Woran erkennt man eine Persönlichkeitsstörung?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Subjektiv empfundene Auffälligkeit muß nicht unbedingt ein Hinweis auf eine - Persönlichkeits- / psychische - Störung bei der betreffenden Person sein.

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Von Großbritannien/England wissen wir, daß es dort angeblich wesentlich mehr "Exzentriker" gibt als in Deutschland und, daß sie besser akzeptiert würden.

In den Niederlanden hat ein Psychiater vor über 15 Jahren eine Untersuchung über das Phänomen "Stimmenhören" durchgeführt und dabei mehrere Hundert Personen registriert, die mehr oder weniger regelmäßig Stimmen hören und keinerlei Kontakt zu psychiatrischen Einrichtungen hatten/haben. (Ich würde für Deutschland deutlich andere Ergebnisse vermuten!).

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Die Grenzen zwischen "gesund" und "gestört/krank" sind fließend! Menschen sind von Natur aus verschieden, jeweils sogar einzigartig, und es gibt keinen festen Bezugspunkt, an dem man eine irgendwie geartete "Normalität" festmachen könnte.

Obwohl es anscheinend bei vielen Menschen eine - wie auch immer entstandene - Vorstellung von "Normalität" gibt. Und viele versuchen auch, sich an dieser Vorstellung - oder an den Impulsen von anderen Menschen - zu orientieren.

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Es gibt Anzeichen dafür, daß es in der modernen Gesellschaft eine gewisse - latente - Angst gibt, zu sich zu stehen, sich in seiner Einzigartigkeit zu zeigen. Wenn das im eher seltenen Fall doch einige Menschen wagen, stehen sie verständlicherweise im Risiko, als "exzentrisch", "auffällig", "gestört", "verrückt" oder ähnlich - und evtl. vorurteilsmäßig - gesehen zu werden.

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Ich selbst räume ein, Schwierigkeiten mit der "Normalität" der zivilisierten Gesellschaft zu haben und sah mich genötigt, nach schwerer Krise mich von einigen Aspekten der Normalität loszusagen - aus Gründen der Wiedererlangung bzw. Erhaltung meiner Gesundheit.

Seit 1991 weiß ich von der "Kollektiven (Zivilisations-)Neurose" der Gesellschaft. Damals habe ich mich selbst als betroffen erkannt und in den folgenden Jahren an der Heilung gearbeitet.

Ich konnte meine Angst überwinden und fühle mich heute frei, mich auch deutlich anders als "normal" zu verhalten - mit durchaus vielen positiven Ergebnissen und Rückmeldungen.

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