Ärzteliste Medizinisches Cannabis?!

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo brentano83,

auf dieser Seite http://www.cannabis-med.org/index.php?lng=de findest Du im Impressum die Adressdaten von Dr. Franjo Grotenhermen, der deutschlandweit zwar nicht der einzige Arzt mit Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit Cannabis ist, aber der (weitaus) kompetenteste. Dr. Grotenhermen praktiziert (trotz schwerer Erkrankung) in geringem Rahmen selbst und wird bei Anruf sicherlich auch wertvolle Auskünfte und Hinweise für das weitere Vorgehen bzgl. der Erkrankung Deines Vaters geben können.

Auf der genannten Webseite gelangst Du über (anklicken) "Medizin" zu (anklicken) "Dokumente" und dort als dritten aufrufbaren Eintrag zu (anklicken) "Anleitung zur Beantragung einer Ausnahmegenehmigung"

Ich hoffe Dir/Euch ist damit geholfen und es stellt sich baldmöglichst eine Besserung oder zumindest Linderung des Zustands Deines Vaters ein.

Thx for * (875)

Hallo Brentano,

das Prozedere für die Ausnahmegenehmigung ist nach wie vor sehr umständlich und meist auch recht langwierig. Davon können die 150 Leute, die es bekommen, ein Lied singen. Außerdem verlangt die Bundesopiumstelle, das zumindest schon einmal der versuch gemacht wurde Dronabinol (reines THC als Rezeptursubstanz) einzusetzen. Das ist in der Onkologie zwar nicht durchgängig etabliert aber wirklich gute Onkologen kennen sich damit in der Regel aus. Die Kassen übernehmen bei etwa einem Drittel der Patienten nach Einzelfallprüfung auch die Kosten, das hängt aber stark von der Kasse, dem Krankheitsverlauf und dem Engagement des Arztes ab. Am besten Du wendest Dich an den ACM oder Du versuchst es mal direkt bei den Herstellern von Dronabinol, das sind THC Pharm und Bionorica ethics. Prinzipiell sollte eigentlich jede onkologische Schwerpunktpraxis damit Erfahrung haben, die Verschreibung hängt vielleicht eher an der Angst vor der Kasse. Da ist zu überlegen, ob Deine Familie den ersten Monat vielleicht selbst finanziert (etwa 250 €) und danach schaut, ob bei einem Therapieerfolg die Kasse das erstattet und weiterzahlt. Das habe ich schon mehrfach gelesen, das das funktioniert hat auch wenn die Kassen ganz prinzipiell ganz viel zunächst abbügeln wollen. Wünsche Dir viel erfolg und gute Besserung für deinen Vater.

Leider gibt es keine Seite, wo Canabis-vergebene Arzte auf dieses separat aufgelustet sind. Genau aus dem Grund, den ich bei Dir vermute.

Das Manko ist, dass eine Canabis-Behandlung sehr hohe Ansprüche an Arzt und Patient erfordert. Sie wird nur bei Schmerzpatienten verwendet, bei denen due Schulmeditin versagt hat.

Und selbst wenn Du einen solchen Arzt findest, und dann auch noch es verschrieben bekommen solltest, wäre das Medikament von Dir zu zahlen, da die Krankenkasse Dir keines bezahlen darf.

Und wenn Du dafür auch eine Losung findest, wäre es nur in ganz wenigen Apotheken in Deutschland zu bestellen bzw. abzuholen.

Und die Erlaubnis haben nur etwa 50 Personen im ganzen Land. Teilweise fahren die Leute bis zu 150 km zur Apotheke.

Lohnt sich wirklich nur, wenn notwendig aus medizinischen Gründen.

Welchen Grund "vermutest" du den? Der Grund steht doch oben! Also ist es "nicht für mich", wie du ja scheinbar "vermutest", sondern für "meinen Vater!" Es geht auch nicht um einen Arzt der Cannabis vergibt (was er auch gar nicht darf), sondern um einen Arzt der sich mit der Behandlung von Cannabinoiden auskennt, bzw Erfahrung in diesem Gebiet hat. Und das es "nur" bei Schmerzpatienten verwendet, bzw verschrieben wird, stimmt so auch nicht. (Krebs, HIV, Toreut, Alzheimer - in DE) Das die Kasse es nicht Zahlt, weiß ich auch - steht auch oben! Dronabinol allerdings wird wohl in Ausnahmefällen von der Kasse bezahlt, zumindest habe ich von zwei fällen gelesen. Und das es nicht überall zu bekommen ist, ist doch wohl auch klar. Das es nur 50 Personen in DE bekommen stimmt auch nicht, den es sind 150 Personen bei denen die Medikamentöse Behandlung mit Cannabinoiden erlaubt wurde (Stand 2012).

Und eine eventuelle Notwendigkeit wäre gegeben, da bei meinem Vater keine dauerhafte Heilung in Aussicht ist. Der Tumor wird immer wieder kommen, das steht fest, daher ja die Bestrahlung (wo auch noch unklar ist, ob diese überhaupt anschlägt), da der derzeitige Tumor nicht Operativ behandelt werden kann! Soll heißen, er ist ein Palliativ Patient. Im Klartext, Todkrank! Der erste Tumor befand sich am Hirnstamm, der zweite bei der Sehrinde, und der jetzige befindet sich etwas oberhalb der Sehrinde, im inneren des Gehirns! Hast du meinen Beitrag überhaupt richtig gelesen? Irgendwie hab ich nicht so den Anschein.

@brentano83

Und wenn Du dafür auch eine Losung findest, wäre es nur in ganz wenigen Apotheken in Deutschland zu bestellen bzw. abzuholen.

Falsch. Jede Apotheke gibt Cannabis an Patienten aus, wenn die Apotheke zuvor im Antragsverfahren benannt worden ist und die Abgabe-Modalitäten zwischen Patient, Apotheker und BfArM abgeklärt sind.

Und die Erlaubnis haben nur etwa 50 Personen im ganzen Land.

Falsch. Die aktuelle Anzahl an Erlaubnisinhabern für Cannabis beträgt knapp 150, wovon die überwiegende Mehrheit der Patienten importierte Cannabisblüten der Fa. Bedrocan nutzt und ein geringer Teil Cannabis-Extrakt.

@aXXLJ

Vielen dank lobwer und aXXLJ! Das sind auf jeden Fall schon mal wirklich nützliche Informationen!

Ich hoffe einfach das meinem Vater damit geholfen werden kann, so das er die kommenden Jahre die ihm noch bleiben etwas besser bewältigen kann und ihm ein wenig mehr Lebensfreude bereiten.

Frag mal beim Bundesinstitut für Arzneimittel in Bonn nach.Die vergeben solche Ausnahmeregelungen für Schmerzpatienten.Können dir dann auch sagen,welche Dokumente du vom Arzt dafür brauchst.

Was möchtest Du wissen?