Adern in der Hand platzen

2 Antworten

Hallo,

hier von DocCheckLexikon :

1 Überblick

Bei der Kryoglobulinämie handelt es sich um einer Form der Gefäßentzündung, die durch Ablagerungen von Immunkomplexen in den kleinen Gefäßen entsteht. Kryoglobuline stellen Antikörper bzw. Immunglobuline dar, die bei Kälte ihre Lösungsfähigkeit vollständig verlieren. Nur ab einer höheren Temperatur können sie sich wieder im umgebenden Medium (Blut) auflösen. Man unterscheidet monoklonale Kyroglobuline und gemischte Kyroglobuline, wobei Letztere Immunkomplexe darstellen. Unter Kälteeinfluss entstehen diese Immunkompexe (z. T. bestehend aus IgM und IgG) und lagern sich in den kleinsten Gefäßen ab, was dann schlussendlich zu einer Gefäßenzündung (Vaskulitis) führt.

2 Die verschiedenen Kryoglobuline

Typ 1: monoklonales Immunglobulin G oder Immunglobulin M (monoklonale Kyroglobuline)

Typ 2: IgM, das eine Bindungsaffinität zum Fc-Stück des IgG besitzt (ähnlich wie Rheumafaktoren)

Typ 3: polyklonales Immunglobulin M, welches mit anderen Kyroglobulinen Komplexe bilden kann

3 Ursachen

Die Kyroglobulinämie entsteht in aller Regel als Folgeerkrankung von:

Hepatitis C (häufigste Vorerkrankung)
Sjörgen-Syndrom
Multiples Myelom
Sarkoidose
Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus
Borreliose (Auslöser: Borrelien)
Athritis (rheumatoide)
Lupus erythematodes
Zytomegalievirus
Infektion mit Toxoplasma gondii (Auslöser der Toxoplasmose)
Infektion mit Treponema pallidum (Erreger der Syphilis)
subakute bakterielle Endokarditis 

Bei all diesen Krankheitsbildern liegen deutlich mehr Immunglobuline vor, als im Normalzustand. Aus diesem Grund kann es dann zu den Ablagerungen in den kleinen Gefäßen kommen, aus denen das hier beschriebene Syndrom entsteht.

4 Symptome

Hautblutungen bes. an den Fingern (Schädigung der Akren) Akrozyanose (insbesondere nach Kältebelastung) Nekrosen im Bereich der Akren (durch schwere Entzündungsherde) Gelenkschmerzen Myalgien (Muskelschmerzen) Vergrößerungen von Milz (teilweise auch von der Leber) Schwellung der Lymphknoten Neuropathien Glomerulonephritis (Blut und Proteinreste im Urin) Organinfarkte durch Minderdurchblutung Thrombosen in den Netzhautgefäßen (mögliche Erblindung)

5 Diagnose

ausführliche Anamnese
Gefäßbiopsie
Nachweis einer Hepatitis-C-Infektion
Blutsenkungsgeschwindigkeit bei Körpertemperatur stark beschleunigt
Nachweis der Kyroglobuline mittels Gelelektrophorese
fälschlicherweise positive Syphilis-Serologie 

6 Therapie

Das ärztliche Vorgehen sollte sich zunächst auf die Bekämpfung der Grunderkrankung konzentrieren. Des Weiteren hilft der Einsatz von hochkonzentrierten Kortikosteroiden, sowie einigen Chemotherapeutika. Auch die Gabe von Interferonen kann die Kyroglobulinämie abmildern.

Auf jeden Fall einen Gefäßspezialisten konsultieren (ANGIOLOGEN)

Gruß, Emmy

Das sind Gefäßkrämpfe. Solange du nicht zusätzlich Kopfschmerzen hast, ist das harmlos. Das kannst du auch in de Füßen kriegen.

Ich habe oft Kopfschmerzen.. aber nicht gleichzeitig

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