Wird eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus von der Krankenkasse übernommen?

2 Antworten

Ich an deiner Stelle würde mich bei der KK informieren, wahrscheinlich müsst ihr die Transportkosten selber bezahlen.

Alles Gute von rulamann

Das ist in §60 des Sozialgesetzbuches geregelt:

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Fahrten einschließlich der Krankentransporte, wenn sie im Zusammenhang mit bestimmten Leistungen der Krankenkasse aus zwingenden medizinischen Gründen notwendig sind (§ 60 Abs. 1 SGB V). Welches Fahrzeug benutzt werden kann, richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit im Einzelfall.

Über die „zwingend medizinischen Gründe“ entscheidet das Krankenhaus, in dem dein Vater jetzt liegt. Er kann mit seinen behandelnden Ärzten über eine Verlegung sprechen. Wenn diese einen Transportschein ausstellen, muss die KK für die Kosten aufkommen.

Weiterhin steht in §60 SGB:

Die Krankenkasse übernimmt die Fahrkosten, abzüglich eines Eigenanteils von 10 % der Kosten, mindestens 5,00 EUR höchstens 10,00 EUR je einfache Fahrt, bei stationärer Krankenhausbehandlung, bei einer Verlegungsfahrt in ein anderes Krankenhaus zahlt die Krankenkasse nur dann, wenn … mit Einwilligung der Krankenkasse die Verlegung in ein wohnortnahes Krankenhaus erfolgt…

Für die Verlegung in ein "wohnortnahes KH" zahlt die KK nur dann, wenn dein Vater das vorher bei der KK beantragt hat und die KK ihre Einwilligung gegeben hat - was sie normalerweise in diesem Fall machen muss.

Die zitierten Passagen habe ich von bkk.de kopiert. Leider kann ich den Link nicht einfügen. Du kannst das aber auch direkt im SGB nachlesen:

http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/05/index.php?norm_ID=0506000

Abgesehen von den gesetzlichen Regelungen, kann man aber auch mit der Krankenkasse verhandeln.

Wenn dein Vater den Grund seines Wunsches auf Verlegung (Chirurg seines Vertrauens) seinem Sachbearbeiter plausibel machen kann, wird auch mal eine Ausnahme von der Regel gemacht.

Die Krankenkasse ist normalerweise an einer guten Lösung für die Patienten interessiert, damit nicht noch weitere Kosten für sie entstehen.

0
@Emelina
  1. kann der Sachbearbeiter gar keine Ausnahme genehmigen, denn die Entscheidung liegt gar nicht bei ihm.

  2. sind die kranken Kassen heutzutage ausschließlich daran interessiert, Geld zu sparen. An einer teureren patientenorientierten Lösúng - zumal auf Wunsch des Patienten ohne medizinishe Begründbarkeit - ist keine Kasse interessiert. Dafür sorgt schon alleine das SGB.

2
@Landarzt
  1. Der Sachbearbeiter ist der erste Ansprechpartner für den Patienten. Er kann eine Ausnahmeregelung herbeiführen, die natürlich von seinen Vorgesetzten, bzw. der dafür zuständigen Abteilung der KK genehmigt werden muss (meine persönliche Erfahrung).

  2. Wenn eine Operation in einem anderen KH besser durchgeführt werden kann, ist eine KK u. U. schon bereit die Transportkosten dort hin zu übernehmen, wenn die Kosten für die OP gleich sind. Geld spart die KK indem Folgekosten vermieden werden.

Mit meinem Kommentar wollte ich auch nur darauf hinweisen, dass es einen Versuch wert ist, mit der KK zu verhandeln – auch, wenn die Aussichten auf Erfolg (Ausnahmeregelung) gering sind.

0
@Emelina

zu 1.: kann er nicht, da er das geltende Recht nicht beugen darf. Was im SGB steht, gilt. Ausnahmen gibt es nicht.

zu 2.: in diesem Fall läge ja eine medizinische Indikation vor, und die Kasse dürfte die Kosten übernehmen.

0
@Landarzt

zu 1.: wenn überhaupt jemand etwas herbeiführen kann, dann ist das der Regionalleiter einer Krankenkasse! Ein einfacher Sachbearbeiter hat in diesen Fragen keine Handhabe.

zu 2.: wie möchtest Du das beurteilen? Erfahrungen bzw. Erfahrungsberichte reichen als Begründung nicht aus. Da lässt sich die Krankenkasse nicht drauf ein! Zumal Beurteilungen von Laien seitens der Krankenkasse nur geringe Berücksichtigung finden.

0

Töchter pflegen ihre Mutter nicht ausreichend

Sorry für die lange Geschichte, aber ich weiß nicht was ich machen soll. Meine Schwiegermutter hat im Hauses meines Mannes lebenslanges Wohnrecht und als sie im September vorigen Jahres pflegebedürftig wurde, habe ich die Pflege übernommen (Stufe 1 + Demenz). Im August dieses Jahres hat sie für längere Zeit im Krankenhaus gelegen weil sie sich konstant die Haut aufkratzt und dadurch eine Blutvergiftung bekam. Während des Kh Aufenthaltes bekam sie durch die Blutvergiftung eine Niereninsuffizienz, Herzversagen und Wasser in der Lunge. Insgesamt war sie 7 Wochen im Krankenhaus. Nach Ihrer Entlassung kam sie noch 3 Wochen in die Kurzzeitpflege um sich zu erholen. Die Ärzte im Krankenhaus waren der Meinung, das sie am besten im Seniorenheim aufgehoben wäre, da sie durch ihren schlechten Gesundheitszustand und die zunehmende Demenz nicht mehr alleine Zuhause bleiben sollte. (Mein Mann und ich sind beide Vollzeit im Schichtdienst incl. Wochenende berufstätig) Wir haben das Problem sowohl mit ihr als auch mit ihren Kindern besprochen und eigentlich wurde beschlossen, dass sie in dem Heim, in dem sie zur Kurzzeitpflege war, auch bleiben sollte. Mein Mann und ich haben diese 3 Wochen genutzt um mal Urlaub zu machen, was ja sonst nicht möglich war. Während dieses Urlaubs haben nun ihre Töchter beschlossen, das ihre Mutter doch nicht im Heim bleiben bräuchte und haben sie kurzerhand wieder bei uns ins Haus gebracht. Gleichzeitig haben sie bei der Krankenkasse die Pflege selber übernommen. Mir würde gesagt, ich hätte mich nie richtig um ihre Mutter gekümmert und sie nur ausgenommen. Jetzt kommt morgens der Pflegedienst um ihr die Stützstrumpfhose anzuziehen und geht sie in die Tagespflege. Ab und zu (2-3-mal pro Woche) kommt eine der Töchter mal vorbei. Die Damen schaffen es noch nicht einmal um abends anzurufen um zu fragen wie es ihr geht. Jetzt ist es so, das die Mutter eigentlich nicht alleine zuhause sein darf (MDK sagt sie muss unter Aufsicht sein). In den letzten 2 Monaten ist es schon mehrfach vorgekommen, das sich am Wochenende niemand um sie kümmert. Sie kann nicht mehr selber kochen und hat jetzt schon 2 x am Wochenende kein Essen bekommen, da es scheinbar keine ihrer 3 Töchter schafft, ihr etwas zu bringen oder sie mal zu sich zu holen. Ich habe gleich am Anfang angeboten, wenn es mal so sein sollte, das "niemand Zeit hat" sollen sie mir Bescheid sagen und sie kann bei uns mitessen, wenn wir nicht arbeiten müssen. Aber keiner sagt was und es kommt einfach niemand. Ebenso fühlt sich niemand dafür verantwortlich, zu sorgen, dass sie ihre Medikamente nimmt oder ob und wer ihr die Stützstrumpfhose auszieht. Alleine kann sie das nicht. Ich möchte gern wissen, ob ich da nicht was unternehmen kann, damit besser für sie gesorgt wird. Sie tut mir einfach nur leid. Ich hoffe, das mir hier jemand Rat geben kann.

...zur Frage

Nach emmert Plastik Entzündung. soll ausdrücken

Ich hatte letzte Woche eine emmert Plastik. Alles lief gut aber das untere ende der wunde ist ein wenig entzündet. Der Arzt sagte ich soll wasserbäder machen und dabei die wunde ausdrücken. Könnt ihr mir sagen wie lange ich das machen soll bis es heilt? Und wie lange soll der Verband drauf bleiben?

...zur Frage

Ich will meine Oma in ein anderes Krankenhaus verlegen. Wie kann ich den Transport organisieren.

Sie hat sich die Schulter gebrochen und soll Montag operiert werden. Dafür möchte ich den Chirurg meines Vertrauens beanspruchen, der aber in einem anderen Krankenhaus arbeitet und nicht in dem wo sie liegt. Wie kann ich das organisieren?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?