Aquarium veralgt ständig?

3 Antworten

Es gibt kein Wundermittel gegen Algen. Man muss ein biologisch stabiles Aquarium hinbekommen, alles andere nutzt auf Dauer nix.

Tiere gegen Algen sind nur dann hilfreich, wenn sie keine Futteralternative haben. Algen schmecken nicht, deswegen werden Alternativen immer zuerst gefressen. Wenn man Lebendgebärende wie Guppys, Mollys oder Platys beim Futter betont knapp hält, fressen sie gierig Algen. Platys kauen sogar Bartalgen zusammen, wenn der Hunger groß genug ist. Das Futter kann man aber nur so weit verknappen, wenn alle Fische im Becken fähig sind, aufs Algenfressen umzusteigen. Auch viele Barbenarten können sich teilweise von Algen ernähren. Praktisch alle (kleineren) Salmler können es nicht, sie würden dann verhungern.

Von zentraler Bedeutung für ein biologisch stabiles, algenarmes Aquarium (= fast keine Algen sichtbar, völlig algenfrei ist ein Aquarium nie) sind viele schnellwachsende Pflanzen, die überschüssige Pflanzennährstoffe aus den Fischausscheidungen möglichst gut verbrauchen. Gleichzeitig muss man durch passend dosierte Düngung alle anderen Pflanzennährstoffe zusätzlich zuführen, die in den Fischausscheidungen nicht enthalten sind, denn sonst können die Pflanzen nicht überleben. Man muss gewissenhaft regelmäßig düngen, damit keine Versorgungslücken entstehen. Sobald einer der lebenswichtigen Pflanzennährstoffe komplett aufgebraucht ist, steht das Wachstum still. Bei längerem Fehlen beginnen die Pflanzen abzusterben.

Da die Pflanzen in einem stark besetzten Aquarium nicht alle überschüssigen Nährstoffe verbrauchen können (es sind einfach zu viele), muss man regelmäßig Wasser wechseln. Bei Algenproblemen am besten wöchentlich 50% der tatsächlichen Füllmenge. Beim Wasserwechsel werden nicuht nur überschüssige Nährstoffe entfernt, sondern auch im Wasser schwimmende Algensporen.

Um die Wasserbelastung gering zu halten, muss man gewissenhaft darauf achten, nicht zu überfüttern.

Die Beleuchtung muss zu den Pflanzen passen. Vor allem darf sie nicht zu schwach sein. Extrem stark ist aber auch nicht gut, weil es den Stoffwechsel der Pflanzen zu stark antreibt und dann sehr schnell einzelne Nährstoffe aufgebraucht sind und es schwer wird, noch bedarfsgerecht zu düngen. Was das Lichtspektrum betrifft, sind die meisten Pflanzen relativ anpassungsfähig, alle Lichtfarben, die die Farben von Fischen und Pflanzen natürlich erscheinen lassen, sind geeignet. Ob eher in Richtung Warmweiß oder eher in Richtung Kaltweiß ist nur ne Glaubensfrage, die Pflanzen wachsen nachweislich bei beiden Lichtfarben. Neonröhren der Bauform T8 müssen nach spätestens 1 1/2 Jahren ausgetauscht werden, besser schon nach einem Jahr, weil sie verschleißen und nicht mehr optimal leuchten. Die moderneren, dünneren T5 Röhren halten länger, aber entgegen der Werbung sorgen auch sie nicht bis zum Ausfall für pfanzenfreundliches Licht. Nach ungefähr 2 Jahren sollte man deswegen auch T5 Röhren tauschen (Zettel mit Tauschdatum in den Unterschrank legen, kann sich sonst niemand merken). LED können bis zum Versagen verwendet werden.

Die Beleuchtung muss über eine Zeitschaltuhr oder elektronische Lichtsteuerung jeden Tag gleich lang an sein. Mindestens 8 (weniger schwächt die Pflanzen), höchstens 12 (mit mehr können die Pflanzen nix anfangen, aber die Algen können es noch nutzen) Stunden am Tag. 8 Stunden ist schon ziemlich knapp, gerade wenn die Beleuchtung dazu noch schwach ist. Bei Algenproblemen sollte man auf ungefähr 9 bis 9 1/2 Stunden gehen. Wenn das Aquarium in einem normalen Wohnraum steht (die Fische müssen sich noch orientieren können, in einem dunklen Keller kann man deswegen kleine Mittagspause machen), kann man die Beleuchtungszeit auch auf 2 Blöcke täglich aufteilen und dazwischen eine Mittagspause machen. Jeder Beleuchtungsblock muss mindestens 3 1/2 Stunden lang sein, beide Blöcke zusammengerechnet müssen mindestens 8 Stunden lang sein, die Mittagspause muss mindestens 3 Stunden lang sein. Die Mittagspause hat nur kleine Vorteile, die aber entscheidend sein können. Algen wird bei der Mittagspause ihre einfache Bauweise zum Verhängnis, sie können nicht so effektiv Photosynthese betreiben, wenn es nur wenige Stunden Licht gibt und dazwischen eine mehrstündige Pause ist. Höhere Pflanzen kommen damit gut zurecht, ihnen schadet die Mittagspause nicht. Wenn das Aquarium keine CO2 Düngung hat, wirkt sich die Mittagspause auch positiv auf den CO2 Spiegel aus. CO2 ist ein lebensnotwendiger Pflanzennährstoff, ohne CO2 Düngung ist er immer knapp. Weil Pflanzen bei Licht mit der Photosynthese CO2 verbrauchen, sinkt der CO2 Spiegel im Tagesverlauf und steigt nachts wieder an. Während der dunklen Mittagspause kann der CO2 Spiegel wieder ein bisschen ansteigen, wovon die Pflanzen nach der Mittagspause profitieren.

Neben den Wasserpflegemaßnahmen, die den Pflanzenwuchs (möglichst stark) fördern und den Algen (in der Praxis eher geringfügig) schaden, ist es auch sehr wichtig, die Algern regelmäßig mechanisch zu bekämpfen, abzupfen, stark veralgte Pflanzenteile entfernen, Scheiben reinigen usw.. Algen vermehren sich über Sporen, die sie ins Wasser abgeben. Wenn es viele Algen gibt, gibt es viele Sporen und somit viele neue Algen.

Ich werde wohl das Füttrn halbieren und die Lichteinstrahlung reduzieren, danke für die ausführliche Antwort.

Hallo,

Algen sind nicht gleich Algen - und entsprechend müssen sie jeweils anders behandelt werden, damit sie verschwinden, bzw. jeweils können die Ursachen völlig andere sein und diese muss man finden und abstellen ....

Meist helfen da weder Schnecken noch Welse.

Deine Beschreibung lässt mich dringend vermuten, dass es sich bei dir wahrscheinlich sogar gar nicht um Algen handelt, sondern eher um den Befall mit den gefürchteten Cyano-Bakterien - umgangssprachlich "Blaualgen" oder "Schmieralgen" genannt.

Ein meist dunkelgrüner Überzug auf Pflanzen, Dekoration, Bodengrund ..... den man gut absaugen kann, der aber sehr modrig riecht und immer sehr schnell wiederkommt und sich massiv ausbreitet - dabei alle Pflanzen erstickt???

Ansonsten solltest du mal Fotos deiner Algen einstellen oder sie genau beschreiben, dazu Größe deines AQ, den Besatz, die Wasserparameter etc. pp.

Nur dann ist es möglich, einer Ursache auf die Spur zu kommen und nur, wenn man diese behebt, verschwinden auch die Algen.

Gutes Gelingen

Daniela

Die Angaben zu deinem Aquarium sind so spärlich, dass man nicht einmal erahnen kann, weshalb bei dir so viele Algen wachsen. Aber Algen bedeuten meist einen Nährstoffüberschuss.

Entweder pflegst du zu viele Fische in deinem Aquarium. (Und ja, auch Algenfressende Putzfische machen Dreck und können ordentlichen zur Algenproduktion beitragen)

Oder du pflegst zu wenig Pflanzen, als Nährstoffkonkurrenten zu deinen Algen, im Aquarium.

Du fütterst vielleicht zu viel.

Oder du überdüngst deine Pflanzen.

Auch eine schlechte, nicht ausreichende Pflanzendüngung kann den Algenwachstum begünstigen.

Du verwendest vielleicht das falsche Aquarien-Licht...

oder dein Becken bekommt zuviel direkte Sonneneinstrahlung ab?

Wie du siehts, es gibt viele Ursachen, welche zu einem Algenwachstum führen können... aber ohne genaueren Angaben zum Becken, lässt sich das Problem nicht eingrenzen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Aquarium komplett reinigen mit Kieswaschen?

Hallöchen. Das hier ist meine erste frage, Ich und 2 Freundinnen sind das Aquarium Team bei uns in der Schule d. h. wir kümmern uns um die Fische und die Pflege des Aquariums. Nun ist es aber so das dass Aquarium schon mit 20 Jahre da steht und schon ziemlich in die Jahre gekommen ist. Überall veralgt und ein Paar schäden am Deckel. Auch der Kies ist so schmutzig trotz wöchentlichen saubermachens, also immer mal 1-2 Eimer. Wir haben jetzt neue Fische bekommen, nachdem im Sommer das Wasser gekippt ist und alle Fische gestorben sind :( Die lampe ist generell sehr warm und das Wasser heizt sich sehr schnell auf. Wollten aber noch nicht die Schulleitung fragen ob wir uns mal ein komplett neues Aquarium bekommen. Nundenn wir haben jetzt 10 Neons und ca 15 Mollys gekauft. Die sind ca 1 Monate bei uns. Vorher hatten wir nur Barsche und Welse, die welse haben das kippen des wassers überlebt und sind jetzt im Aquarium bei den anderen. Das sind ca. 5 Kleine welse und 1 Großer wels mit solchen Punkten, bestimmt 20 cm groß.

Jetzt haben wir mit der Schulleitung vereinbart, dass wir in den Ferien kommen und das Aquarium mal RICHTIG putzen wollen. Sie stellt uns ihr aquarium zur unterbringung der fische zur verfügung.

Nun aber zur eigentlichen Frage.

  1. Wie bekommen wir diesen großen wels aus dem Wasser wir ekeln uns alle schon ein bischen vor ihm.

  2. Wir wollen das Wasser komplett entfernen und den Kies waschen, da er so dreckig ist, trotz eines Speziellen Saugers. Wenn nicht sorger komplett neuen Kies einfüllen, oder Sand. Was ist besser ?

  3. Wie lange muss das wasser dann stehenbleiben bevor wir die fische wieder einfüllen können. Wegen den Bakterien ??

4.Können wir den Prozess des wartens mit Aquasave verkürzen? Das geben wir fast bei jedem Putzen etwas hinzu.

  1. Wie bekommen wir den Kies aus dem Aquarium und wie waschen wir ihn am Besten.

  2. Was ist sonst noch zu beachten?

Das Waren alle Fragen, vielen Dank für eure Antworten. Lg

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