Zu viel Alkohol und er hört nicht auf?

7 Antworten

Stehe ihm als Freund bei. Aber ansonsten trenne dich von ihm. Er muss merken, dass er sich isoliert. Wenn er es nicht merkt, besteht keine Hoffnung. Nur wenn einer ganz unten ist und Hilfe annehmen muss, dem kannst du auch wirklich dauerhaft helfen. Es ist traurig, auch wenn man einen lebenden Freund verlieren muss. Aber anders kannst du ihm leider nicht helfen. Wenn dein Freund die Arbeit und alles verloren hat, dann helfe ihm sein neues Leben aufzubauen. Gebe aber nicht zu viel Hilfe. Er muss auch seine Arbeit merken. Dies ist die Einschätzung eines Arztes, Alkoholiker aus Trausnitz, der an unserer Schule einen Vortrag gehalten hat. Er hatte sich bei seinen Freunden bedankt, die ihn nur zum Schein im Stich gelassen hatte und später für ihn da waren.

Woher ich das weiß: Recherche

Es gibt für alkoholkranke Menschen den klassischen Werdegang:

  • Arbeit verlieren
  • Führerschein weg
  • Frau weg
  • Wohnung weg
  • auf Platte leben
  • Gesundheit im Eimer.

An einer dieser Stationen wird er sich entscheiden müssen, ob er zum Entzug geht, oder doch noch nicht. DU kannst da garnichts machen, diese Entscheidung liegt bei ihm und seiner Leidensfähigkeit. Spätestens in dem Moment in dem er behauptet, er könne jederzeit mit dem Saufen aufhören wenn er es nur wolle, solltest Du wissen, dass es genau nicht so ist. Die Sucht findet in einer Hirnregion statt, die Du mit rationalen Gründen nicht erreichst, da kannst Du reden was und wie Du willst.

Wenn er wirklich einsieht, dass er sich nicht mehr im Griff hat, wenn er merkt, dass um ihn herum alles den Bach runter geht, erst wenn er in einem nüchternen Moment dies begreift und wirklich aufhören will, erst dann macht es Sinn, ihn in einer Therapie unterzubringen. Vorher ist alles verschwendete Liebesmüh, - traurig aber wahr.

Ich weiß dies so genau, weil ich einen Bruder an den Alk verloren habe, er ist dann mit 48 Jahren daran verstorben und jetzt aktuell seit zwei Jahren einen Neffen, er lebt jetzt auf Platte.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Sei für deinen Neffen da, wenn er merkt, dass er sich ändern muss. Aber so lange er Geld hat, geht es ihm mit falschen Freunden zu gut. Aber wenn er merkt, falsche Freunde zu haben und will einen Wechsel, sei bitte für ihn da.

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Da Alkohol u.a. sehr stark Vitamin B und Magnesium ausschwemmt, kann eine Gabe davon helfen. (du findest ja viele "Alkohol"symptome in der Mangel-Liste dieser beiden.)

Entweder beim körperlichen Aufbau während des Entzuges - aber vielleicht hilft es auch zum Loskommen, das müßte man ausprobieren.

Ich habe jedenfalls beides meinen Kindern gegeben (mit Natron/Salz für Na und Apfelessig für K) im Anschluß´an "zuviel", um einen Kater zu vermeiden. DAS klappt zumindest.

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@Hooks

Wenn Eltern trinken, sollte man als Großeltern das Jugendamt informieren. Einen Kater zu vertuschen ist nicht die Lösung, höchstens zum Trinken. Ein Kind hat ein Recht darauf, dass die Eltern geistig Jederzeit in der Lage sind zu handeln. Ein Kind kann es nicht!

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@kllaura

Ja, schon klar. Es ging lediglich bei zwei Kindern um das Ausprobieren (oder das Gefühl: mir kann das ja nicht passieren) und auf meiner Seite dann um das Verhindern von Folgen.

Das betraf einmal ein "Anstoßen mit jedem Gesellen" bei der Weihnachtsfeier im Betrieb und einmal eine persönliche Weinprobe meiner Tochter nach dem Lernen, wie man ein Weißweinetikett liest. Dann kam das heulende Elend, das die kleine Schwester feixend gefilmt hat.

Irgendwie muß jeder mal sein privates Erlebnis mit Alkohol haben, scheint mir. Bei uns Eltern hält eine Flasche Bier über eine Woche im Kühlschrank, und die Weinflaschen werden sogar manchmal schlecht, bei den 1-2 cm Wein im Glas...

Bei uns trinkt sonst keiner, nicht mal bei Familientreffen haben wir Alkohol im Angebot. Wir feiern ohne.

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@Hooks

Dann ist ja gut. Es hat auch keiner was gegen eine Flasche Bier oder mal ein Schnäpschen. Auch wenn es die Zuckerreserven der Leber schon in geringsten Mengen Alkohol blockiert. Leider helfen alle Mittel nur das Problem zu verschlimmern, weil der Alkoholkranke das Gefühl bekommt, es geht im besser. Also kann er mehr saufen. Als Gelegeheitstrinker kann man das sich nicht vorstellen. Viele geben Probleme mit dem Partner an. Merken aber nicht, auf Grund vom hohen Alkohol, dass sie das Problem doppelt sehen. Und neben dem Glüch, den Partner zu verlieren, kommt dann der Verlust der Arbeit. Noch stimmen die Finanzen. Man kann sich die Freunde kaufen. Unechte Freunde. Nach einer Zeit ist auch das Geld weg. Man bezahlt ja 20-30 Säufer. Die jetzigen Freunde. Man ist in "bester" Gesellschaft. Das Geld ist weg und nach und nach auch die Freunde.. Wer es merkt, den kann man jetzt helfen. Und ein wahrer Freund ist besser als 20-30 gekaufte. Die wollen ja nur Geld zum Saufen.

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Was genau möchtest Du jetzt wissen ?

Deiner Beschreibung nach ist Dein Freund alkohol-süchtig.

Da hilft nur ein Entzug, entweder in eigener Regie ( was meist erfolglos ist ) oder von Fachleuten begleitet z.B. in einer Spezial-Klinik.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Und dazu muß leider erst der Leidensdruck genügend groß sein, damit er das anfängt.

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Was möchtest Du wissen?