Wird ein zu viel an Calcium aus der Nahrung ausgeschieden?

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Hallo Stephan,

durch eine ausgewogene Ernährung nimmt dein Körper genügend Kalzium aus der Nahrung auf und wenn kein Vit.D Mangel vorliegt ,bist du auf ganz natürliche Weise gegen Osteoporose geschützt. Da ja durch das Vit.D das Kalzium in den Knochen eingelagert wird.

Der Körper benötigt eine Tagesmenge von 1-1,1 g Kalzium ,toleriert wird aber vom Körper eine Zufuhr bis max.2,5 g.

Wenn also kontinuierlich eine Kalziumerhöhung vorliegt im Körper ist eine erhöhte Mortalität nachgewiesen wurden ,und gerade bei Männern wurden Herz-Kreislauf Probleme festgestellt. Zuviel Kalzium wird aber auch ausgeschieden .

Deshalb Finger weg von irgendwelchen Kalzium plus Vit.D Brausetabletten, wenn kein Kalzium -Mangel vorliegt !

Fazit: Wenn du kein Kalzium-Mangel hast ist alles okay :)

LG Bobbys :)

Vielen Dank für den Stern!

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Unter Osteoporose leiden vor allem Frauen nach den Wechseljahren und Männer ab dem sechzigsten Lebensjahr. Aber auch jüngere Menschen können schon Knochenschwund haben: etwa wenn sie zuckerkrank sind oder wenn sie Medikamente einnehmen müssen, die auf die Knochen gehen, wie etwa Kortison.

Das Skelett ist das Kalzium-Lager unseres Körpers

Unsere Knochen bauen sich permanent um: Im Laufe des Lebens erneuert sich unser Skelett drei- bis viermal. Denn unser Knochengerüst ist das Minerallager des Körpers. Hier speichert er vor allem Kalzium. Dieses Element macht den Knochen hart und widerstandsfähig.

Als Kinder und junge Erwachsene bauen wir mehr neues Knochengewebe auf als ab. Sind wir 30 geworden, haben unsere Knochen ihre höchste Dichte. Danach werden sie wieder leichter: Der Körper baut mehr Knochen ab als auf, er zieht mehr Kalzium aus dem Skelett ab, als er einlagert. Doch nicht jeder alte Mensch bekommt automatisch Osteoporose. Allerdings steigt das Risiko mit den Lebensjahren. Tatsache ist, dass Menschen über 75 sich überproportional häufig die Knochen brechen.

Symptome Es kracht im Kreuz, ein stechender Schmerz schießt in den Rücken: Osteoporose macht sich oft mit einem Schlag bemerkbar. Doch die Knochen haben sich schon lange vorher verändert, ohne dass die Betroffenen etwas davon mitbekommen haben. Manchmal ist es auch nur ein leichter Sturz oder eine kräftige Umarmung, die zum Bruch führen. Sogar ein Hustenanfall oder ein Niesen können einem geschwächten Skelett einen Knacks geben.

Solch ein Knacks an der Rippe oder am Wirbel tut ziemlich weh, meistens machen sich die Schmerzen im Rücken bemerkbar. In der Regel ist das aber nach ein paar Wochen überstanden. Wenn die Osteoporose allerdings schon fortgeschritten ist, haben viele Betroffene ständig Schmerzen. Ihre Wirbelsäule hat sich dann verformt oder ist gestaucht, weil das Knochengewebe ausgedünnt ist. Viele Brüche bleiben sogar unbemerkt. Denn Knochen können auch brechen, ohne Schmerzen zu verursachen. Trotzdem wirken sich solche Brüche auf Muskeln und Sehnen aus: Sie können sich verkürzen, verhärten oder verspannen und dadurch weh tun.

An Osteoporose sollten Sie denken, wenn Sie Folgendes an sich beobachten:

Sie schrumpfen und sind schon vier Zentimeter kleiner als mit 18 Jahren. Ihre Wirbelsäule krümmt sich nach vorn, Sie haben einen so genannten Witwenbuckel. Die Haut am Rücken wirft Falten. Diese verlaufen von der Mitte zu beiden Seiten abwärts und erinnern an einen Tannenbaum. Sie haben ein sehr schlechtes Gebiss und Ihnen fallen frühzeitig die Zähne aus. Sie sind eine Frau im mittleren Lebensalter und brechen sich das Handgelenk bei einem nichtigen Anlass.

Diagnose

Möglicherweise ist Ihr Hausarzt stutzig geworden, weil Sie zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres einen Knochenbruch hatten. Oder Sie selbst fragen sich, warum Sie ständig unter Rückenschmerzen leiden. Vielleicht erinnern Sie sich auch, dass Ihre Mutter an Osteoporose litt. In jedem dieser Fälle sollte Ihr Hausarzt Sie an einen Facharzt überweisen, der auf Knochenkrankheiten spezialisiert ist.

http://mobil.stern.de/ruecken/erkrankungen/osteoporose-symptome-therapie-behandlung-ernaehrung-658695.html

Danke für die Antwort - aber wie sieht das bei der Ernährung aus. Kann der Körper ein zu viel an Calcium ausscheiden wenn ich gerne Milch trinke und Mittags ordentlich Brokkoli esse weil der ja gesund ist ?

Also was sollte ich tun damit ich sowohl Osteoporose vermeide als ein zu viel an Calcium was sich u.U. in den Herzkranzgefäßen festsetzt?

VG Stephan

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@StephanZehnt

Auf den Konsum von Milchprodukten sollte der Betroffene zudem verzichten, da diese viel Kalzium enthalten. Die Kalziumausscheidung mit dem Urin kann mit bestimmten Urin-fördernden Medikamenten angetrieben werden. Zudem kann die zu hohe Kalziummenge im Blut mit bestimmten Medikamenten gesenkt werden.

http://www.eesom.com/go/8WG153CJM4RKATDK9W856B3E30P4B1GI

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Um Calcium zu verwerten, und dort hin zu transportieren, wo es gebraucht wird, ist in einem bestimmten Verhältnis auch Magnesium nötig. Dieses Verhältnis wissen nur die Zellen deines Körpers. Stimmt das Verhältnis nicht, wird das Calcium irgendwo abgelagert; in den Herzkranzgefäßen weil die so schön eng sind, in Nieren und Blase als Steine, weil es sich da so schön ablagern kann...

Im Körper ist das Calcium, das nicht in den Knochen eingelagert ist, in Form von Ionen in allen Körperflüssigkeiten verteilt. Jedes Mal, wenn sich z.B. eine Muskelfaser zusammenziehen soll, bekommt sie das über ein Calcium-Ion gemeldet. Sind nicht genug Ionen da, werden sie aus den Knochen herausgelöst. Sind zu viele da, packt sie der Körper wieder in die Knochen zurück.

Das klingt ganz einfach, daran sind aber einige Organe und Hormone beteiligt und noch verschiedene andere Stoffe nötig. Die Aminosäuren Trijodthyronin (T3) und Tetrajodtyronin (T4) mit dem Kalzitonin regeln dieses Ein- und Auslagern des Calciums. Gesteuert wird deren Produktion von der Hirnanhangsdrüse. Für die Bildung und Einlagerung von T3 und T4 sind Jod-Ionen erforderlich (von denen hoffentlich genug in der Schilddrüse vorhanden sind), dazu etliche Aminosäure-Sequenzen, womit dann auch die Leber noch ins Spiel kommt, die für ihre Arbeit hauptsächlich B-Vitamine braucht. Um das ganze bewerkstelligen zu können braucht es mit etlichen weiteren Stoffen auch Vitamin D3 als Werkzeug...

Das ist alles sehr kompliziert, schwer zu beschreiben, aber unser Körper macht das schon seit ein paar Millionen Jahren. Es ist aber nicht einfach mit dem Einnehmen von Calcium oder Vitamin D3 oder Milch trinken getan. Calcium allein macht auch noch keine gesunden und stabilen Knochen. Zwischen dem Calcium muss auch noch Kollagen sein, damit der Aufbau auch elastisch ist. Andernfalls wären Knochen so etwas wie Kalk oder Gips. Kollagen wird aus Aminosäuren der Proteine gebaut und mit Vitamin C dann zu elastischen Strängen gedreht. Auch wieder kompliziert...

Und vergiss das Märchen von den Milchprodukten, denn ein Apfel enthält doppelt so viel Calcium, wie ein Glas Milch, und vor allem das richtigere Calcium in Form von freien Ionen.

In der Milch liegt das Calcium als Calciumlactat vor. Um das zu verwerten, muss der Körper erst einmal mit dem Milchzucker (Lactat) fertig werden. Deshalb kann er das Calcium in der Milch nur zu höchstens 30 % verwerten. Bei H-Milch ist dieses Calciumlactat sogar noch mit dem geronnenen Eiweiß verbunden und aus Käse können wir es noch schlechter herausholen. Im Apfel, oder ähnlich saurem Obst, liegt das Calcium schon fast ganz in Form von freien Ionen vor. Die kann der Körper schon im Dünndarm direkt aufnehmen. Hinzu kommt, dass Obst auch Magnesium liefert.

In der Steinzeit hatten wir ja auch schon Knochen, hielten aber kein Milchvieh. Das machen wir erst seit etwa 10.000 Jahren? Würden wir Milch für unsere Knochen brauchen, dann hätten wir bis dahin immer auf der Suche nach einem Ur-Rind sein müssen, das auch noch gerade ein Kalb säugt. Das Jungtier hätten wir dann unter dem Muttertier herausziehen, und uns selbst unters Euter knien müssen. Das alles mit unseren kleinen Händchen und Zähnchen? Ob sich das so Ur-Rind das wohl gefallen lassen hätte?

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