WQie läuftz die Blinddarm op genau ab?

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Hallo zoccer260299,

  1. eine Appendizitis wird immer chirurgisch behandelt. Das heißt es erfolgt eine operative Therapie mit einer Appendektomie. Wahlweise kann sie laparoskopisch, aber auch konventionell - also offen - operiert werden. Sinn dabei ist eben die Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendix).

  2. Diese Operation wird generell unter Vollnarkose durchgeführt.

  3. Je nach Operationsverfahren. Meistens bewegt sich das aber in Richtung 4 Wochen. Bei der laparoskopischen Appendektomie kann sogar ab der 2. postoperativen Woche mit Fahrradfahren begonnen werden. Fußball, Leichtathletik, usw. ab der 4. postoperativen Woche.

Wie genau die Operation abläuft, kannst Du ja dem OP-Bericht einfach entnehmen. Ich habe Dir hier einen OP-Bericht einer konventionellen Appendektomie (also offenes Verfahren) eingefügt. Muss nicht so vorgegangen werden. Heute wird meistens das lap. Verfahren angewandt. Bei allen Schweregraden.

Operationsbericht

Bei dem Patienten bestand seit wenigen Tagen Unterbauchschmerzen, die sich in den letzten Stunden aggraviert hatten. Deutlicher Loslass-Schmerz ipsi- und kontralateral des re. Unterbauchs, klinisch bestand der starke V. a. eine Appendizitis.

Lagerung in Rückenlage, Desinfektion und steriles Abdecken des Operationsgebietes. Horizontaler Hautschnitt ca. 1 QF medial der Spina iliaca anterior superior und ca. 3 cm lang; scharfe Präparation auf die Faszie des M. obliquus abdominis internus und Eröffnung der Faszie in Faserverlauf. Scharfes und stumpfes Durchtrennen des darunter befindlichen M. obliquus abdominis internus. Scharfes vorsichtiges Eröffnen des darunter liegenden Peritoneums. Herausluxieren des Zökums, hier zeigt sich der Appendix deutlich gerötet und Gefässinjiziert. Spülung, Skelettierung des Appendix von der Spitze bis zur Basis mit Ligaturen, Erfassen des Appendix mit einer Quetschklemme, Ligatur der Appendixbasis und Exzision des Appendix. Tabaksbeutelnaht um den Appendixstumpf und Versenken des Stumpfes in die Tabaksbeutelnaht, Übernähung mit einer Z-Naht. Reposition sämtlicher Darmabschnitte nach intraperitoneal. Sondierung des Douglas-Raumes mit einem Stiltupfer. Es herscht relative Bluttrockenheit. Verschluss des Peritoneums fortlaufend, Muskeladaptationsnaht, Faszienverschluss durch Einzelknopfnaht, Hautnaht in Rückstichtechnik, steriler Verband. Intraoperative Single-shot Antbiose

Hallo Zoccer, ich kann gut verstehen, dass du Angst hast.Das ist nämlich eine ganz normale Reaktion. Dinge auf die man keinen Einfluß hat machen einem meistens Angst.Angst ist keine Schwäche sondern ein Zeichen von Intelligenz. Nun zu Deinen Fragen. 1) Man wird meiner Erfahrung nach im Krkh. so behandelt wie man sich selbst den Leuten dort gegenüber verhält. Wenn man anerkennt was dort für einen getan wird, wird man auch anständig behandelt. 2) Wegen der Narkose wird sich der Anästesist mit Dir unterhalten und Dir alles erklären solange Du ihn danach fragst. Schreib Dir doch vorab einige Fragen auf und nimm den Zettel mit.3) Das kann der Arzt erst beurteilen wenn er sieht, wie der Heilungserfolg verläuft. Alles Gute und gute Besserung!

Brauchst du nicht wissen. Lass dich überraschen. Mit dem Ablauf kannst du ohnehin nichts anfangen und ist für Laien uninteressant. Der Wurmfortsatz wird rausgenommen, das wars. Mehr nicht.

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