Zahnabzess aufgeschnitten - Arzt hat was eingelegt - was ist das?

1 Antwort

Eine Wurzelspitzenentzündung und in Folge davon eine Vereiterung entsteht, wenn über die kariöse Stelle im Zahn - den Nervkanal - die Nervenaustrittsöffnung an der Wurzelspitze - Bakterien bis in den Kieferknochen gelangen. Diese Bakterien sind Anaerobier, d. h. sie vermehren sich unter Luftabschluss. Es entsteht ein Abszess.

Der ZA hat den Abszess aufgeschnitten, damit der Eiter abfließen kann. Damit sind zwar die Schmerzen weg, aber die Ursache für die Vereiterung, der entzündete Zahn, ist noch da. Bevor dieser nicht gezogen wurde, kann die Entzündung nicht ausheilen.

Würde die Wunde jetzt wieder zu heilen, was in der Mundschleimhaut recht schnell geht, könnten sich die Bakterien unter Luftabschluß wieder vermehren und es würde sich wieder Eiter bilden. So lange aber der Zahn so stark entzündet ist wirkt keine Betäubungsspritze, und der Zahn kann nicht gezogen werden.

Um das Zuwachsen zu verhindern hat der ZA einen Gazestreifen in die Wunde gelegt. Der saugt sich mit Blut, Eiter und Speichel voll. Das ist normal. Dein ZA wird ihn am Montag entfernen. Weh tut das nicht, da die Gaze durch den Speichel nicht mit der Wunde verklebt, wie das mit einem Verband auf der Haut passieren kann. Du selbst solltest den Gazastreifen nucht entfernen, weil ja die Wunde offen bleiben soll. Sollte er zu sehr stören oder von alleine rausgehen, wende dich nochmal an den zahnärztlichen Bereitschaftsdienst. Das gilt auch, wenn die Svhmerzen wieder stärker werden.

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