Zuerst Behindertenausweis dann Erwerbsminderungsrente beantragen oder umgekehrt?

2 Antworten

Hallo! Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, du kannst das sogar gleichzeitig beantragen. Du kannst ja z.B. einen GdB von 100% haben aber trotzdem in deiner Erwerbsfähigkeit nicht eingeschränkt sein. Ich habe z.B. "nur" einen GdB von 30% aber eine 50%ige Erwerbsminderung. Also ich würde beide Anträge stellen, dann kann es schneller gehen. Außerdem - wenn die eine Stelle von der anderen Stelle etwas wissen will, dann nehmen die schon Kontakt miteinander auf. Du kannst ja im Antrag darauf hinweisen, dass du gleichzeitig bei der anderen Stelle ebenfalls einen Antrag gestellt hast. Alles Gute für dich!

Ergänzung: sieh mal hier auf dieser Seite: http://www.cecu.de/1317.html
Da findest du viele Infos zur Erwerbsminderungsrente. Bei der EM-Rente geht es in erster Linie um dein Arbeitsvermögen, also z.B. ob du nur noch weniger als 3 Std. arbeiten kannst, 3- unter 6 Std. oder mehr als 6 Std. Wenn du die EM-Rente beantragst, dann wird sich der Rentenversicherungsträger ein Bild von deiner gesundheitlichen Situation machen - unabhängig davon, ob du bereits einen GdB hast. Umgekehrt genauso: wenn du den GdB beantragst, dann wird das Versorgungsamt deinen gesundheitlichen Zustand prüfen, unabhängig davon, ob du eine EM-Rente bekommst oder nicht.

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Und noch ein Link zum GdB: http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Grad-der-Behinderung-164.html
Wichtig ist auch zu wissen, dass der GdB auch einschränkungen im alltäglichen Leben berücksichtigt und nicht nur die Auswirkung einer Krankheit auf die Erwerbstätigkeit. Den GdB beantragst du beim Versorgungsamt und die fordern dann in der Regel Befunde vom Hausarzt an um sich ein Bild über deinen Gesundheitszustand zu machen. Aber wie gesagt: alle Infos in obigem Link.

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