Zyste am Eierstock - OP nötig?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

So eine Ovarialzyste ist keine große Sache und so gut wie immer gutartig. So etwas bildet so ungefähr bei jeder geschlechtsreifen Frau im Laufe des Lebens, die meisten merken es nur nicht. Ich hatte auch mal eine, die dann operativ entfernt wurde. Hier findest du mehr Infos dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ovarialzyste

Wenn die Zyste direkt nach der Periode bei einer Untersuchung immer noch groß ist, dann wird man eine Entfernung in Erwägung ziehen. Normalerweise verändert eine zyste ihre Größe im Laufe des monatlichen Zyklus nämlich. Kurz vor der Periode ist sie am größten und könnte dann stören, weil sie viel Platz braucht.

4 cm ist aber winzig, und weil im Bereich der Eierstöcke Platz genug ist, "stört" sie da keine andren Organe. Übelkeit ist sicher am wenigsten zu erwarten, weil der Magen davon doch sehr weit weg ist. Ich hatte damals kurz vor der Periode manchmal den Eindruck, "das sitzt ein Pups verquer und kann nicht um die Ecke", aber auch nur, wenn ich mich richtig reckte, (im obersten Regal kramen oder Wäsche aufhängen)

Operativ entfernt werden solche Zysten minimal invasiv mit einem Laperoskopischen Eingriff. Dazu werden in der Bauchdecke 2 bis drei kleine Löcher gemacht, der Bauchraum mit CO2 aufgepustet, damit man da drinnen Platz hat.

Dann geht man mit winziger Kamera und Instrumenten in den Bauchraum, die Zyste wird "angestochen", das Gewebewasser abgesogen und die dünne Wand der Zyste dann entfernt. Das ist inzwischen ein Routineeingriff. Am besten und unkompliziertesten klappt das noch bei schlanken Frauen.

Danach wird das CO2 abgelassen, und die winzigen Öffnungen werden mit zwei-drei Stichen zugenäht. Es bleibt immer ein wenig CO2 im Bauchraum zurück, und man fühlt sich aufgebläht. Andere Beschwerden dürfte man aber nicht haben.

Nach der Narkose kann man meistens gleich wieder aufstehen, je nach dem eben, wie es einem dann geht. Das restliche CO2 verliert man in den nächstn Tagen dann wie ganz normale Blähungen auch. Danach bleibt man ein paar Tage zur Beobachtung in der Klinik.

Es geht darum sicherzustellen, das beim Eingriff keine anderen Organe beschädigt wurden und der Darm nicht evtl. seine Tätigkeit einstellt. Solche Komplikationen sind extrem selten, müssten aber sofort als Notfall behandelt werden. Deshalb bleibt man ungefähr bis zum Fäden ziehen.

Ich hatte nach der OP drei klleine "Knopflöcher", 2 links und rechts am oberen Rand der Bikinizone und eins in der Vertiefung des Bauchnabels. Schon nach einem halben Jahr waren davon aber nicht einmal mehr Spuren zu sehen.

Was möchtest Du wissen?