Ab wann setzen die Absetzsymtome bei Quetiapin Retard ein?

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Die Frage wird sich inzwischen zwar schon erledigt haben, aber letztendlich hat die Apothekerin eigentlich recht. Der Wirkstoff ist der gleiche und auch die Dosierung ist identisch. Bei der Retardversion der Tabletten ist es lediglich so, dass der Wirkstoff langsamer an den Körper abgegeben wird und die Wirkung länger andauert.

Da Du die Tabletten schon über einen längeren Zeitraum einnimmst, wird sich in Deinem Körper schon ein guter Wirkstoffspiegel aufgebaut haben. Ganz so schnell baut sich dieser Spiegel nicht wieder ab und die Entzugssymptome zeigen sich normalerweise nicht schon binnen 1-2 Tage, obwohl es natürlich für den Körper nicht gut ist, überhaupt eine Pause einzulegen. Wenn es irgendwie geht, sollte man da eine Pause in der Einnahme der Medikamente vermeiden.

Ich hätte es fürs Wochenende wahrscheinlich so gemacht, dass ich die 100mg Tabletten halbiert hätte (oder sogar geviertelt hätte) und die Einnahme auf 2x täglich bzw. 4x täglich verteilt hätte. Dann hast Du eigentlich den gleichen Effekt wie bei der Einnahme einer Retardtablette.

Ich wünsche Dir alles Gute

 

Quetiapin / Seroquel ohne Neurologe erhöhen, bis zu welcher Dosis bei Halluzinationen, Verwirrtheit, und Wahnvorstellungen?

Hallo Leute,

es geht um das Medikament Seroquel. Meine Mutter (Ende 60, Multiple Sklerose weit fortgeschritten, und Stand 08/2014 beginnender Demenz), nimmt seit September 2014 nun 25mg Quetiapin.

Kurz die Geschichte dazu. Im Sommer 2014 begann es bei meiner Mutter mit Verwirrtheit. Sie rief meinen verstorbenen Vater, Nachts nach ihrem Bruder, welcher in einer anderen Stadt wohnt, und zu dem kein Kontakt mehr besteht... Sie dachte sie würde noch in ihrem Elternhaus leben, sah Dinge die nicht da sind und keinen Sinn ergeben, sprich starke Verwirrtheit. Im September 2014 bekam sie dann von einem Neurologen im KH (Konsilbesuch) Quetiapin 12,5mg verschrieben, und nach dem ersten Tag der Einnahme waren alle Verwirrtheitszustände verschwunden. Da die Tabletten blöd zu teilen sind, gab ich dann daheim 25mg. Das ganze ging zu 90% nun bis September 2015 gut (kleinere Zwischenfälle gab es alle paar Wochen/Monate hin und wieder), aber seit 3-4 Wochen jetzt leider wieder recht stark. All die starken Verwirrtheitszustände aus dem vergangenen Jahr treten nun wieder verstärkt ein.

Wirkt das Medikament nicht mehr? Ich bin schon hoch auf 50mg. Leider macht hier kein Neurologe Hausbesuche, und meine Mutter ist komplett bettlägerisch, in eine Praxis mit Rollstuhl wäre extrem aufwendig und belastend für sie.

Abends bekommt sie auch noch 60mg Dipaperon.

Wie hoch darf man denn gehen, ohne sich Gedanken um schwere NW zu machen?

Bevor sie Quetiapin vom Neurologen bekam, verschrieb ihr der Hausarzt Risperedon, das hat sie aber gar nicht vertragen. Sie war gar nicht mehr ansprechbar. Und die Verwirrtheit ging davon auch überhaupt nicht weg.

Die Demenz wurde übrigens von einem Neurologen diagnostiziert, BEVOR sie Quetiapin einnahm. Der wurde von Amtsgerich gestellt wegen Antrag auf Betreuerschaft. Alles etwas kompliziert, aber meine Kernfrage richtet sich nach der Dosierung von Seroquel bei den beschriebenen Symptomen.

Kann es sein, dass die 50mg mittlerweile einfach zu gering sind?

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