ALG II/KdU bei Klinikaufenthalt ü. 6 Monate?

4 Antworten

woher ist denn schon bekannt, dass es länger als 6 Monate sein wird? Das steht doch noch lange nicht fest.

Ansonsten muss du das mit dem JC besprechen.

Geplant sind 3 Monate. Aber wenn es länger geht - zum Beispiel wg. Verschlimmerung - dann kann ich keine neue Wohnung organisieren. Von der Klinik aus ohnehin nicht. Und im Hinterkopf ständig, dass es sein könnte, die Wohnung zu verlieren/obdachlos zu werden - das ist keine Basis für eine erfolgreiche Behandlung ...

@Regina3

Dann musst du das mit dem JC besprechen.

@Wicht123532

Oder besser zuerst mit dem Arzt/den Kliniksozialarbeitern?

@Regina3

Mit denen hast du doch schon gesprochen, sonst wüsstest du doch auch nicht, dass es 3 Monate dauern soll. Es ist auch sehr fraglich, ob die Maßnahme wirklich über 6 Monate genehmigt wird. Du bist dann eigentlich als "aus therapiert".

@Wicht123532

Hatte vor vielen Jahren auch schon: Angedacht Reha wenige Monate. Ging schief, Verlegung in eine Klinik, Gesamtdauer: Weit über 6 Monate. Kann ja (theoretisch) wieder so passieren ...

@Regina3

und wer hat da bezahlt?

@Wicht123532

Krankenkasse. Damals noch privat. Wer wäre deiner Meinung nach zuständig gewesen? Also für das Bezahlen?

@Regina3

Sprich mit den Sozialarbeitern in der Klinik, das kann oft sehr hilfreich sein. Alles Gute Dir!

@Unbewusst461

Sollte man mit denen nicht besser VOR Beginn der Behandlung sprechen? So dass aller Papierkram fertig ist, wenn die Behandlung starten soll?

@Regina3

Darauf werden sie sich nicht einlassen, denn dann müssten sie für alle Patienten schon im Vorfeld die ganzen Anträge stellen. Das wäre dann viel zu aufwändig, wenn es dann doch nicht zum Tragen kommt.

@Wicht123532

Aber einfach so starten ohne Sicherheit ist ja auch nichts - im schlimmsten Fall gehen die Dinge nicht durch und der Mensch sitzt auf der Straße. Und mit so einem Wissen im Hintergrund kann ja niemand ernsthaft an seiner Psyche arbeiten ...

@Wicht123532

Oder sind solche Anträge für die Klinik-Sozialarbeiter tägliches Geschäft?

@Regina3

Trotzdem kannst du nicht verlangen, dass da im Vorfeld schon so viel Arbeit erledigt wird, die dann doch nicht erforderlich ist.

Du kannst die Reha aber ja immer noch abbrechen, wenn du nach 6 Monaten keine weiteren Gelder bekommst. Das wird aber sicher auch nicht der Fall sein.

@Regina3

Sozialarbeiter füllen das schnell aus und wissen auch was zu tun ist.

@Wicht123532

Aber ohne diese Arbeit macht die Behandlung keinen Sinn - denn ich wäre während dem ganzen Aufenthalt sehr gestresst wegen der möglichen Folgen.

Und einfach abbrechen geht halt u.U. nicht - mal angenommen nach 5 Monaten kommt eine wesentliche Verschlechterung - dann kann ich nicht mal eben wieder in meine Wohnung und fröhlich den Alltag weiter machen, wie vor dem Krankenhaus ...

Diese Reha würde für mich die Chance auf wesentliche Verbesserungen bedeuten, kann aber auch so enden, dass ich zunächst mal nicht mehr alleine leben kann. Ergo in der Klinik bleiben muss, bis ein gewisses Maß an Besserung erreicht ist ...

@Regina3

Was passiert denn, wenn du die Reha nicht machst und es dir dann schlecht geht?

Die Sozialstation kümmert sich nicht schon 1/2 Jahr vorher über was wäre wenn ....

Außerdem musst du dann sicher auch einen Rentenantrag stellen und du bekommst Grundsicherung, wenn deine Rente zu gering ist.

@Wicht123532

Ohne Reha - da habe ich nicht viel Veränderung im Alltag. Das gibt mir Sicherheit. Da wird kaum was passieren ...

Die Sozialstation nicht. Aber ich. Und ohne ein Mindestgefühl an Sicherheit macht solch eine Reha eben auch keinen Sinn. Es heißt sogar von Seiten der Klinik, dass die finanziellen Dinge vorher geklärt sein müssen ...

Rente? Habe in meinem Leben quasi nur Honorarjobs bekommen. Es wurde also nichts eingezahlt. Bedeutet dann ohnehin Grundsicherung?

@Regina3

ja, da bedeutet es Grundsicherung.

Lass die Reha erstmal auf dich zukommen und du kannst dich ja sonst auch mal in der Sozialstation beraten lassen, wenn du denn da bist.

@Wicht123532

Und was, wenn ich da bin und es läuft dann nicht?

@Regina3

dann wird man dir dort helfen. Da kannst du ganz sicher sein. Aber alles was vielleicht in 6 Monaten der Fall sein soll, wird dir eine Klinik nicht organisieren. Was glaubst du, wie viel Rehas genehmigt werden und wenn da jeder schon Anträge für in einem halben Jahr haben will, dann braucht die Klinik sehr viel mehr Personal. Das kann nicht bezahlt werden.

@Wicht123532

"dann wird man dir dort helfen. Da kannst du ganz sicher sein."

Jein - habe eben schon die Erfahrungen gemacht: Gehe in die Reha mit Hoffnung auf ... Ergebnis nach einigen Monaten: Deutlich schlechter als zuvor.

Gut, sind jetzt nicht die Anträge ...

@Regina3

Das es dir schlechter geht als vorher, liegt aber nicht an den Anträgen.

@Wicht123532

Bisher ja. Aber seit ALG II ist es eben anders und ich bin unsicher. Wenn ich weiß, danach ist da wieder meine Bude und ich kann dahin zurück ... dann habe ich während der Behandlung eine ganz andere Sicherheit ...

Gehört beides zusammen ...

@Regina3

Dann sprich mit deinem Psychologen darüber.

@Wicht123532

Ist vorgesehen in wenigen Wochen ...

@Regina3

Ich denke nicht, dass Du vor Deinem Klinikaufenthalt mit diesen sprechen kannst. Aber erkundige Dich gegebenenfalls indem Du beispielsweise in der Klinik anrufst und so versuchst einen Kontakt herzustellen.

KdU?

Man sollte mit dem Jobcenter Rücksprache halten. Ich bekomm aktuell weiter HartzIV, weil die das weiterschicken von gewissen Daten nicht erledigt haben. Ich sollte eigentlich was anderes kriegen, weil ich bereits wesentlich länger als 6 Monate krank bin. Meine Wohmung muss ich selber zahlen, aber nicht vom Regelsatz.

"Ich sollte eigentlich was anderes kriegen," -> was denn?

"Meine Wohmung muss ich selber zahlen" -> wovon zahlst Du die denn? Brauchst Du Gespartes auf? Bekommst Du was vom Amt?

@Regina3

Also ich mein nach der Zeit vom HartzIV-Bezug. Also ist für dich noch unrelevant.

Ich bekomme noch von einer anderen Stelle Geld und liege deshalb etwas über dem Bedarf und muss selber die Wohnung zahlen.

@LittleCoon

Bekommst Du eine Rente?

@Regina3

Nein, ich hab noch nie gearbeitet.

Wie kommst du drauf, dass nur 6 Monate KDU gezahlt werden ?

Vom Regelsatz kann eine Verpflegungspauschale abgezogen werden, da man im Krankenhaus verpflegt wird.

Mit den nur 6 Mo. KdU? Habe es irgendwo gelesen - vermutlich hier bei gF ...

Meine, ich habe im Kopf, vom Regelsatz würfe nichts abgezogen werden ... also für Nahrung ...

@Regina3

Wie unten gesagt, du rutscht dann in die Sozialhilfe nach SGB 12 ab. Aber Kosten der Unterkunft werden natürlich weiter getragen.

Ich glaube , es gibt eine Frist, wo nichts abgezogen wird wegen Verpflegung. Dürfte so bei 2 bis 3 Monaten liegen. Kann es aber nicht genau sagen

Ich würde dies schnellstens mit dem Jobcenter klären.

Auch wenn Beginn der Behandlung noch nicht klar ist? Wg. Warteliste. Kann in wenigen Tagen ein Anruf kommen und es geht los. Kann aber auch noch 1-2 Jahre dauern ...

@Regina3

Was hindert dich trotzdem mit denen darüber zu sprechen und entsprechende Fragen zu stellen?

@Vierjahreszeit

Schlechte Erfahrungen mit Jobcentern in der Vergangenheit. Habe den Aufenthalt bereits in einem Brief angekündigt ...

@Regina3

Dann lasse Dich gegebenenfalls von anderen Vertrauenspersonen dabei begleiten.

@Unbewusst461

Ist wohl dringend nötig ...

@Regina3

Ja, denke auch es wäre besser. Diese kann Dich dann auch abfangen.

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