Anhanden des Brillenpasses, richtige Kontaktlinsen ermitteln.

2 Antworten

Heididei.

Der Thread ist ja schon älter - aber falls das nun jemand sucht und findet:

Die unten angegebenen Formeln sehen ein bisschen aus, als sollten sie beweisen, dass das für einen Normalsterblichen zu komliziert ist. Was einerseits an der etwas unübersichtlichen Darstellung liegt (Variablen und Formel ohne Punkt und Komma auf derselben Zeile, Variablen definiert NACH der Formel, statt davor...), andererseits daran, dass die nötigen Werte - nämlich Hornhautradius und Hornhaut-Scheitel-Abstand nicht auf dem Brillenpass stehen. Hmpf.

Aber jedenfalls: In der angegebenen Formel ist wohl das Vorzeichen falsch: statt + müsste in der Klammer ein - stehen. Sonst bekommt man für Kurzsichtige Kontaktlinsen mit einer höheren Brechkraft=Dioptrienzahl als die Brille.

Ausserdem fehlt die Info, dass (wenn wir mal vereinfachend nur Zahlenwerte ohne Einheiten verrechnen wollen) für die "Brillenstärke" und "Kontaktlinsenstärke" die Zahlenwerte der gemessenen dpt anzugeben sind bzw. herauskommen (also z.B. -5.5), für "HSA" = Hornhaut-Scheitel-Abstand-der-Messbrille der Abstand in Metern (bei 15 mm wäre das also eine 0.015).

Eine Tabelle mit vorberechneten Ergebnissen für bestimmte Kombinationen von Brillenstärke und HSA findet sich auch hier:
http://www.optometrie.ch/luginbuehl/download/

Und dort sieht man auch den wahrscheinlichen Wertebereich für den HSA: von 0.008 m bis 0.022 m (also 8 mm bis 22 mm, Mittelwert 15 mm, falls man keine bessere Info hat). Wenn ich mal eine Sensitivitätsanalyse mache, und mit einer Brillenstärke von -6.25 dpt beginne, erhalte ich damit eine Spannweite für die Kontaktlinsenstärke von -5.49 dpt (falls der HSA = 8 mm gewesen wäre) bis -5.95 dpt (falls der HSA = 22 mm gewesen wäre), Mittelwert -5.75 dpt (falls der HSA = 15 mm gewesen wäre).

Wenn man nun bei unbekanntem HSA den Mittelwert einsetzt, erhält man also ein Ergebnis, das wahrscheinlich weniger als 0.25 dpt neben dem tatsächlich zutreffenden Ergebnis bei bekanntem HSA liegt.

Und natürlich ist es besser, wenn man das so berechnete Ergebnis nochmal (ob im Alltag oder mit Instrumenten) nachprüft - aber da sei auch angemerkt, dass sich die Form der Hornhaut und die Akkomodationsfähigkeit schon durch das Tragen der Linsen, durch Müdigkeit etc. ändern.

Insofern würd ich zusammenfassen, dass alles nicht so heiss gegessen wird, wie gekocht, und die Frage eines Kontaktlinsenträgers nach der Möglichkeit zur Abschätzung voraussichtlich brauchbarer Werte eher begrüssen, als ihn immer nur auf "die Experten" zu verweisen.

Der beste Schutz des Patienten vor Falschbehandlung ist ja nachgewiesenerweise, wenn er versteht, was warum wie gemacht werden soll - und mit aufpasst, dass es auch alles richtig läuft.

Raketentechnik steckt in den o.g. Formeln jedenfalls überhaupt keine drin.

Liebe Grüsse!

so funktioniert das sicherlich nicht - H14 hat mit der linsengröße absolut nicht zu tun- linsen müssen vom spezialisten angepasst werden - such dir doch einen vernünftigen anpasser in deinem ort - f,mann und apollonia gehören weder zu den besten noch zu den günstigsten

Ich kenne halt nur Fielmann und Apollo Optik, wenn jemand einen besseren Optiker kennt, dann nur her damit. Sollte in Kaiserslautern sein.

Volle Zustimmung zu dem was antigone001 hier schreibt. Anpassen lassen. Die Linsen müssen vernünftig sitzen, nur aus den Brillenwerten kann niemand sagen, was für Kontaktlinsenwerte du hast - und was sich für dich an Material und Pflegemittel empfiehlt.

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