Bekommt man eine Blutvergiftung wegen offenen Wunden?

5 Antworten

Man kann eine Blutvergiftung bekommen.

....Aber nicht von jeder offenen Wunde bekommt man eine.

....Am Anfang einer jeden Blutvergiftung steht normalerweise meist irgend eine Entzündung, die immer schlimmer wurde in einem gewissen Zeitrahmen und nicht behandelt wurde, obwohl das eigentlich nötig gewesen wäre.

Die Krankheitserreger werden in den Körper eingeschleust. Sie "überrennen" den Körper förmlich, dass er mit der Abwehr nicht mehr nachkommt. In Folge kommt es zu einer "überschießenden" Reaktion des Körpers gegen die Entzündung, er läuft "Amok". Die "Abwehrmassnahmen", die der Körper da jedoch ergreift, reichen nicht aus und die Folgen davon schaden den Körper, anstatt zu nützen.

Wunden, von denen man weiß, die schlecht oder gar nicht heilen, die vor sich "hindümpeln" und beginnen, sich zu entzünden, müssen behandelt werden. Auch bei innerlichen Entzündungen ist das so, bspw., wenn man längeranhaltenden eine Blasenentzündung hat. Wird die nicht behandelt, vermehren sich die Bakterien im Körperinnern explosionsartig, und es kann zu einer gefährlichen Urosepsis kommen.

....überhaupt wenn zu einer Infektion Fieber dazu kommt ist das ein Alarmzeichen, den Arzt aufzusuchen.

....Meistens kommt der Körper jedoch gut alleine mit irgendwelchen krankmachenden Keimen, etc.., zurecht, und das eigene Immunsystem bekämpft sie erfolgreich.

....Haben Sie Ihre Wunde fachgerecht desinfiziert, etc., sollte sich eigentlich keine Entzündung einstellen und die wieder zügig heilen. In solch einem Fall brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Bei Kontakt mit Erde, Schmutz, etc., sollte man aber an eine evtl. Auffrischung des Tetanusschutzes denken, ist das nötig. Tetanus/Wundstarrkrampf ist keine Blutvergiftung, kann jedoch ebenfalls unbehandelt tödlich verlaufen. Bakterien die diese Erkrankung hervorrufen, verbergen sich zuhauf u.a. im Erdreich.

....Bemerkt man Entzündungzeichen an der Wunde, heilt sie schlecht, etc., bitte zum Arzt, dass sich der das mal ansieht.

Bei manchen entzündeten Wunden, etc., ist es womöglich nötig (neben Versorgung der Wunde vom Arzt), vorsorglich ein Antibiotikum einzunehmen.

Hallo Tilivie,

eine Blutvergiftung (Eigentlich eine irreführende Bezeichnung, da die Blutvergiftung eine unter Anderem eine Überreaktion des Immunssystem ist. Deshalb benutze ich die med. korrekte Bezeichnung Sepsis) setzt eine Entzündung voraus, nur weil du eine offene Wunde hast muss sich noch lange keine Entzündung daraus bilden, kann aber möglich sein.

Und auch wenn du eine Entzündung hast, bildet sich daraus nur eine Sepsis wenn dein Körper nicht mit der Entzündung alleine klarkommt und ggf. nicht rechtzeitig Medikamente verabreicht wurden.

Pauschal kann man sagen dass vor einer Sepsis niemand sicher ist, es jedoch aber kein Grund zur Panik gibt. Als gesunder Mensch an eine Sepsis zu erkranken ist sehr unwahrscheinlich, vor Allem wenn man viele Dinge relativ früh beim Arzt abklären lässt.

Mit freundlichen Grüßen
PleaseBeQuiet

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Eine Blutvergiftung entsteht dadurch, dass in eine offene Wunde Erreger reinkommen, die Wunde sich entzündet und die Entzündung, wenn unbehandelt, sich auf den ganzen Körper ausbreitet.

Bis es soweit kommt, muss viel passieren.

Wenn du eine Wunde hast, beobachte einfach den Heilungsprozess. Wenn es eitert und nicht besser wird, und spätestens wenn Fieber dazukommt, zum Arzt.

Wichtig ist auch eine aktueller Tetanusschutz, also die entsprechenden Impfung gegen Tetanus.

@Nemico96

Tetanusschutz ist wieder eine andere Geschichte. Es schützt nicht vor einer Sepsis, jedoch vor einem Wundstarrkrampf.

Das sind zwar beides lebensbedrohliche Krankheiten, jedoch haben sie ein komplett unterschiedliches Krankheitsbild.
Bevor du, von dem Erreger der Wundstarrkrampf auslöst, eine Sepsis entwickelst, hat dich der Wundstarrkrampf schon getötet.

@PleaseBeQuiet

Ich kenne den Unterschied, ich arbeite im Rettungsdienst. Fakt ist, dass bei einer offenen Wunde ein Tetanusschutz vorhanden sein sollte, und falls dieser nicht vorhanden aufgefrischt werden sollte. Auch wenn die Verletzung akut ist. Es war lediglich eine Erweiterung dessen, was Annika sagte. Ich dachte das wäre klar gewesen?

Es wirkte so als ob du meintest dass der Tetanusschutz zur Prophylaxe einer Sepsis vorhanden sein sollte.

War etwas irreführend. Jedoch ist es jetzt klar.

Allein durch eine offene Wunde bekommt man keine Blutvergiftung sondern dann, wenn die offene Wunde mit Schmutz (z. B. Rost) in Berührung gekommen ist.

Selbst dann entwickelt man keine Sepsis, sondern - wenn überhaupt - eine Entzündung. Diese kann eine Sepsis nach sich ziehen.

Ja, sogar sehr wahrscheinlich bekommst Du eine Entzündung an der betreffenden Stelle, die eine Blutvergiftung nach sich ziehen kann.

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