Angst vor Impotenz aufgrund von NL und Antidepressiva

2 Antworten

Leider scheinst du an PSSD zu leiden. Da bist du nicht der einzige. Es gibt mehrere Tausend Betroffene. 99% der Ärzte leugnen PSSD, das ist nichts Neues. Lass dich nicht von den Ärzten verunsichern, sie sind darüber nicht informiert, weil es selten vorkommt, obwohl das Problem in der Literatur auftaucht. Viele Betroffene macht es sehr wütend, dass Ärzte in dieser Hinsicht einfach nicht logisch denken können, z.B. haben Morgenerektionen nichts mit einer psychischen Belastung zu tun. Es ist sehr wichtig, dass du deine Erfahrung dem Bundesinstitut für Arzneimittel meldest.

Falls du das hier rechtzeitig liest, solltest du auch an dieser PSSD Studie teilnehmen http://pssddeutschland.iphpbb3.com/forum/22714279nx59902/oeffentlichkeitsarbeit-f4/teilnehmer-fuer-pssd-studie-gesucht-t71.html

Hello there,

nun prinzipiell ist das was du beschreibst leider keine Seltenheit. Da du Citalopram, was ein selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer (Abkürzung aus dem Englischen = SSRI) ist, eingenommen hast, ist es denkbar, dass du unter einer SSRI-bedingten sexuellen Dysfunktion leidest (http://de.wikipedia.org/wiki/Post_SSRI_Sexual_Dysfunction).

Diese Nebenwirkung, die von Medikamenten dieser Wirkstoffgruppe ausgelöst wird, sind meist nur vorrübergehender Natur, sie können aber auch einige Monate nach dem Absetzen bestehen bleiben. In sehr seltenen Fällen kann es aber auch permanent so bleiben. Das muss ich dir leider sagen.

Ich würde in deinem Fall schon mal vorschlagen, dieses Problem bei deinem behandelnden Psychiater anzusprechen.

Hoffe ich konnte dir helfen.

MfG

Alex

wie viele Monate könnte das ungefähr dauern ? kann man denn nicht anhand eines Hormonspiegels die sexuelle funktion testen ? in welchen fällen genau kann das für "immer" bleiben ? ich habe es im gegensatz zu anderen menschen ja nur 1 jahr genommen? mach mir bitte keine angst

@Tonyy93

Ps: ich habe die medis von 30 auf 0 sowie von 10 auf 0 abgesetzt und nicht schleichend. spielt das auch ne rolle ?

@Tonyy93

Naja nach Möglichkeit soll man Psychopharmaka schon eher ausschleichen. Das verringert in der Tat die Wahrscheinlichkeit von Spätfolgen . Abrupt absetzen ist nur dann sinnvoll, wenn die Medikamente akut nicht vertragen werden und eine lebensgefährdende gesundheitliche Situation erzeugen (das is bei Antidepressiva aber im Regelfall nicht der Fall)

Ich kann dir leider nicht sagen, ob und wie lange das bei dir bleibt /bleiben wird. Ich erklär es dir. Psychopharmaka haben eine Wirkung auf das Gehirn und das is immer ein zweischneidges Schwert. Das Gehirn und deren Botenstoffe steuern vielfältige Funktionen im Körper, daher haben Psychopharmaka auch immer mehr oder weniger Nebenwirkungen, aber bei jedem anders. Das is wie mit Rauchen. Manche kriegen von paar Zigaretten schon Lungenkrebs, manche rauchen jahrelang Kette ohne dass was passiert. Oder wie mit Drogen, manche kiffen sich die Birne voll ohne Spätfolgen, andere probieren einmal nen Joint und kriegen gleich ne Psychose. Jeder Stoffwechsel im Gehirn reagiert anders. Und so reagiert er auch anders auf Einfluss durch Psychoaktive Medikamente. Manche nehmen Sie und haben keine oder kaum Nebenwirkungen, andere reagieren empfindlich.

Wie gesagt, eine dauerhafte Schädigung der Sexualfunktionen ist sehr selten, aber nunmal möglich.

Wie gesagt rate ich dir, dich an deinen Psychiater zu wenden, bzw vielleicht erstmal abzuwarten.

MfG

Alex

@Alextoexplain

ich habe jetzt von absetzsympotomen/absetzsyndrom gelesen... kann ich auch sexuelle schädigungen davontragen, WEIL ich abprubt abgesetzt habe ?

@Tonyy93

Hello there,

ähm nein, was du meinst ist das SSRI-Absetzsyndrom, eine weitere mögliche Nebenwirkung beim abrupten Absetzen von Selektiven Serotoninaufnahmehemmern. Das hat aber mit sexuellen Störungen gar nichts zu tun. Die Symptome die man da hat, beziehen sich auf neurologisch-vegetative und psychische Faktoren.

Wenn du magst, kannst du dich hier informieren: http://www.adfd.org/wissen/SSRI-Absetzsyndrom#Klinisches_Bild.

Ein Tipp noch: Ich kenne die Lage nicht genau, weil in der Regel trägt die Krankenkasse keine Kosten für potenzsteigernde Mittel, weil das nicht als Krankheit zählt. Möglicherweise ist das aber bei dir anders, da du die Symptome ja durch ein anderes Medikament bekommen hast. Informiere dich daher auf jeden Fall bei deiner Krankenkasse, falls alle Stricke reißen. Vielleicht kannst du da ja bisschen was rausschlagen.

Hoff ich konnte dir helfen.

MfG

Alex

@Alextoexplain

Ich weiß nicht ob du mir geholfen hast.

Du hast mir unendliche Angst eingejagt durch das Erwähnen von dieser irreversiblen errektilen Sexual Dysfunction. Bin das ganze Wochenende nur im Bett,bin demotiviert,habe keine Lust mehr auf das Leben,weil ich jetzt davon ausgehe,dass ich für mein Leben lang impotent sein werde. Ich werde das als junger Mann auf keinen Fall akzeptieren. Nunja meine Schwellkörper füllen sich nicht mit Blut,sodass es nicht zu einem errigierten Zustand kommt,auch wenn ich versuche anzuspannen regt sich nichts da unten,aber ejakulation findet trotz nicht errigiertem zustand statt. er erregiert sich ein wenig,aber ich kann die erregung kaum aufrecht erhalten,ich dachte wirklich,dass sich das legt,nachdem ich das ganze antidepressiva-gift und NL ablege,nun vergeht ein Tag nach dem anderem und ich bin im ungewissen,mein arzt hatte auch geschlossen die letzten Tage,ich werde zu ihm hingehen,aber ich weiß sowieso,dass er mein Problem auf die Psyche" schieben wird,wie alle anderen auch. falsch,das ist ein hormonelles problem,der wirkstoff ist vielleicht einfach noch in meinem körper oder ?

@Tonyy93

Hello there,

mach dir mal nicht so viel Kopf. Nach zwei Wochen kann man noch keine Prognose treffen. Psychopharmaka haben ja immer ne längerfristige Wirkung. Es kann durchaus sein, dass es ne ganze Weile (bis zu 6 Monaten) dauert, bis deine Sexualität wieder vollständig hergestellt ist. Das mit dem permanenten habe ich dir halt dazu geschrieben, weil es in sehr seltenen Fällen wirklich vorkommen kann. Genau genommen ist aber auch das ganze Störungsbild ansich eigentlich selten. Das Problem was ich natürlich jetz sehe ist nicht, dass du jetzt Potenzprobleme hast, da gibts wirklich Schlimmeres, das Schwerwiegendere ist, dass diese Tatsache deiner (vermutlich eh schon angeschlagenen) Psyche nicht all zu gut tun wird. Es wird auch nix bringen, wenn du dich davon jetzt runterziehen lässt bis zum gehtnichtmehr. Sei zunächst mal froh, wenn deine Depression oder was du auch immer hattest, gut behandelt werden konnte. Alles Weitere ergibt sich dann.

Ein Rat: Sei dir bewusst, es kann sein, dass es zu längerfristigen Einschränkungen kommen kann. Freu dich dann dafür umso mehr, wenn die Symptome wieder besser werden.

MfG

Alex

@Alextoexplain

Hi Alex,ich war heute beim Psychater & beim Hausarzt. Ich werde nächste Woche zum Urologen gehen und das abchecken lassen. Der Hausarzt meinte,dass der wirkstoff schon längst weg sein müsste. der psychater ( ich wusste es ) behauptete nur,dass es reine kopfsache ist und dass es an meiner psyche liegt... es liegt verdammtnochmal nicht an meiner psyche. er meinte dass es kein organisches problem sei und dass es sich wieder legt,wenn ich abstand von dem problem halte...so ein schwachsinn...wenn der psychater nicht mehr hilft,wer dann ? ich versuchs wie bereits erwähnt beim urologen...hab sogar das gefühl,dass der penis im schlaffen zustand kleiner geworden ist ..

@Tonyy93

Hello there,

Ich habe leider auch die traurige Erfahrung gemacht, dass Haus-, bzw. Allgemeinärzte von Psychopharmaka 0 Ahnung haben und dass Psychiater eigentlich auch ihre Patienten unzureichend über die Nebenwirkungen von Psychopharmaka aufklären (was irgendwo auch richtig ist, weil würde man sich von jedem solchen Medikament den Beipackzettel durchlesen, gäbe es keines mehr davon, was man noch freiwillig nehmen würde).

Dass dein Penis geschrumpt sein soll? Dann sollteste mal deine Augen überprüfen lassen ;);)

MfG

Alex

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