Augenschmerzen, Sehstörungen was könnte helfen? Schon vieles ausprobiert

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Die von dir beschriebenen Symptome deuten schon auf Migräne mit Aura hin. Typisch für eine Migräneaura ist der „Fleck im Auge“ (an einer Stelle nicht richtig sehen zu können).

Lichtempfindlichkeit, einseitige Schmerzen, Übelkeit, und dass das MRT keine Auffälligkeiten zeigt (Migräne kann durch ein MRT nicht festgestellt werden – nur andere Ursachen der Symptome können dadurch ausgeschlossen werden) sind typische Migränemerkmale.

Eine Migräneaura (Sehstörung) findet normalerweise - zeitlich begrenzt – vor dem (meistens einseitigen) Schmerz statt. Es gibt aber auch Sonderformen der Migräne: Migräne mit prolongierter (=verlängerter) Aura, migränösen Hirninfarkt oder Migräneaura ohne nachfolgendem Kopfschmerz.

Bei Auftreten von Auren mit mehr als 60 Minuten Länge, die sich spätestens innerhalb einer Woche zurückbilden, liegt eine Migräne mit prolongierter Aura, also verlängerten Auren vor. Bleiben im Einzelfall Aurasymptome nach einem Migräneanfall länger als 7 Tagen bestehen, bezeichnet man dies als migränösen Hirninfarkt. Interessanterweise muß jedoch nicht auf jede Aura auch eine Kopfschmerzphase folgen. Migräneauren ohne Kopfschmerz sind durchaus keine Seltenheit! Nur der charakteristische zeitliche Verlauf ermöglicht dann bei sonst vollkommen unauffälligen ärztlichen und diagnostischen Untersuchungsbefunden die Diagnose.

Quelle: http://www.migraeneliga-deutschland.de/die-auraphase.htm

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Als Migräne- u. Kopfschmerzpatient bin ich gut informiert

Mir hilft bei meiner Migräne (manchmal nur Aura, manchmal nur Migränekopfschmerz und manchmal auch beides) die Vorbeugung sehr gut, indem ich die Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw. Einfach auf der Packung unter Zutaten nachlesen.

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Histaminintoleranz auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräne.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf beugt auch der Migräne vor. Wenn man die Möglichkeit hat einen Mittagsschlaf zu halten, kann das hilfreich sein. Dieser sollte aber nicht länger als 20 Minuten dauern. Generell ist ein geregelter Tagesrhythmus, vor allem regelmäßige Mahlzeiten, von Vorteil. Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen u. Gestagen kombiniert enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Bei Migräne ist ein Neurologe der zuständige Arzt.

Danke für den Stern :-)

Ich würde dir vorschlagen dich in eine größere Klinik zu begeben, wo man auf solche Probleme mit den Augen spezialisiert ist. Google am besten unter 'Augenkliniken' und ruf die Kliniken dann jeweils an und erkundige dich nach den Behandlungsmethoden und nach den Diagnoseverfahren. Dann solltest du in einer solchen Klinik einen Termin für eine umfassende Diagnose machen. Es müssen auf jeden Fall Fachärzte ran, die auch nach multifaktoriellen Ursachen suchen! Ich wünsche dir alles Gute!

Zauberwort: Psychosomatik. Das ist mein ernst. Sprich den Arzt deines Vertrauens an. Mein Hausarzt hat sich über 30 min mit mir unterhalten und dafür bin ich ihn sehr dankbar. Denn Deine Organe sind wirklich gesund, die Schmerzen kommen von der Seele. 

Sport, Autogenes Trainung, und nur das tun was DIR gut tut. Dein Körper redet mit dir. 95% aller Symptome kommen von der Psyche. Sogar zu googlen.

Ich bin seit einem Jahr von solchen Dingen geplagt und bin durch Selbstrecherche und einem supertollen Hausarzt um einiges schlauer geworden: Ca. 95% aller Symptome unseres Lebens sind Stresssymptome und ein Warnsignal unseres Körpers. Solche Symptome, die keiner erklären kann bedürfen keiner Behandlung an schmerzender Stelle, sondern müssen tiefgreifender betrachtet werden. Autogenes Training, Sport, trotz Beeinträchtigung NICHT verkriechen und NUR das zu tun, was einem selbst gut tut. DAS hilft auf Dauer. Seitdem sind die Schmerzen lange nicht so schlimm. Und ich weiß wovon ich rede, denn ich habe mich über 4 Wochen verkrochen gehabt und panisch gedacht, ich würde deshalb am Leben scheitern. Und das als erst 23 jähriger Student. Gesundheit kommt aus innerer Stärke und kaum ein Arzt nimmt sich Zeit den Zusammenhang zwischen Psyche und Körper zu beleuchten.

Lass dich mal richtig untersuchen auch Neurologisch den ganzen Kopf einmal durchleuchten lassen im MRT

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