Arbeitslos und Krankenversicherung (kein Arbeitslosengeldanspruch)

5 Antworten

werde ich von der Krankenkasse aufgefordert die monatlichen Beiträge zu bezahlen?

Es gilt § 188 Abs. 4 SGB V (Obligatorische Anschlussversicherung).

Wenn die Pflichtversicherung durch Arbeit oder durch Leistungen nach einem der Sozialgesetzbücher endet (ALG I oder II) und eine Familienversicherung nicht möglich ist, wird man automatisch freiwilliges Mitglied der bisherigen Kasse.

Damit ist man auch Beitragsschuldner. Kostenpunkt ca. 165,- € im Monat inkl. Pflege.

Wo bekomme ich Informationen wieviel und wo ich das Geld überweisen soll

Krankenkasse natürlich.

Was passiert wenn ich eine Weile keine Krankenversicherung bezahle

Die Kasse wird irgendwann einen Beitragsbescheid versenden und die Beiträge festsetzen. Dieser wird nach 30 Tagen ohne Zahlung oder Widerspruch (mit Begründung) bestandskräftig. Bestandskräftige Bescheide können durch den Gerichtsvollzieher oder das Hauptzollamt zwangsvollstreckt werden.

Einen Antrag auf SGB II Leistungen zu stellen, würde dir das ersparen. Hartz IV würde Pflichtversicherung auslösen, wenn du nicht vor Bezug privat krankenversichert warst. Pflichtversicherung ist vorrangig.

Wenn Du nach Deinem jetzigen Job kein ALG II beantragen willst, musst Du die Versicherungsbeiträge selbst bezahlen. Wie, sagt Dir die Krankenkasse.

In Deutschland gilt Versicherungspflicht. Wenn Du also nichts zahlt, häufst Du einen Haufen Schulden an.

Wenn du bereits einen eigenen Hausstand hast, wärst du auf jeden fall berechtigt AlG 2 zu beantragen (Grundsicherung) Das sind dann 399,00 und deine tatsächlichen Kosten der Unterkunft. Wenn du auch nur Anspruch auf aufstockende Hilfe hast, bist du auch krankenversichert.

Ich gehe mal davon aus, dass du mit 40 Stunden monatlich mehr als 450,00 € verdienst, Also bist du in dieser Zeit pflichtversichert, wenn du in Deutschland beschäftigt wirst.

Bisher habe ich als Student gearbeitet und die nächsten 6 Monate würde ich weiter in einem Job mit 40 Std im Monat beschäftigt und meinen Krankenversicherungsanteil auch bezahlt.

Gegenfrage:  soll dies nun bedeuten, dass Du nicht mehr immatrikuliert bist aber weitere 6 Monate deinen bisherigen Job weiterführst ?

Sollte dies so sein, musst Du dies deiner Krankenkasse melden und die wird dir dann vermutlich deinen KV-Beitrag entsprechend anpassen.

Ich möchte wissen was ab der Zeit passiert wenn ich nicht mehr beschäftigt bin - werde ich von der Krankenkasse aufgefordert die monatlichen Beiträge zu bezahlen?

Was willst Du denn dann tun ?

Auch solche Änderungen musst Du deiner Krankenkasse mitteilen.

Bitte beachte auch, dass wir eine Krankenversicherungspflicht haben.

Dies bedeutet dann für dich, wenn Du nicht arbeitest und keine eigenen Einkünfte hast - musst Du den Mindestbeitrag zur Krankenkasse selbst zahlen. Also solltest Du dich auf jeden Fall mit dem Gedanken an Hartz IV vertraut machen.

Ich gehe davon aus, dass Du das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet hast, denn sonst könntest Du dich noch über die Familienversicherung der Eltern mitversichern solange Du nicht erwerstätig bist.

Gruß A.

 

 

 

 

Vielen Dank für deine Antwort! Solange ich Student war habe ich mich in einem anderen EU-Land versichert. Dadurch musste ich in DE keine zusätzliche KV bezahlen. Mein bisheriger Arbeitgeber gibt die Absolventen die Möglichkeit bis zu 6 Monaten weiterbeschäftigt zu bleiben, während wir uns für andere Jobs bewerben. Dann hat mich mein Arbeitgeber auch bei der deutschen Krankenkasse angemeldet. So naiv wie ich bin, habe ich mir vorgestellt, dass ich mit meiner exzellente Qualifikation als Ingenieur innerhalb von einem halben Jahr auch einen Job bekommen würde. Naja, die Suche geht weiter, Aussichten sind mittelmäßig gut. Ich bin 27 Jahre alt und bekomme von meinen Eltern keine finanzielle Unterstützung, da ich bisher immer ganz gut alleine zurecht gekommen bin.

@kalmacin2

Mein bisheriger Arbeitgeber gibt die Absolventen die Möglichkeit bis zu 6 Monaten weiterbeschäftigt zu bleiben, während wir uns für andere Jobs bewerben. Dann hat mich mein Arbeitgeber auch bei der deutschen Krankenkasse angemeldet.

Verstehe ich jetzt nicht. Der Arbeitnehmer wählt die Krankenkasse aus und nicht der Arbeitgeber. Außerdem kann ein Arbeitgeber aus dem Ausland einen AN nicht bei einer deutschen Krankenkasse anmelden.

In deinen Texten geht einiges drunter und drüber.

Wenn Du weitere Informationen wünscht, solltest Du die kompletten Texte überdenken und so schreiben, dass man sie auch verstehen kann.

Gruß A.

Hallo,

und die nächsten 6 Monate würde ich weiter in einem Job mit 40 Std im Monat beschäftigt

Das ist der Konjunktiv und kann daher nicht die Vergangenheit betreffen.

Wann enden diese 6 Monate?

Besteht in dieser Zeit eine Mitgliedschaft bei einer dt. gesetzlichen Krankenkasse?

Alter?

Ledig oder verheiratet?

Alleinlebend oder bei den Eltern oder bei Partnerin?

Gruß

RHW

 

Sorry, die Frage habe ich mit meinem Handy geschrieben und "wurde" wird oft automatisch als "würde" korrigiert. Ich konnte die Frage nachträglich nicht korrigieren. Zu den Fragen: Ich bin ledig, 27 Jahre alt und wohne mit meiner Freundin. Wir waren diese Woche beim Job Center um uns über ALG II zu informieren. Wir kamen zum Schluss, dass ich lieber auf diese Leistung verzichten werden... Die eigentliche Frage war, wie ich jetzt mit der Bezahlung der Beiträge vorgehe. Wie soll ich wissen wieviel und wo ich das Geld überweisen soll? Und wenn ich mal irgendwann keine 160 € für Krankenversicherung ausgeben kann, was dann passiert wenn ich das Geld erst ein oder zwei Monate später überweise... Fliege ich dann dann aus der Krankenkasse raus, bin ich weiterhin versichert... Das sollte nicht zu eine Hartz IV Beratung werden.

@kalmacin2

Die bisherige dt. Krankenkasse kontaktieren. Wenn die eigenen monatlichen Bruttoeinnahmen 945 Euro nicht übersteigen, gilt der Mindestbeitrag von ca. 165 Euro monatlich.

Der Beitrag ist bis zum 15. des Folgemonats zu zahlen. Wenn man 2 Monate den Beitrag nicht gezahlt hat, besteht nur noch bei Notfall- und Schmerzbehandlung ein Leistungsanspruch. Der Beitrag ist aber trotzdem in voller Höhe zu zahlen.

Was kann man tun?

- heiraten

- Stundung bei der Krankenkasse beantragen (wenn Veränderung konkret in Aussicht, z.B. bis zu ersten Gehaltszahlung)

- Wohngeld beim Wohnungsamt der Stadt beantragen (abhängig von Einnahmehöhe der Freundin und Miethöhe) und davon die Beiträge zahlen

- 450-Euro-Job suchen und davon die Beiträge zahlen


 

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