vorhanden. Es gibt Lehrpläne, an die sich die Lehrer in der Berufsschule versuchen zu halten aber aufgrund der Masse an Stoff nicht immer halten können. Für die BVS gibt es auch Lehrpläne, jedoch haben die Dozenten dort die Freiheit, auf bestimmte Themengebiete Schwerpunkte zu setzen und andere Themen wegzulassen.

Dadurch kam bei unserem letzten Volllehrgang in der BVS in so manchen Fächern wie BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), Staatsrecht und Verwaltungsbetriebswirtschaftlehre/Haushaltskassenrechnen Punkte auf, die wir in den 3 Jahren nie besprochen haben, jedoch wichtig für die Abschlussprüfung waren.

Somit haben meine Kollegen/innen und ich gegen Ende beschlossen, auf Lücke zu lernen (oder wie wir Spaßhaft immer gesagt haben: auf Kraterloch), weil die möglichen Themengebiete, die in der AP drankommen können, einfach zu umfassend sind.

  - Fazit -

Die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten ist nicht ohne, da man sehr viel lernen muss und einem das Umgehen mit deutschem Recht einfach ein Stück weit liegen muss. Jedoch macht die Arbeit definitiv Spaß und ist sehr abwechslungsreich. Ich glaube in keinem anderen Beruf hat man so viele Möglichkeiten, in komplett andere Tätigkeitsfelder umzuschwenken.

Als Verwaltungsfachangestellter könntest du zum Beispiel im Jugendamt tätig werden, oder im Sozialamt. Des weiteren könnte man dich im Ordnungsamt einsetzten, wo du für die Vollziehung des Waffengesetztes, des Tierschutzes oder sogar des Landesstraf- und Verordnungsgesetzes tätig bist. Oder du könntest im Bereich des Controlling/BWR eingesetzt werden, sprich Kämmerei, Stadtkasse usw.

Es gibt massig Bereiche, wo man tätig werden kann. Das hat man bei anderen Berufsfeldern nicht.

Ich zum Beispiel war einige Zeit im Ordnungsamt und habe dort eben die Vollziehung des LStVG's, des Tierschutzgesetzes und des Bestattungswesen wahrgenommen. Ich habe Kampfhunde kontrolliert, habe auch den Tierschutz vollzogen (z. B. Wegnahme von gefährlichen Tieren von Spinnen bis Schlangen, Besichtigung von Tieraustellungen und Überprüfung der tierschutzrechtlichen Auflagen) und war für die Einweisung psychisch Kranker zuständig.

Auch wenn die Ausbildung echt nicht ohne war, sie ist zu schaffen und ich würde mich jederzeit wieder dazu entscheiden bzw. würde jederzeit zurück in die öffentliche Verwaltung gehen, wenn ich mal keine Lust mehr auf meinen derzeitigen Job habe :)

was meinst du mit belastungen Körperlich oder generell die anforderungen ???

ja schon körperlich oder geistlich. z.b. was man da so ertragen muss

@Enrayb

ja also lange sitzen es is ja ein bürojob auch deine augen müssen fit sein da auch die arbeit am computer alltag is sonst is da körperlich nicht viel geistlich musst du im team arbeiten können dich mit anderen absprechen wer welche aufgaben macht..... du solltest freundlich sein und keine angst haben mal ein wichtiges telefonat zu machen
mit word solltest du dich auskennen ........... meist wird ein guter realschulabschluss und praktikums erfahrungen verlangt

@Anne778

hallo, dann dürfte ich diesen beruf aber nicht ausüben :) ich sehe sehr schlecht ! mann muss nicht geistlich fit sein (dann ist man priester oder ordemann/ordensfrau) sondern geistig :)

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