Abflussrohr in der Küche verstopft. Muss sich hier der Vermieter kümmern?

5 Antworten

Ich würde einen Klempner schicken, dabei aber sehr genau dokumentieren (lassen), wo die Verstopfung sitzt (Einflußbereich des Mieters?), und eventuell was zur Verstopfung geführt hat.

Für Schäden, für die die Mieter verantwortlich sind, sind sie auch haftbar.

Es ist sicherlich Sache der Mieterin, aber ich hätte als Vermieter ein großes Interesse daran, dass es nicht zu einem Überlauf wegen verstopfter Rohre kommt. Schließlich ist die Gefahr eines Schadens am Mietgegenstand nicht unerheblich.

Wenn die Verstopfung eindeutig durch die Mieterin erfolgt ist, dann ist sie dafür verantwortlich. Es ist ja kein Schaden den sie nicht beeinflusst hat, wie z.B. ein Rohrbruch wegen einer eingefrohrenen Leitung. Dann müsstest du bzw. deine Haftpflichtversicherung (die du als Vermieter hoffentlich hast) einspringen. Generell gilt: Übersteigt die Reperatur insgesammt jählich die 100.- Euro nicht, fällt es unter "Schönheitsreperaturen" und wird vom Mieter getragen z.B. undichte Dichtung der Toilette durch Verschleiß o. ä.

Ob die Verstopfung durch die Vermieterin erfolgt ist, wirst du erst im Nachhinein erkennen können. Bei uns im Haus z.B. sind die Rohre so veraltet und verkalkt, dass wir uns mit dem Sanitärfachmann schon duzen. Trotzdem mussten wir noch nicht eine Rechnung bezahlen, da es eben an den alten Leitungen liegt, die der Vermieter nicht restaurieren lässt.

@Wieselchen1

Da hast du natürlich recht. Wenn ich in eine Wohnung ziehe die z.B. schon 15 jahrelang bewohnt wurde und noch nie irgendetwas erneuert wurde, ist es natürlich nicht legitim, wenn der neue/letzte Mieter bei einer Beanstandung zur Rechenschaft gezogen werden soll. Dann muß es der Vermieter auf eigene Rechnung beseitigen.

Die Abflußrohre in der Wand gehören zur Mietsache, also ist die Beseitigung der Verstopfung erstmal Aufgabe des Vermieters. Ist die Verstopfung vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit des Mieters geschehen, können die Kosten für die Beseitigung der Verstopfung auf den Mieter umgelegt werden. Mein Vorschlag: Mit einer Spirale, zusammen mit dem Mieter, versuchen der Verstopfung Herr zu werden. Wird das Rohr wieder frei, den Mieter dezent darauf hinweisen, daß grobe Essensreste in den Bioabfall und nicht in den Abfluss gehören. Bleibt das Rohr weiterhin verstopft, muß wohl der Installateur ran. Dann hat sich das Rohr im Laufe der Jahre mit Dreck so zugesetzt, daß jetzt halt garnichts mehr geht. Auch hier kann der Klempner in etwa Dir erklären, welche Ursache die Verstopfung hatte. Ist es die Schuld des Mieters (unsachgemäße Handhabung) kann er für die Kosten der Rohrreinigung belangt werden. Ist es aber "normaler Verschleiß", musst Du wohl selbst die Kosten tragen.

Im Prinzip Sache des Verursachers. Aber wenn es wirklich hinter dem Knie des Abflusses ist, würde ich es trotzdem erst mal mit Pömpel oder Spirale selbst probieren. Mich stört und nervt sowas.

Wenn ein heftiger Eingriff droht, Mauer auf oder so, dann Vermieter

Was möchtest Du wissen?