Bekommt jeder Mensch Krebs im laufe des Lebens?

5 Antworten

Wenn er lange genug lebt, mit 50% Wahrscheinlichkeit. Das ist der Prozentsatz, den Forscher ermittelt haben, falls wir durchschnittlich 120 Jahre alt werden, was sicher in vergleichbar kurzer Zeit möglich sein wird.

Durchschnitt bedeutet dann, dass die, die weit unter dem Durchschnitt liegen, zwar nicht öfter Krebs bekommen werde als jetzt, die Uralten aber zum größten Teil.

Was Deine Arbeitskollegin erzählt, ist nicht falsch, bei jedem Menschen entwickeln sich im Laufe des Lebens Krebszellen im Körper, die in jüngeren Jahren das Immunsystem zwar erfolgreich vernichten kann, beim geschwächten Immunsystem eines über 100-jährigen natürlich oft weniger.

Übrigens, in Diskussionen über wissenschaftliche Themen hat ein Begriff wie Sch.... eigentlich nichts zu suchen. Aber vielleicht bin ich altmodisch, wenn ich solche Begriffe und ihre bedenkenlose Verwendung nicht so übermäßig toll finde. Ausnahme ist vielleicht, wenn man sich beim Nageleinschlagen mit dem Hammer auf den Daumen haut. :-)

Also ich habe mehrere weibliche Verwandte gehabt, die um die 100 Jahre an anderen natürlich Todesursachen wie Herzversagen, Lungentzündung (und dann schon zu schwach um zu heilen) usw. gestorben sind. Sie alle hatten nie Krebs.

Tatsächlich kenne ich einen Fall, wo ein Mann immer wieder Blasenkrebs hat, der kommt immer wieder. Anfangs alle 10-15 und mittlerweile alle 5 Jahre. Bisher immer behandelbar, er ist über 90 Jahre alt, aber man merkt schon, dass ihm die letzte Behandlung stark zugesetzt hat und er länger zum genesen braucht und nicht mehr so fit ist wie vor der letzten Behandlung. Ob er es noch mal überlebt wissen wir nicht.

 

Rein biologisch betrachtet kommt es tatsächlich mal vor, dass es krankhafte Zellen gibt. Diese kann aber der Körper selber erkennen und abbauen. Nur gewisse Veränderungen, wenn zu viele davon auftreten oder sie sich zu schnell vermehren kann der Körper nicht selber entfernen, das krankhafte Gewebe vermehrt sich und lagert sich an verschiedenen Stellen ab (oder breitet sich lokal weiter aus) und so entsteht Krebs. Sie meinte damit also vermutlich die kranken bzw. defekten Zelle, diese hat tatsächlich jeder mal.  

Krebs ist erstmal eine abnorm häufige Teilung von Zellen, deren Erbgut sich zufälig oder durch äußere Einflüsse verändert hat.

Das ist ganz normal und passiert bei jedem Menschen. Allerdings hat der Körper deshalb Reparaturmechanismen, die das fehlerhafte Erbgut reparieren.

Daher bekommt auch jeder Mensch im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs, sondern zum Glück nur ein paar wenige.

Die 10-Jahres Prävalenz in Deutschland (Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, bzw. Anteil der Bevölkerung der während 10 Jahren neu an Krebs erkrankte) liegt etwa bei 0,05%.

Twitchy*

Daher bekommt auch jeder Mensch im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs,

Könnte es sein, daß hier ein "nicht" fehlt?


... und hättest du mal für die Prävalenz eine Quelle (mir scheint der Wert zu "zahm")

(ca. 25% aller Todesfälle wird Tumorerkrankungen zugeschrieben)

@beamer05

Ja, entschuldige, das nicht fehlt in dem Satz und die Prävalenzrate habe ich aus den Daten des Robert-Koch Instituts entnommen.

Nein, das ist Quatsch!

Aber die Menschen werden heute immer älter, d.h. es tritt immer häufiger zu Tage, dass der Krebs Auswirkungen hat. Wenn vor 100 oder 150 Jahren die Menschen möglicherweise mit 55 oder 60 verstorben sind, ist oft gar nicht aufgefallen, dass eventuell schon ein Krebs im Frühstadium vorhanden war. Außerdem  haben natürlich schädliche Umwelteinflüsse beim längeren Leben viel länger Zeit die Zellen des Körpers zu schädigen, so dass es möglicherweise zu einer Krebserkrankung durch diese längere Einwirkzeit zu einer Schädigung kommen kann. D.h. im Laufe der letzten Jahre und Jahrhunderte kann man schon feststellen, dass Krebs Erkrankungen häufiger akut festgestellt werden,  da diese Erkrankungsbilder mehr Zeit für ihre Entwicklung haben. 

T3Fahrer

Wenn vor 100 oder 150 Jahren die Menschen möglicherweise mit 55 oder 60 verstorben sind,

Sind sie das auch, wenn man die Statistik um Kindersterblichkeit, Seuchen und Kriege bereinigt?

ist oft gar nicht aufgefallen, dass eventuell schon ein Krebs im Frühstadium  vorhanden war.

Natürlich nicht, da es keine Früherkennung gab.

Außerdem  haben natürlich schädliche Umwelteinflüsse beim
längeren Leben viel länger Zeit die Zellen des Körpers zu schädigen,

Dir ist bewußt, dass Zellen permanent erneuert werden? Eine Darmzelle im Enddarm lebt nur rund 6 Tage. Wie soll es da bei einem längeren Leben zu mehr Schäden kommen?

@joangf

 Zum einen erneuern sich in Darmzellen mit am schnellsten im Körper, andere Zellen erneuern sich lange nicht so schnell und häufig!  Abgesehen davon wird ja eine Erbinformation bei der Zellteilung weitergegeben. Wenn sich also Zellen erneuern, ist darin alte Erbinformation enthalten, die möglicherweise schon geschädigt ist. Manche Schädigungen fallen nicht ins Gewicht, andere können Krebs auslösen. 

 Mein wiedergegebenes Wissen entstammt im übrigen einem abgeschlossenen Medizinstudium…  Das höhere Lebensalter ist auch unter Berücksichtigung von Kindersterblichkeit, Kriegen und ähnlichen so. Klar, in gewissen Maßen relativiert sich das, aber nicht grundsätzlich. 

Ich finde es interessant, wie viele Menschen hier darüber schreiben, wie gut man Krebs behandeln kann und das der Erfolg auf Heilung gut ist, da muss ich lachen!

Wer z.B. mal eine Plattform wie http://www.krebs-kompass.de/ verfolgt, wird dort oft feststellen, wie die Angehörigen kommen, berichten und nach einer Zeit wieder weg sind, weil der Verwandte oder Freund gestorben ist.
Das geht mal schnell, mal dauert es länger, dann gibt es Fälle von Heilung, wovon aber etwa die Hälfte nach ein paar Jahren wieder Rückfällig werden, mit einer schlimmeren Krebserkrankung, obwohl diese Leute regelmäßig zur Untersuchung und Vorsorge gehen.

In meinem direkten Umfeld (Familie und Freunde) gab es bisher Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs am Übergang zum Magen, Prostata-krebs (2x) - alle nach etwa 1 bis 2 Jahren tot. 

Blutkrebs und Tumor im Unterleib (Bauchraum Frau) wurde behandelt, beide seit Jahren gesund und munter wobei letztere immer mal wieder Chemo machen muss, da hier und da was gefunden wird. Sie lebt 100% Schwerbehindert, und mindestens einmal im Jahr eine Chemo, dass ist nicht lustig.

Ich denke das es mittlerweile nicht nur eine Frage der Ernährung ist, sondern auch eine Frage wie Ernährung durch die Industrie hergestellt und verpackt wird.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass bereits die Produkte auf den Feldern mit Schadstoffen versetzt werden (aktuell die Glyphosat Debatte, früher DDT und vieles andere) und wir daran leiden. Die vielen Zusatzstoffe die in fast allen Lebensmitteln enthalten sind und in erster Linie nur den Sinn haben, es "schön" zu machen, Stichwort "PPTP im Bier" schaden dann am Ende doch der Gesundheit, da es Nebenwirkungen hat. 
Der Verbraucher ist dem viel zu oft schutzlos ausgeliefert, da man längst nicht mehr durchblickt was da in unserem Essen drin ist. 

Ein kleiner Einblick gibt die Doku 
GOOD FOOD, BAD FOOD - ANLEITUNG FÜR EINE BESSERE LANDWIRTSCHAFT

https://youtube.com/watch?v=0gYG51zxODE

Nahrung ist eine Geschichte, dazu kommen aber dann noch die selbstgemachten Probleme, wie z.B. Asbest. Vor 40 Jahren der Knaller, es war überall verbaut. Es war sogar in diversen Heizungen drin, den Nachtspeicheröfen.
Die hat man sich freiwillig ins Haus geholt, weil man von der Gefahr nichts wusste. Jetzt ist man schlauer, wirft die Dinger schleunigst wieder raus, entseucht Gebäude, weil es irgendwo als Dämstoff oder im Putz vorhanden ist. Davor hat man lustig mit der Bohrmaschine Löcher in die Wand gebohrt und es war egal.
Die Menschen (in der Herstellung, Dachdecker, Verbraucher) sind eine verlorene Generation, die einfach nur aus "Zufall" damit in Kontakt gekommen sind.

Krebs ist unkontrollierter Zellwachstum aber meiner Meinung, tun wir alles um diesen Prozess zu beschleunigen, indem wir unsere Körper direkt oder indirekt durch Umwelteinflüsse vergiften.

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