Aneurysma Operation - Ja oder Nein?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich würde dir raten es operieren zu lassen, geh doch mal Pro´s und Contra´s der OP durch

Pro: - ein entferntes Aneurysma kann nicht mehr wachsen und dadurch evtl. inoperabel werden oder Druck auf wichtige Hirnbereiche ausüben - das Aneurysma kann nicht platzen und so eine Hirnblutung auslösen die mind. lebensgefährlich wäre

Contra: - allgemeines Anästhesierisiko (normalerweise sehr klein, dein individuelles Risiko wird im Aufklärungsgespräch bewertet) - bei einer OP am Gehirn gibt es immer die efahr wichtige Strukturen zu verletzen, das Risiko ist aber auch sehr klein - Gefahr einer nosokomialen Infektion

Es steht: 2 sehr große Risiken die durch die OP beseitigt werden würden, gegen drei sehr kleine die bei einer Hirn- OP immer vorhanden sind. Ich würde mich Pro- OP entscheiden, allein schon weil ich es schlimm finde mit einer "tickenden zeitbombe" im Kopf leben zu müssen.

Für alle die es interessiert, ich gehe Morgen ins Krankenhaus bekomme Donnerstag die Digitale Subtraktionsangiographie und werde Freitag operiert. Mir geht der A.. auf Grundeis. Einerseits erleichtert andererseits ANGST.

Wünsche allen eine schöne Vorweihnachtszeit.

Lieben Gruß Nicole

Ich denke, es gibt wirklich nur eine Entscheidung: OP! Wir haben vor kurzem unseren 26jährigen Saunaleiter verloren, er hatte ebenfalls ein Aneurysma im Gehirn,wußte es aber nicht.Er wurde morgens am Schreibtisch sitzend gefunden, Kopfhörer hatte er noch auf. Man vermutet, daß die Schallwellen sein Aneurysma zum Platzen gebracht haben. Aneurysmen sind unberechenbar und Du würdest also immer mit einer Gefahr im Nacken rumlaufen. Du solltest das früh - und somit -rechtzeitige Erkennen Deines Aneurysmas als Wink des Schicksals sehen und es entfernen lassen. Ich wünsche Dir alles nur erdenklich Gute!!!!

@ Nicollchen

Die Operationstechniken haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht - es grenzt heute schon fast an Wunder was alles machbar ist. Wenn Du Dich heute in ein Auto setzt ist das Risiko bedeutend höher. Außerdem bist Du wahrscheinlich noch jung - und das minimiert das Narkose,- sowie das Operationsrisiko noch weiter. Du kannst Dich nach einem solchen Eingriff viel schneller erholen, zumal es bei Dir auch kaum relevante Vorerkrankungen gibt.

Alles Gute für Dich.

LA

Liebe Nicollchen, leider wird dir niemand hier die Entscheidung abnehmen können. Ich hoffe sehr, daß du über die community hier jemanden findest, der dein Schicksal mit dir teilt, aber: selbst dann läuft es beim gegenseitigen Austausch nur auf die Informationssammlung hinaus, und um Informationen zu sammeln, ist eigentlich, in so schwierigen Fällen wie deinem, eher dein Arzt die richtige Adresse. Also, liebe Nicollchen: mein dringender Rat an dich: mach dir bitte noch einmal oder mehrfach Termine bei deinem Arzt und versuch alles an Informationen zu bekommen, was du glaubst gebrauchen zu können. Man kann auch einfach mal in der für dich vermutlich zuständigen Klinik höflich nachfragen, ab man mal die Station besichtigen kann, oder noch besser, ob die Schwestern wohl so nett wären mal sich unter den bereits operierten Patienten umzuhören, ob jemand mit dir über seine Erfahrungen aus erster Hand sprechen möchte. Selbst dann bekommst du nur eine persönlich erlebte Geschichte erzählt, die so gar nicht auf dich zutreffend werden muß. Ich selbst kenne eine Dame, die nicht wußte, daß sie ein Aneurysma im Kopf hatte, der es geplatzt ist und sie ist sofort daran verstorben. Die Töchter waren sehr geschockt, zumal sie die Diagnostik bereits angefangen hatte und dann aber aus Angst nicht weiter geforscht hat. Letzten Endes wäre also möglicherweise der Tod (zumindest gefühlt) von den Töchtern, vermeidbar gewesen! Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und wünsche Dir die Kraft, eine Entscheidung treffen zu können, deren Folgen du aufrechten Hauptes tragen wirst können!

Viele Dank für die super schnelle Antwort. Ich habe für Montag dann einen Termin zur sogenannten Gefaßsprechstunde eingeschoben bekommen, dort wird dann der Neuroradiologe, der Neurochirurg und zahlreiche andere Ärzte für mich zur Verfügung stehen.

Den Tip mit der Stationsbesichtigung find ich echt super, das werd ich machen :) Es ist einfach die Angst, die mich immer und immer wieder zweifeln lässt. Mein Bauch sagt, ja mach die OP doch mein Kopf bringt immer wieder Gegenargumente.. Ebenso ist es wenn ich sage - keine OP, dann kommen ebenso die Gegenargumente. Habe momentan das Gefühl, egal wie ich entscheide, es ist nicht richtig.... Trotzdem vielen vielen Dank :)

Lieben Gruß

Viele Dank für die super schnelle Antwort. Ich habe für Montag dann einen Termin zur sogenannten Gefaßsprechstunde eingeschoben bekommen, dort wird dann der Neuroradiologe, der Neurochirurg und zahlreiche andere Ärzte für mich zur Verfügung stehen.

Den Tip mit der Stationsbesichtigung find ich echt super, das werd ich machen :) Es ist einfach die Angst, die mich immer und immer wieder zweifeln lässt. Mein Bauch sagt, ja mach die OP doch mein Kopf bringt immer wieder Gegenargumente.. Ebenso ist es wenn ich sage - keine OP, dann kommen ebenso die Gegenargumente. Habe momentan das Gefühl, egal wie ich entscheide, es ist nicht richtig.... Trotzdem vielen vielen Dank :)

Lieben Gruß

Hallo Nicollchen,

eigentlich hast du das selbst beschrieben: Keine OP, aber die Gefahr, dass es irgendwann platzt. Noch ist es nicht allzu groß und die OP wird relativ harmlos sein.

Wenn es irgendwann platzt, kann das ganz anders aussehen. Du kannst Lähmungen davontragen oder sogar sterben. Meine Entscheidung wäre eindeutig.

PS: Es gibt eine Autobiographie eines Musikers, dem so etwas passiert ist. Er schreibt einige Seiten über seine Erkrankung und die Behandlung. Wenn es dich interessiert, kann ich dir den Link schicken.

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