Arbeitsbedingungen Ärzte

2 Antworten

Ja, es hat in den letzten Jahren eine erhebliche Arbeitsverdichtung stattgefunden. Hinzu kommt die ueberbordende Dokumentation und eben unzählige Nacht und Wochenenddienste. In Schweden ist das anders organisiert, die Ärzte arbeiten weniger, dafür müssen die Patientin länger warten.

Die Arbeitsbedingungen sind in D teils sehr unterschiedlich, manche schuften wirklich 60 und mehr Stunden pro Woche (auf dem "Papier" natürlich weniger), aber es gibt auch viele Arbeitsgebiete und Stellen, in denen eher eine geregelte Arbeitszeit möglich ist. Es gibt halt viele sehr unterschiedliche Fachgebiete und Beschäftigungen.

In vielen Fällen allerdings ist die Arbeitsbelastung sehr hoch und der Ärztemangel macht sich auch zunehmend bemerkbar, wenn für ausscheidende Kollegen keine Nachfolger gefunden werden, aber die Patienten halt versorgt werden müssen.

An anderen Stellen, z.b. Arbeitsmedizin oder anderen med. Randfächern sowie bei Tätigkeiten ausserhalb der kurativen Medizin kann es auch ruhiger zugehen.

Bessere Arbeitsbedingungen gibt es in aller Regel in Skandinavien, dabei ist aber auch das teils sehr unterschiedliche Gesundheitssystem zu beachten. Wenn du z.B. von einer eigenen Praxis träumst, ist Skandinavien nur bedingt geeignet.

Danke:) Wissen Sie wie es mit Großbritannien aussieht? Oder anderen Ländern abgesehen von Skandinavien?

@Carla0011

Niederlande soll nach Berichten einiger Kollegen auch noch ganz "angenehm" zu arbeiten sein, GB eher noch mehr Streß bei allerdings -teilweise- sehr guter Bezahlung. Auch dort gibt es einen Ärztemangel - daher auch viele Ärzte aus D.

Schweiz hat wohl auch ein angenehmeres Arbeitsumfeld, allerdings gibt es durchaus recht verbreitet Antipathie bzw. ein gewisses Ressentiment ggü. deutschen Ärzten (es gibt prozentual ziemlich viele Ärzte aus D in der Schweiz), muss man nicht mögen...

Danke:)

Würden Sie nocheinmal Medizin studieren? Oder würden Sie zb dierekt zum studieren und arbeiten ins Ausland gehen? Wenn ja, welches? Welche Fachrichtungen außer Arbeitsmedzin hat noch geregelte Arbeitszeiten? Was würden Sie an meiner Stelle machen: ich möchte unbedingt Ärztin werden, aber auf keinen Fall 50 oder mehr Stunden in der Woche arbeiten (wg Familie) Dankeschön

@Carla0011
Was würden Sie an meiner Stelle machen: ich möchte unbedingt Ärztin werden, aber auf keinen Fall 50 oder mehr Stunden in der Woche arbeiten

Ich würde zunächst versuchen, mehr über das Arbeiten in der Medizin zu erfahren (Ich habe nach dem Abi erst mal ein paar Monate im Khs. gearbeitet).

Dann, falls daran immer noch - oder mehr- Wunsch danach besteht, halt Medizin studieren (das würde ich in D empfehlen). Während des Studiums lernt man dann seeeehr viele Fachgebiete kennen, von denen die Meisten zuvor noch nie gehört haben....

Dann interessierendes Fachgebiet aussuchen, ggf. in Teilzeit arbeiten.

Ich würde wohl wieder Med. studieren, aber sicherlich würde ich -mit dem heutigen Wissen und Erfahrungen - einiges anders machen ;) -wenn ich könnte (würde z.b. versuchen, ein Stipendium o.ä. zu bekommen, um nicht während des Studiums arbeiten zu müssen).

Betr. Ausland:

Es zählt ja nicht nur die Arbeitswelt dort, sondern man will/muss ja dort auch Leben können / wollen. - Skandinavien war nett, ist heute aber auch schon wieder gaaanz anders.

Viele dank für die Antwort:) wieso finden sie das Medizinstudium in Deutschland am besten?

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