Woran erkenne ich, dass Wanderschuhe mir richtig passen?

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5 Antworten

Geh die Schuhe nicht morgens kaufen, sondern am Nachmittag oder Abend, denn die Füße werden 'dicker'. Die Schuhe müssen passen, weder zu groß, noch zu klein ist gut. Es ist sinnvoll, die Füße mal auszumessen, es gibt Muster, dann kennst du deine richtige Größe. Da der Fuß beim Abrollen länger wird, muss vorne etwas Platz sein. Drücke mit dem Daumen auf den dicken Zeh, dies muss ca. einen halber Zentimeter vor der Schuhspitze sein. Nicht nur die Länge ist wichtig, auch die Breite. Gute Schuhe gibt es in verschiedenen Breiten. Lass die Einlagen anfertigen, auch die besten Schuhe habe kein für die speziell geformtes Fußbett, Kork-Leder-Einlagen. Kauf die dicke Socken, für den Sommer in Baumwolle, für den Winter in Schurwolle. Laufe die Schuhe zu Hause ein.

Als Berufssoldat kenne ich das alte Blasenproblem nur zu gut. Wir wandern ja nicht gerade wenig ;-) Blasen bekommt man wohl immer, da man sich meist erst an den neuen Schuh gewöhnen muss. Eine gute Beratung sollte man aber in einem größeren Sportgeschäft mit Experten immer in Anspruch nehmen. Im privaten Bereich bin ich mit Meindl Wanderschuhen immer am besten gefahren (http://www.sport-schuster.de/Marken/Meindl/).

Wanderschuhe sind ein schwieriges Thema. Sie sollten erstens groß genug gekauft werden, damit man auch Wollsocken darin tragen kann. Wollsocken sind beim Wandern schon wichtig, um den Fuß vor Reibung und Überlastung zu schützen. Unter die Wollsocken kann man, wegen dem Schwitzen, noch ein paar dünne Baumwollsöckchen darunter anziehen. So gerüstet, sollte der Fuß noch gut in den Wanderstiefel passen ohne zu drücken und ohne zu reiben. Sollte es zu Anfang doch einmal zu Blasenbildung kommen, kannst du ein Blasenpflaster draufgeben, lass es so lange, bis die Blase abgetrocknet ist. Dein Fuß müsste danach gerüstet sein, die Schuhe wieder zu "ertragen".

Könnte sein das die Schuhe zu groß sind und Du mit Deinem Fuß beim Bergabgehen nach vorne rutschst. Versuche es einmal mit noch dickeren Socken. Der Schuh sollte so gebunden sein, das der Fuß nicht rutscht beim Gehen , auch nicht in der Ferse von oben nach unten. Evtl.hast Du auch empfindliche Füße und könntest sie vorher mit einer passenden Hautcreme einreiben.

So teste ich die Passform von Schuhen:

Grundsätzlich mache ich das nur nachmittags, weil dann die Füße die "Tagesgröße" haben. (morgens sind Füße erfahrungsgemäß gut und gerne eine ganze Nummer kleiner.) Vor der Anprobe aus den eigenen Schuhen raus und ein wenig Fußkreisen machen, ein paar Meter barfuß herum gehen.

Anprobe nur mit entsprechenden Strümpfen, alles andere wird später zum Problem. Zeit nehmen und verschiedene Größen und Zwischengrößen in Ruhe durchprobieren. Von der Länge her darf der Fuß beim Gehen nicht im Schuh vor- und zurück rutschen.

Wichtig ist, dass der Fuß richtig in der Ferse steckt, dort nicht eingeengt wird, aber der Schuh auch nicht schlackert und der Fuß herausschlüpft. Bei einem großen Schritt nach vorn darf die Fersenversteifung die Achillessehne nicht berühren oder behindern.

Auch die obere Außenkante darf nicht am Knöchel drücken. Dazu mit ausgestrecktem Bein einen Fuß nach außen gedreht vor das andere Bein stellen (die Ferse steht dabei eine gute Fußlänge vor dem anderen Fuß) nun das Gewicht leicht auf den vorn stehenden Fuß verlagern.

Die Zehen müssen im Schuh so viel Platz haben, dass sie sich frei bewegen können. Geht man in den Schuhen ein paar mal in die Hocke, kann man die Passform für die Zehen sehr gut prüfen. Dabei darf nichts drücken, klemmen oder einengen.

Lieber nicht kaufen, als sich mit "das läuft sich noch ein" oder sonstigen Vertröstungen zufrieden geben. Der Fuß soll den Schuh einlaufen, und nicht der Schuh den Fuß!

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