Zum Psychotherapeuten oder selbst versuchen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dieses Denken: "Ich muss auch alleine zurecht kommen", kenne ich auch. Könnte es sein, dass du das in ganz früherer Zeit mal lernen musstest? Ich meine, dass du schon als Kind erfahren musstest, mit deinen Nöten allein gelassen zu werden, dass dich keiner versteht und sich keiner wirklich um dich kümmert?
Vielleicht erinnerst du dich nicht mehr konkret daran. Aber wenn du so in dich hineinfühlst, kommt es dir dann bekannt vor? So als wenn dir das schon seit langem vertraut ist? Dann wäre das schon Grund genug, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, die dir zusteht. Vermutlich wird es dir nicht so leicht fallen, Hilfe anzunehmen, weil du ja mal lernen musstest, dich alleine "durchzuschlagen".
Beim Lesen deiner Fragebeschreibung habe ich Mitgefühl für dich, und glaube, da ist noch reichlich Entwicklungspotential für mehr (Selbst)liebe. Selbstliebe ist das Heilmittel bei geringem Selbstwertgefühl, Selbstverletzungen, Antriebslosigkeit, Ängste usw. Das kann man nicht alleine aus sich selbst heraus entwickeln. Man braucht dafür die Erfahrung liebevoller Zuwendung und Unterstützung durch Andere.
Ich hatte gerade heute eine Therapiestunde, in der mir meine Therapeutin sagte: "Wir Menschen sind manchmal angewiesen auf liebevolle Zuwendung von Anderen. Das wird bis zum Schluss auch immer so bleiben. Wir können uns nicht alles selbst geben."
Ich wünsche dir, dass du Menschen findest, bei denen du positive Erfahrungen machst und die dir gut tun.

Danke für die hilfreiche Antwort. Ich erkenne mich da tatsächlich ein Stück weit. Es waren immer Personen da, mir hat es materiell an nichts gefehlt aber ich hatte immer das Gefühl, es hört mir keiner ernsthaft zu. Früher stand ich mit Schulproblemen u.ä. am Ende alleine da.

Danke fürs Mut machen

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Hallöschen,

Also zuerst einmal, denke niemals das es Leute gibt denen es schlechter geht als dir! Das ist schon mal der erste wichtige Schritt um deinen Wert zu erkennen. Es gibt niemanden der irgendwie in einer Form wichtiger ist, als du. Du hast genau so Anspruch wie auch jeder Andere, auf eine Psychotherapie. Du bist genauso wertvoll wie alle Anderen Menschen!

Deine Beschwerden, die du nennst sind mir nicht unbekannt, mir ging es früher nicht Anders! Aber wusstest du das die Probleme oder Schwierigkeiten, Ängste und sonstiges, die Menschen haben, daher kommen das es Andere Menschen gibt? Wie alt bist du denn eigentlich? Ich kann dir wirklich was ans Herz legen, lese ein paar Bücher über Buddismus oder auch Die Phylosophie Adlers( Du musst nicht von alle gemocht werden - Ichiro Kishimi) Dieses Buch finde ich wirklich klasse. Es besteht aus einem Dialog zwischen einem „jungen Mann“ und einem Philosophen. Diese führen ein Gespräch, der Junge Mann ist verzweifelt und der Philosoph erklärt auf ziemlich einfach weise und einfache Sprach, wie einfach das Leben sein kann.

Aber natürlich soll das Die Therapie nicht ersetzen, nur soll es dir schonmal eine Hilfe bieten, dass du nicht das Gefühl hast, dass alles verloren sei. Ich denke du solltest auf jedenfall deine Selbstliebe stärken. Weisst du was du morgen früh tust, wenn du wach wirst? Du atmest einmal ganz tief ein und aus und das fragst du dich „ worauf habe ich heute Lust, was tut mir gerade gut“ Mach das mal ein paar mal, dass hilft mir auch immer. Genauso solltest du einfach nett mit dir sein, nur weil du vor etwas Angst hast heißt es nicht das du ein schlechter Mensch bist, du bist nur nicht geübt darin, kannst die Folgen vielleicht noch nicht ganz einschätzen. Und genauso frag dich vielleicht mal seit wann es dir so geht, hat sich was in deinem Leben verändert?fehlt dir etwas? Und genau darauf denkst du dann aber genauso, was kann ich jetzt tun um etwas zu ändern.

Ich wünsche dir ganz ganz viel Erfolg, du bist ein toller Mensch und ich hoffe das erkennst du irgendwann. Wenn du willst kannst du mir gerne schreiben, es ist tatsächlich eines meiner liebsten Dinge die ich tue: Andere Menschen weiter bringen und diesen zu helfen.

Wegen einem Therapeuten da kann ich dir sagen, dass hilft schon, aber vor allem muss es einfach von dir kommen, du musst die Einsicht haben du musst auch die Therapie anwenden können.

LG

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Für eine Diagnose müsstest Du zu einem Psychiater und für eine weiterführende Therapie müsstest Du zu einem psychologischen Psychotherapeuten. Bei Deiner beschriebenen Problematik finde ich, dass ein Psychotherapeut durchaus helfen könnte.

Definitiv. Ich würde allerdings erst mal zum Hausarzt gehen,mit dem über Deine Symptome und Ängste reden. Der wird Dir dann sagen,was für Deine Situation angezeigt wäre. Und denke bitte nicht,Du hättest keine Hilfe verdient. Das hat jeder. Und sicher gibt es immer Menschen,denen es schlechter geht. Aber eben auch besser. Leiden sollte niemand. Alles Gute.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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