Angst vor Therapie, was tun?

5 Antworten

Mach dir klar, dass die Therapeutin dir helfen kann und will. Es kann durchaus sein, dass dein mangelnder Therapieerfolg bisher daran gelegen hat, dass deine Krankheitseinsicht noch nicht stark genug war, und die Vorteile, die du aus dem Nichtessen gezogen hast, die der Gesundheit scheinbar überwogen haben.

Inzwischen weißt du, dass deine Krankheit tödlich sein kann, wenn du keine Hilfe annehmen kannst.

Dir muss nur eines wirklich bewusst sein - nämlich dass sie die "Ärztin" ist.

Sie hat nichts von Dir zu erwarten, sondern ausschliesslich Du von ihr.

Sie muss Leistung bringen, indem sie Dir hilft, doch Du musst keine Leistung bringen, denn Du weisst ja nicht, wo die Ursache Deiner Krankheit liegt.

Du gehst also einfach hin, setzt Dich nieder und antwortest auf ihre Fragen, so gut wie es Dir möglich ist. Bist Du unsicher, dann sagst Du, dass Du unsicher bist. Fällt es Dir schwer eine Frage zu beantworten, dann sagst Du auch genau das.

Was ich sagen möchte ist, dass nichts, absolut nichts von Dir erwartet oder gefordert wird, ausser dass Du mitspielst, indem Du versuchst so aufrichtig und ehrlich wie nur möglich zu antworten. Und wenn Du Blockaden spürst, dass Du das sofort sagst.

Alle Deine Empfindungen zugibst und sagst, was genau ihre Fragen, oder bestimmte Themen bei Dir auslösen.

Und wenn Du Dich überfordert fühlst und Panikattacken hochkriechen - dann sagst Du auch das. Ohne Scheu, einfach sagen: "bitte ich fühle mich total überfordert" oder "bitte, ich weiss nicht mehr weiter, ich habe nur noch Angst".

Wichtig ist, dass Du weisst, dass nicht DU sondern SIE weiss, wie die Sitzung läuft, und es Ihre Arbeit ist Dir zu helfen. Denn das ist Ihr Beruf und dafür bekommt sie bezahlt.

wenn Das hier eine ernste Frage ist hast du das wichtigste aus der Therapie schon hinter dir. Du hast verstanden das du krank bist.

Also sei unbesorgt. Das schlimmste hast du hinter dir und es wird einfach nur dafür gesorgt, dass es dir auf lange Sicht besser geht.

Gehe einfach hin und versuche keine Erwartungen zu haben. Mache dich locker.

Vielleicht hast du ja dieses Mal Glück und kommst an jemand der dir gut helfen kann, ich wünsche es dir.

Beschäftige dich selbst mit Psychologie! So kannst du dich fast immer selbst therapieren.

nönönönö

@AnanasBeere

die Beschäftigung mit Psychologie kann eine Therapie nicht ersetzen

mfG

@Schrumpfer

Das würde ich bei besonders schweren Problemen wie der multiplen Persönlichkeitstörung, der Schizophrenie, schweren Depressionen etc. nicht leugnen. Bei einer Magersucht würde ich aber stark behaupten, das sie selbst zu lösen ist.

@AnanasBeere

nein

da irrst du dich

gerade Essstörung sind sehr hartnäckig

@Schrumpfer

@Schrumpfer

Ich habe durchaus Erfahrungen mit dem Lösen von Suchtproblemen und kann daher sagen, dass es sehr wohl ohne Therapie möglich ist, problemlos aufzuhören. Man braucht "nur" die Richtige Gesamteinstellung dafür.

Das bedeutet:

Es muss das Selbstvertrauen da sein

Der Wille zum Aufhören muss da sein

Das Wissen scheitern zu können und dann wieder anzufangen und es schaffen zu können muss da sein

Eine Zukunftsplanung muss da sein. Inklusive Ehe und Kinderwunsch

Der Wille dem Nachwuchs das Beste bieten zu können muss da sein

Es muss Selbstreflektiert werden, täglich!

Es müssen alternative Beschäftigungen da sein

Klar, ist eine Therapie wohl etwas Gutes, wenn es um das Erreichen der Ziele geht. Eine unbedingte Notwendigkeit würde ich Ihr aber keines Weges immer zusprechen.

Die FS soll aber natürlich gern zur Therapie gehen, wenn sie das gern möchte. Es müssen ihr aber auch ganz klar Alternativen aufgezeigt werden.

Regards

@AnanasBeere

Ich hätte vielleicht auch noch dazuschreiben sollen, dass ich auch schon wegen Depressionen mit Suizidgedanken/versuchen und Selbstverletzendem verhalten in Therapie war🙈aber an sich ist es ja ne gute Idee dass man versucht sich selbst zu helfen, ich schaff es wohl nur alleine nicht

@AnanasBeere
 und kann daher sagen, dass es sehr wohl ohne Therapie möglich ist, problemlos aufzuhören.

schön, dass es bei DIR geklappt hat

für die meisten ist es aber alles andere als "problemlos"

@Floeckchen17

Hallo Floeckchen17. ❤

Ich möchte gleich sagen, das ich dir mit keinenm meiner Texte nur irgendwie als Person zu nahe treten wollte. Ich wusste auch nicht, dass du dich bereits wegen Deppressionen und Suizidgedanken hast in Therapie begeben. Das du damit umgehen kannst, zeigt meiner Meinung ja auch schon das du sehr stark bist. Du stellst dich den Problemen, was einfach nur super ist und ich glaube ganz fest daran, dass du deine Dinge komplett geregelt bekommst. 👍👍👍

Es ist ja des weiteren auch ein Zeichen der Stärke so etwas hier nieder schreiben zu können und somit zu sich selbst zu stehen. Wie gesagt: sollte es irgendwie ungerecht rübergekommen sein, dann entschuldige ich mich dafür. Ich habe mich auch sehr schlecht ausgedrückt, dazu stehe ich natürlich.

@AnanasBeere

Alles gut, ich finde nicht dass du dich schlecht ausgedrückt hast😊

@Floeckchen17

Danke sehr. Was hast du in nächster Zeit noch so vor?

Was möchtest Du wissen?