alkoholabstinenz vorlage für mpu

3 Antworten

Ich beantworte Deine Frage mal so, wie ich sie verstehe. Für einen Abstinenznachweis zur MPU kannst Du Urin oder Haare nutzen. 6x Urinabgabe zu unbekannten Terminen oder 4x 3 cm Haare. Beides ergibt 1 Jahr Abstinenznachweis, muss aber von einem zertifizierten Labor gemacht werden.

Leberwerte können bei der MPU unterstützend wirken, wenn sie anfangs sehr hoch waren und Du das Sinken in regelmässigen Abständen dokumentieren lässt. Betonung: KÖNNEN, einen festgeschriebenen Einfluss haben sie nicht mehr, es sei denn es wird festgestellt, dass 2 Wochen vor der MPU Dein Gamma-GT-Wert bei 500 liegt :-)

Keine Ahnung, ob es das war, was Du wissen wolltest.

harobo

hGanz verstehe ich deine Ausdrucksweise nicht. Aber bevor du zu MPU zugelassen wirst, musst du erst über eine längere Zeit deine Leberwerte kontrollieren lassen. Macht der Hausarzt. Diese Kontrollen der Werte werden dann angefordert. Die Dauer der Kontrolle ist, laut einem Bekannten, etwa 1 Jahr. Eine reine Aussage das Abstinenz vorliegt genügt nicht. Haaranalysen kenne ich in solchen Fällen nicht. Solche Methoden werden nur bei Rauschgift durchgeführt. Du solltest dir aber vor Augen halten das korrekte Leberwerte nicht allein ausschlaggebend sind, ob du die MPU bestehst oder nicht. Sie sind Vorraussetzung, aber ein großer Wert wird auf das Gespräch mit dem Psychologen gelegt. Eine blöde Antwort und du kannst in einem halben Jahr wiederkommen. Dein Geld ist weg, etwa 300-400 Euro. Eine Untersuchung ergab, dass etwa 75% durchfallen, welche die MPU zum ersten Mal absolvieren. Es gibt Vorbereitungskurse zur MPU bei Fahrschulen. Es kommt auch darauf an wieviel Promille du hattest.

  1. wie lange du Befunde erheben lassen musst, ist abhängig a) von der Höhe der Delikt-BAK, b) ob du das erste oder bereits zum wiederholten Mal auffällig wurdest und c) ob du jetzt abstinent lebst oder kontrolliertes Trinken praktizierst. 1 Jahr ist gut, aber nicht zwingend vorgeschrieben (es sei denn bei Abstinenz).

  2. Leberwerte kannst du bei jedem Arzt machen- GGT, GOT, GPT. Du solltest aber unbedingt auch CDT und MCV mitbestimmen lassen, da diese Werte- im Gg.satz zu GGT, GOT, GPT- alkoholspezifisch sind. Je nach Arzt und Labor ca. 30 €. Diese Werte im Abstand von 6 Wochen machen lassen.

  3. Wenn du abstinent lebst, MUSST du ein ETG-Programm machen- das gilt seit 1.7.2009. Das geht über eine Haaranalyse (ca.200€, je nach Institution) oder Urinkontrollen, zu denen man dich unvorhergesehen einbestellt. Nachteil: UK´s dauern länger. Vorteil: das Ergebnis ist genauer. Pro UK ca. 80€. Wenn du also 1 Jahr Abstinenz nachweisen willst (und das ist i.d.R. das Minimum, was vom Gutachter gefordert wird!), werden etwa 6 UKs fällig. Die Haaranalyse wird nur für einen zeitraum von max. 3 Monaten abgenommen, d.h. du müsstest dann 3-4 machen.

  4. Am besten ist, man hat soviele Belege wie möglich (Leberwerte UND ETG). Alles andere wäre am falschen Ende gespart

das stimmt nicht ganz:-) er kann als missbraeuchler 1/2 jahr screnning machen, das heisst, in 6 monaten 4 urinproben. mache ich auch gerade.. die leberwerte werden ab juli nicht mehr anerkannt, wenn er vor april damit angefangen hat, schon noch, dann ist er ein sogen. altfall... vlg

@aena23

Deine Antwort kann ich so leider nicht stehen lassen. Du überträgst deinen Fall auf einen völlig Unbekannten- woher willst du wissen, ob er Mißbräuchler ist? Wenn er z.B. bereits dreimal mit einer sehr hohen Promillezahl aufgefallen wäre, wird er bei der MPU kaum mit einem halben Jahr Nachweisen durchkommen, denn aus seiner Lerngeschichte ist ablesbar, dass er Trinken und Fahren nicht Trennen kann. Vielleicht verzichtet er jetzt auch freiwillig und von sich aus auf Alkohol, auch wenn er nur einmalig aufgefallen ist- auch in diesem Fall würde ein halbes Jahr Nachweis nicht reichen. So pauschal lässt sich die Frage also gar nicht beantworten. Im Übrigen werden zusätzliche Leberwerte durchaus noch gewürdigt.. sicher nicht mehr ewig, aber im Sinne einer Übergangsregelung und abhängig, wann er die Aufforderung zur MPU gekriegt hat. Wenn dies deutlich vor dem 1.7. war (z.B. im Mai) und er jetzt mit Leberwerten bereits angefangen hätte, würden diese auch noch anerkannt werden, wenn er im September zur MPU geht- er kann ja nicht für eine Gesetzesänderung, die später in Kraft trat, bestraft werden. Unabhängig von den Leberwerten sollte er aber in jedem Falle noch ein ETG-Screening machen (Haare oder Urin- es geht beides!). Im Übrigen haben sich auch die Begutachtungslinien für Kraftfahreignung geändert und einiges mehr. Begutachtungsstellen dürfen jetzt z.B. keine Beratungen mehr anbieten, nur noch kostenlose Infoabende. Der Informationsbedarf des Einzelnen, der sich durch die veränderten Begutachtungsleitlinien drastisch erhöht hat, wird hierdurch jedoch nicht gedeckt. Ich würde daher empfehlen, ein paar Euro in ein fachlich fundiertes Beratungsgespräch bei einem gut geschulten Verkehrspsychologen zu investieren. Das ist sinnvoller und zweckgebundener, als sich bei GF Rat über Nachweise zu holen, die dann u.U. bei der MPu gar nicht ausreichen. Ergo: 430€ = futsch.

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