Zeckenbiss: Borelliose und Antibiotika beim Kind?

3 Antworten

Hallo,

es gibt ja bereits gute Antworten, möchte nur noch hinzufügen:

Ich kann Tabletten auch sehr schwer schlucken. Deshalb zerkaue ich ein Stück Banane zu einem richtigen Mus, gebe die Tablette hinzu und schon flutscht die Tablette beim Schlucken unbemerkt hinunter.

Vielleicht probiert Dein Sohn dies auch einmal, dann braucht man sich auch keine Gedanken über Joghurt zu machen.

Alles Gute und dass sich eine Borelliose-Infektion nicht bestätigt.

Sallychris

ad. 1. Nach 5 Wochen sollten sich Antikörper der Klasse IgM nachweisen lassen. Ist das der Fall, so sollte er das Antibiotikum nehmen. 

Das Erythm ist allein von der Latenz zum Zeckenbiss sehr spät aufgetreten. Das ist für ein typisches Erythma migrans  eher untypisch. Sind keine Antikörper nachweisbar, so würde ich das in diesem Fall nicht weiter geben.

ad. 2. Die Chelatbildung mit Milch betrifft vorrangig die Tetrazykline und Verwandte. Die Penicilline sind davon nicht betroffen. Man soll es unmittelbar vor der Mahlzeit einnehmen. Mit Joghurt geht.

Ich kenne es nur, daß man Doxycyclin gibt bei Borreliose (angeblich das einzige Mittel, das dann hilft - aber vielleicht zu stark für Kinder); das gehört zu den Tetrazyklinen.

Ich habe es so verstanden, daß Milch nicht dabei genommen werden darf, weil es zuviel Calcium enthält und dadurch die Wirkung der Tetrazykline stört.

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@Hooks

Doxycyklin ist im Kindesaltern unter 8 Jahren kontraindiziert. Bei Kindern über 8 nur, wenn das Kind > 50 kg wiegt. Es ist nicht das einzige Präparat für die Frühform der Borreliose. Das mit der Milch und dem Calcium ist korrekt. Es bildet mit dem Calcium der Milch im Darm Komplexe (Chelate), die so groß sind, dass sie nicht mehr aufgenommen werden können. 

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Wegen der Blutuntersuchung solltest du noch mal deinen Haus- oder Kinderarzt fragen. Statt Joghurt geht auch Apfelmus, oder ein anderer Obstbrei ( Babykost). Oder hole dir in der Apotheke MEDCOAT SCHLUCKHILFE ( PZN-11167602). Habe ich für meinen Mann geholt (Schlaganfallpatient). Ist aber ziemlich sauer.

Starke Darmblutungen ohne Befund - Erfahrungen?

Hi Leute, eig. möchte ich nur herausfinden, ob es noch andere Menschen gibt, denen es so geht wie mir. Ich erzähle mal meine Geschichte:

Bin weiblich, 29 Jahre alt und habe leichten Bluthochdruck. Im Jan. 2017 wurde ich krank, grippaler Infekt mit Pharyngitis (Rachenentzündung). Bekam daraufhin Penicillin, das ich 3x tägl. eine Woche lang nehmen musste. Als es nicht besser wurde, bekam ich ein neues Antibiotikum, das ich dann nur noch 1x am Tag nehmen musste.

In dieser Woche bekam ich mittwochs auf einmal Durchfall, der hauptsächlich blutig war. Ich habe mich total erschrocken, die ganze Toilette war rot. Schmerzen hatte ich überhaupt nicht. Habe mir dann die Beipackzettel der Antibiotika durchgelesen und festgestellt, dass das eine Nebenwirkung sein kann (bei beiden). Habe aber vorsichtshalber noch beim Krankenhaus angerufen, die meinten, dass ich direkt vorbeikommen soll. Eine Ärztin hat mich dann "provisorisch" untersucht und gesagt, dass ich da bleiben und isoliert werden müsse, falls es sich um einen Keim handelt. Über Nacht haben sich die Durchfälle dann gebessert, kein Blut mehr und der Stuhl wurde wieder fester. So wurde ich dann am nächsten Tag ohne Befund wieder nach Hause geschickt, mit der Anmerkung, dass es eventuell am Antibiotikum lag. Scheinbar war alles wieder gut.

Die darauffolg. Tage verliefen ganz normal, mir ging es gut. Samstagabends waren wir dann bei Freunden und dort merkte ich, dass ich wohl Durchfall bekomme und ich fühlte mich auch nicht wirklich wohl. Mein Freund und ich sind dann direkt nach Hause und natürlich waren es wieder blutige Durchfälle, diesmal aber wesentlich mehr. Bin kurzzeitig sogar ohnmächtig geworden und hatte Schweiß auf der Stirn. Haben dann direkt Krankenwagen gerufen.

Im KH angekommen, wurde Blut abgenommen etc. und für montags eine Magen-Darm-Spiegelung angesetzt. Die Bluterei ging die Tage auch weiter und besonders morgens beim Duschen hatte ich Kreislaufprobleme. Bei der Spiegelung wurden nur unauffällige Divertikel festgestellt, habe dann eine Kapselendoskopie bekommen. Auch dort nichts Auffälliges. Dann Ultraschall und eine erneute Darmspiegelung, wieder ohne Befund. In der Zwischenzeit waren meine Blutungen vorbei und mir ging es ganz gut. Hatte natürlich eine Anämie aufgrund des Blutverlustes, der Wert war zum Schluss bei 7,2 (normal ist zw. 14/15).

Als die Ärzte dann nicht mehr weiter wussten, wurde ich nach 11 Tagen entlassen. Muss seitdem Eisentabletten und Kräuterblut nehmen, was gut funktioniert. Mein HB-Wert war nach einer Woche schon bei 9,1. Vermutungen  waren jetzt insgesamt: Divertikel, Nebenwirkungen Antibiotika, Endometriose. Sogar Leukämie war im Gespräch (mein HB-Wert schwankte ab und zu), was sich Gott sei Dank nicht bestätigt hat.

Fühle mich seit der ganzen Geschichte etwas unsicher und möchte nur wissen, ob jmd von euch das auch schon hatte. Denn ohne Befund entlassen zu werden nach so einem Verlauf ist doch sehr schwer zu hinzunehmen.

Danke schonmal für eure Antworten!

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