Abweisendes Verhalten bei Schizophrenie?

4 Antworten

Hallo alicesinclair,

du schreibst:

Der Chef meiner Mutter ist schizophren.

Das ist für mich erst einmal eine sehr überraschende Feststellung. Eine psychiatrische Diagnose hat „normalerweise“ am Arbeitsplatz tabu zu sein.

Wenn der Chef deiner Mutter diese Diagnose von sich aus nicht geheim hält, dann finde ich das bewundernswert. Und ich wünsche ihm, dass er mit der Unterstützung und Sympathie der MitarbeiterInnen rechnen kann.

Es ergibt sich allerdings das Problem, dass Verhaltensänderungen des Chefs übereilt mit der Diagnose „Schizophrenie“ in Zusammenhang gebracht werden.

Ich glaube, dass du dies auch selber erkannt hast und deshalb – vorsorglich – hier deine Frage stellst.

Ich fände es sinnvoll, dass zunächst immer überlegt wird, welche Erklärung  sich angeboten hätte, wenn die Diagnose nicht bekannt wäre.

Das abweisende Verhalten hätte vermutlich niemand mit einer psychischen Erkrankung in Verbindung gebracht.

Ärger in der Familie, berufliche Probleme, zu wenig geschlafen….der Gründe gäbe es viele!

Sicher ist, dass von so einem „abweisenden Verhalten“ nicht auf Schizophrenie geschlossen werden kann.

Auch könnte „abweisendes Verhalten“ Begleiterscheinung von nahezu allen psychischen und auch somatischen Krankheiten sein.

Mit derartigen Zuordnungen kann man – glaube ich – nicht vorsichtig genug umgehen. Im schlimmsten Fall könnte sich sogar eine „Sich-Selbst-Erfüllenden-Prophezeiung“ entwickeln.  Sensible Menschen haben für argwöhnisches, lauerndes Benehmen ganz  besonders empfindliche Antennen.-

Deine Mutter findet sicher eine Gelegenheit, mit ihm in ein persönliches Gespräch zu kommen, bei dem sich vielleicht auch für das „abweisende Verhalten“  eine harmlose Erklärung ergibt.

Jemand der an Schizophrenie erkrankt ist, ist nicht in der Lage irgendeine Organisation oder Gruppe von Menschen zu leiten. Daher kann ich auch nicht glauben, dass der Chef deiner Mutter schizophren ist. Allenfalls hat er eine schizoide Persönlichkeitsstruktur, so wie das bei sehr vielen Menschen der Fall ist, und das würde zum übrigen Bild passen, das Du beschreibst (sensibel, traurig, manchmal abweisend).

Wenn der Chef beim Vorbeigehen lediglich nickt, anstatt was zu sagen, kann das genausogut heissen, dass er gerade intensiv über etwas nachdenkt und dabei nicht gestört werden will, um den Gedanken zu Ende denken zu können.

Im übrigen meine ich, man sollte die Menschen nicht gleich als psychisch krank bezeichnen, nur weil sie sich etwas anders verhalten.

 

"Etwas anders verhalten" - der Chef meiner Mutter ist de facto an paranoid halluzinatorischer Schizophrenie erkrankt. Er hört Stimmen und hat optische Halluzinationen; sehr offensichtlich auch Vergiftungswahn und die Vorstellung von Verschwörung und Verfolgung. Und ob du es glaubst oder nicht: Er leitet eine forensische Klinik.

@alicesinclair

Nun bin ich geradezu begeistert!

Kein Studium der Psychiatrie kann die empathischen Fähigkeiten vermitteln, über die ein  "psychatrieerfahrener" Mediziner verfügt!

Ich hoffe, das sein Beispiel Schule macht und wünsche ihm die allerbesten MitarbeiterInnen!


@alicesinclair

Fakt ist, der Chef Deiner Mutter ist durchaus in der Lage, die Stimmen, die er hört von der Realität zu unterscheiden. Ausserdem sind die Stimmen, die er hört, offensichtlich nicht destruktiv. Mit anderen Worten, er ist medial begabt, hört und sieht Geistwesen, Schutzengel und vielleicht die verstorbenen Verwandten seiner Patienten, sodass er seinen Patienten ganz hervorragend helfen kann.

Leider werden Menschen, die medial begabt sind oft als schizophren diagnostiziert und dadurch erst krank gemacht!

Der wesentliche Unterschied ist:

Wer schizophren ist, hört Stimmen, die meistens destruktiv sind und dazu auffordern, sich selbst oder anderen zu schaden, was dann dazu führt, dass derjenige nicht mehr in der Lage ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Wer medial begabt ist, hört zwar manchmal auch Stimmen und hat optische Wahrnehmungen, die aber meistens positiv, aufbauend, hilfreich sind und ins tägliche Leben integriert werden können.

hey (:

bei schizophrenen Menschen ist das normal, sie sind (ab und zu) gedanklich abwesend, sie haben solche Symptome... Um mehr darüber sagen zu können, müssten ich mehr Details kennen(:

hat denke ich mal nichts mit Misstrauen oder soetwas zu tun.

 

liebe Grüße (:

Quatsch
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Schwachsinn

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Hallo Leute ... Ich hab ein Problem ... Und zwar hab ich Angst schizophren zu sein .... Aber zuerst meine Geschichte : ich hatte eine angststörung vor 2 Jahren ... Das wir mit dem psychotherapheut in griff bekommen haben .... Bis dahin alles gut ... Doch vor 4-5 Wochen haben wir beschlossen Cannabis zu konsumieren .... (ich Fass das nie wieder an!!!!!!) so dann haben wir das gemacht nicht wenig .... So dann fing bei mir alles an ... Herzrasen .. Ich bin aufgestanden und hab gesagt wo bin ich was mach ich und wie werd ich wieder normal .... hatte also Angst ... Dieses Gefühl hat mir Angst gemacht ....ich hatte Angst zu Sterben... Dann war halt alles wieder normal am Abend ging ich gut schlafen und soo doch am Sonntag hatte ich wieder das Gefühl das ging den ganzen Tag ..... Am sonntag zwar nicht mehr so stark aber es war da ..... Am Montag war alles besser doch da fing das mit dem Schlafstörungen an ..... 1 Nacht konnte ich garnicht schlafen ... Das ging dann aber gut und alles war wieder normal .... Dann am(eine Woche nach dem Konsum ) Sonntag  kam ich heim ... Hab mit meiner Mutter ganz normal geredet .... Sie hat was gesagt ..... Aber sie hat gesagt sie hat's nicht gesagt .... Oder ich hab's falsch verstanden ... Aufjedenfall bin ich aufgestanden und hab halt mir ihr diskutiert dann kam mir wieder das beschissene Gefühl bekifft zu sein .... Dann hat ich halt die ganze Zeit Angst und hab in Internet geschaut und kam dann drauf das ich schizophren werde oder bin ....... Die Nacht auf Montag teilweise gut geschlafen ... Montag in der früh ging ich zum Hausarzt den ich alles gesagt hab auch mit Cannabis  der mich sehr beruhigt hatte und sagte das wird besser Das ist der Abbau und so ... Doch der schrieb meinen Psychotherapeut ne Mail und sagte wir sollen gleich zu ihm ... Dass er das auchmal durchcheckt ... Der safte mir dann das er ne warte zeit von 3 Monaten hat ... Doch hat einen Termin mit mir vereinbart ... Nach einer Woche ging ich hin und er meinte das es nichts schlimmes ist und das ich nicht schizophren bin ... Trotzdem wollte er da ich zu nem drogenpsychotherapeut geh um halt sicher zu gehn nach zwei Wochen war ich auch bei dem der hat mich halt Sachen gefragt und so und meinte ich habe keine psychose ....und das ist wieder die ansgstsörung ...und meinte das das wir das mit mein Therapeut in grif kriegen ...... So und jetz meine ich immer noch ich werde/ bin schizo obwohl sich alles gebessert hat .... Nur noch angstzustände ... Und Zwangsgedanken ... Und Versuch mich die ganze zeit mit der Schizophrenie zu kennzeichnen  ... Such also Symptome ... Letzens hab ich mit nem Freund geredet und er hat halt gesagt Pizzen und ich hab Pizzas verstanden und dachte mir ... Jetzt bin ichs ..... Den nächsten Termin hab ich in 2 Wochen da wir Ferien haben ..... Ich wollte es einfach nur mal loswerden ...  Und fragen was hab ich ich denke immer noch ich werde schizophren.... Und habe Angst davor ..... Ich bin neulich 14 geworden 

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