Bei Berufswahl unsicher?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
  1. Stress muss man als Mediziner gut wegstecken können, es ist nicht immer stressig, aber wenn dann meist richtig. Das studium fand ich vergleichsweise (hab nur Vergleich zu Psychologie und Jura) bis auf die Prüfungszeiten und die Staatsexamina recht entspannt.
  2. Briefe schreibe, Dokumentieren, Weiterbilden, Briefe schreiben, Akten lesen, Briefe schreiben, über Orbis fluchen, ach ja und 300 ungelesene Zettel am Tag unterschreiben, dabei beten nicht gerade Haus und Hof zu verkaufen.
  3. Also man muss alles mal gelernt haben zumindest in Grundlagen, manchmal denken die Profs ihr Fach sein das wichtigste (e.g. Unfallchirurgie bei uns) manchmal sagen sie selbst, dass fast niemand in ihr Fach gehen wird und halten sich kurz (e.g. Humangenetik). Ist aber eigentlich alles recht interessant wenn man die Grundlagen erstmal verstanden hat.
  4. Die Basics sind recht interessant, aber Dinge wie JAK-STAT Weg, MAP Kinase Kaskaden und Citratzyklus (welchen man genau 2Tage nach dem mündlichen Physikum direkt wieder vergessen hat) können an manchen langen Abenden ermüdend sein.
  5. 6 Jahre Studium, 5 Jahre Facharztweiterbildung, oft noch ein paar weitere Jahre in der Klinik. Nebenkosten eines Orthopäden kann dir leider nur ein Orthopäde sagen.
  6. Ist immer hilfreich, egal ob Orthopäde oder Klempner
  7. Nur wenn du nicht direkt ins Studium kommst. Ich meine lernen ist nie schlecht, aber was erhoffst du dir davon? Eine Doktorarbeit oder ein Sprachkurs bringt mehr im Lebenslauf.

Zum 2. Um was für eine Art von Briefen handelt es sich dabei?

Zu 7. Zum einen bin ich mir fast sicher, dass ich eine Durchschnittsnote von unter 1,5 wahrscheinlich nicht schaffen werde, zum andere hab ich überlegt gehabt, weil man dadurch einige Themenbereiche, die man während des Studiums behandelt, bereits erlernt hat und eine gewisse praktische Erfahrung gesammelt hat.

Jetzt die Frage. Wie sieht es im studium mit dem Auswendiglernen aus? Ist das relativ viel oder eher noch entspannt? Hab nämlich wie oben bereits beschrieben echt Probleme mir sachen zu merken, zu denen ich keinen Bezug habe und für die ich keine Motivation finde. (e.g. Hauptsächlich Sachen, die mir im Nachhinein nicht weiterhelfen bzw nichts bringen, sofern nicht eh Interesse von mir selbst da ist)

@Alexander301001

Entlassbriefe, praktisch die Zusammenfassung von Diagnostik und Therapie des Patienten schön formuliert.

Wenn du lange Warten musst mache etwas was dir Spaß macht. Selbst eine Ausbildung zum Krankenpfleger bringt einen keine großen Vorteile. Ich sag nicht, dass es schlecht ist, aber es sind einige Jahre deines Lebens. Man sollte also schon die Tätigkeit gerne machen. Und Pflege ist etwas anderes als die Arbeit eines Orthopäden.

Und solltest du einen starken finanziellen Antrieb zum Medizinstudium haben rechne nochmal durch + wer mit wenig arbeit viel Geld verdienen will will studiert nicht Medizin.

Man sollte die Dinge verstanden haben. Um das lernen kommt man nicht herum, zum verstehen muss man eben mehr lesen und ausarbeiten... keiner wird dich nötigen den Text aus dem Anatomiebuch Wort für Wort vorzutragen. Welche Vene in welche mündet und welcher Nerv was versorgt sollte man allerdings wissen. Und eben auch wie was heißt, teilweise mit Eigennamen.

@ki7ri

Der Geldfaktor ist eher nebensächlich. Klar sollts daran nicht fehlen, aber im Vordergrund steht immer noch das, dass man Spaß am Beruf hat

Du machst dir viel zu viele Gedanken über ungelegte Eier.

Mach erst mal dein Abitur und dann schau, ob du einen Studienplatz für Medizin dann noch willst und auch bekommst.

Alleine eine Praxis zu haben ist sicher sehr stressig. In der letzten Zeit nutzen viele Ärzte das Modell einer Gemeinschaftspraxis, wo sie sich gegenseitig entlasten. Das scheint dann alles ganz entspannt zu sein. Deshalb ist es schwierig, deine Fragen zu beantworten, denn bis du fertig bist, kann sich noch sehr viel ändern.

Ehe du dich mit solchen Fragen beschäftigst! NC 1,0.Sonst kannst du das Studium der Humanmedizin vergessen.Ich spreche aus eigener Erfahrung.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Man kann auch ohne den NC in Studium kommen auf ein paar anderen Wegen, deshalb mache ich mir darüber nicht wirklich viel Gedanken

@Alexander301001

Ich schreibe dir später und schildere dir meine Erfahrungen. Mein Studienplatz ist ausschließlich am NC gescheitert.Bei dem Durchschnitt,den du angabst.

@verreisterNutzer

Mein Lebensziel war Ärztin zu werden.Mein Abidurchschnitt reichte nicht für einen Studienplatz in Humanmedizin. Nach dem Abi machte ich eine Ausbildung zur MFA und eine zweite zur Gesundheits und Krankenpflegerin.Ich schloß beide Ausbildungen mit sehr gut ab.2 Ärzte schrieben mir Empfehlungen,meine Anatomielehrerin und mein Vater,der Arzt war.Fazit: kein Studienplatz.Nach einigen Jahren in der Notaufnahme ,einer Uniklinik,versuchte ich es erneut,kein Studienplatz.Ohne NC 1,0 gelingt es nur in ganz seltenen Fällen,einen Studienplatz zu bekommen.In Österreich gilt der NC nicht.Aber auch dort gelingt es nicht.Es gibt massenhaft Bewerber auf die wenigen Studienplätze und die Zulassungsprüfung ist der reinste Horror.Wie es in anderen Ländern geregelt ist,entzieht sich meiner Kenntnis.Meine Cousine hatte den NC 1,0,mittlerweile eine eigene Praxis.Ich habe das ganze Studium mitverfolgt.Im Vorklinikum kann das Auswendiglernen kaum vermieden werden.Ich kann mich noch gut erinnern,daß sie die Lehrbücher sogar mit zur Toilette nahm.Ich machte dann noch Fortbildungen in Onkologie und Palliativmedizin.Ich liebe meinen Beruf,aber es ist nicht das,was ich mir gewünscht habe.Ab 2020 sollen die Wartesemester abgeschafft werden,aber die Zulassung soll neu geregelt werden.Mit nutzt es nichts mehr.Du siehst,man sollte sich schon um den NC Gedanken machen.

Wie sieht‘s denn mit dem Notendurchschnitt aus?

Ich schätze, dass ich nicht unter 1,5 kommen werde. Eher im Bereich 1,8 / 2,0

@Alexander301001

Vergiß es.Ab 2020 werden auch die Wartesemester abgeschafft.Und noch etwas.Du fragst nach dem Ablauf des Studiums und dem Praxisalltag.Ein Arzt muß auch noch andere Eigenschaften haben als Wissen und Können.Empathie,Mitgefühl,Gesprächsbereitschaft, Geduld, Einfühlungsvermögen, Feinfühligkeit uvm.den Patienten gegenüber.Das darf man niemals vergessen!

@Alexander301001

Ja dann wird‘s mit Medizin sowieso schwierig.

@Barbdoc

Gibt auch Wege ohne NC reinzukommen. Hab da schon einige Informationen gesammelt

@Alexander301001

Wenn du dich natürlich für 17 Jahre bei der Bundeswehr verpflichten möchtest.

@Barbdoc

Vorsicht - auch die BW filtert strenger. Die meisten Kandidaten scheitern schon an der Grundausbildung - die wenigsten wissen das die Laufbahn engmaschig mit Verpflichtungen gespickt ist.

Der FS möchte keinen "Stress", er sollte sich was in Richtung Betriebswirtschaft suchen. Seine Einstellung steht einer Karriere als Arzt definitiv im Wege.

In der Medizin haben sogar die Pathologen Stress - und das ganz ohne "nervige" Patienten.

@LouPing

Der FS will ‚ohne NC‘ reinkommen, und nur darauf bezieht sich der Kommentar.

@Barbdoc

Die leidige NC Debatte. Ich bin ein Befürworten umfangreicherer "Eignungstests", der FS würde dabei sehr schnell an seine Grenzen kommen.

Ich kann so nicht weiterleben, das überlege ich nicht. Was tun?

Hallo Zusammen,

ich habe, schon seit ich denken kann, ein Problem das mich aktuell aber dermaßen belastet und mich fertig macht das ich etwas ändern muss, ansonsten weiß ich nicht wie lange ich das noch packe. 

Und zwar nehme ich mir schwere Situationen, Krankheiten, Tod und Schicksalsschläge so sehr zu Herzen, das ich selbst fast daran kaputt gehe. 

Seit ca. 2 Jahren macht meine Familie eine schwere Zeit durch. Ein Cousin von mir ist gestorben, meine Mutter schwer krank, meine Oma ein Pflegefall. Mein Opa hat Hautkrebs, wir wissen noch nicht wie lange er noch leben wird. 

ich nehme mir diese Sachen dermaßen zu Herzen das ich kaum noch meinen Alltag meistern kann. Ich schaffe es zwar das zu verstecken aber ich habe dauernd, rund um die Uhr, Angst das sich der Zustand meiner Mutter oder Oma verschlechtert. Das mein Opa stirbt, das meine Frau schwer krank werden könnte. Diese Gedanken, wirklich schreckliche Gedanken über absolute Horrorszenarien laufen auf Dauerschleife durch meinen Kopf. Ich bin ständig angespannt. Habe Herzrasen. Übelkeit. Jeder Anruf lässt mich zusammenzucken und treibt den Puls in die Höhe.. „was ist jetzt wieder passiert? Bitte lass es nichts schlimmes sein..“. 

Das selbe auch bei mir selbst. Letzte Woche wurde mit eine Stielwarze (Fibrom) entfernt die vermutlich nicht bösartig ist. Das sagt auch mein Arzt. Aber alleine die Tatsache das er es Routinemäßig zur Untersuchung eingeschickt hat macht mich fertig. Ich habe seit dem keine Nacht normal geschlafen und das geht so weiter bis das Ergebnis da ist. In meinen Gedanken bin ich im Grunde schon so gut wie tot, schmerzhaft an bösartigem Krebs. 

Wie soll ich da raus kommen? Wie könnte ich wieder ein halbwegs normales leben führen?

ich weiß nur, wenn das so weiter geht bin ich der nächste unter der Erde oder in der Psychiatrie. Ich kann einfach nicht mehr. Ich bin so erschöpft. 

Danke euch für Kommentare.

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