Beeinflusst Müdigkeit die Sehkraft?

4 Antworten

Nach meinen Beobachtungen schon, auch wenn diese vielleicht nicht wissenschaftlich fundiert sind.

Momentan brauche ich tagsüber eine Brille, und nachts nicht. Keine Ahnung, wie sich das erklären lässt.

Und früher war ich kurzsichtig, dann lange normalsichtig, bis die Alterssichtigkeit begann. Und jetzt bin ich weit- und alterssichtig, tagsüber. Nachts nur alterssichtig.

Also lass dir nicht sofort eine Brille verschreiben, sondern mach noch Sehtests bei einigen Optikern. Die können das auch, und machen es - Umsatz lockt - meines Wissens kostenlos.

Lässt sich so erklären: Während der Dämmerung setzt das sogenannte mesopische sehen ein, d.h., es gibt eine leichte Refraktionsverschiebung "in Richtung Kurzsichtigkeit" um etwa -0,5dpt, also in deinem Fall kompensiert dieses Phänomen deine Pluswerte (Übersichtigkeit) gegen Null hin. Ich schätze mal, dass du für die Ferne etwa +1,0dpt benötigst. Das ist genug, um in einem gewissen Alter eine Fernkorrektur zu benötigen aber gering genug, um nachts mit einem unkorrigierten Rest von +0,5dpt auszukommen. Pluswerte lassen sich durch Akkommodation ausgleichen, wenn sie nicht zu stark sind. Das ist zwar auf Dauer etwas anstrengend, aber du siehst einwandfrei scharf

@aseven79

Herzlichen Dank, hab wieder was gelernt.

Und mit der einen Dioptrie stimmt sogar! Nur meine Akkommodation ist schon fast bei 0 angekommen, hab daher mehrere Brillen je nach Schriftgröße. Lässt sich aber mit leben.

Nein, Müdigkeit hat keinen negativen Einfluss auf das Messergebnis. Man könnte sogar argumentieren, dass es einen positiven Einfluss hat, da die "trägen" Augen nicht so sehr in die Messung "hineinpfuschen" und zu nervös akkommodieren, aber in der Praxis ist auch das nicht ausschlaggebend

Ja, Müdigkeit beeinträchtigt die Sehkraft...

Zumindest werden die Pupillen meist kleiner, weil dann der Sympathikus geringer aktiv ist. Dieser Berv ist ein Pupillenweiter, so dass so mehr Licht "eingefangen" wird.

Was möchtest Du wissen?