Wird ein grauer Star ambulant operiert?

1 Antwort

Ich denke mal, Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen. In der Praxis, wo ich 2 x am Grauen Star operiert wurde, habe ich etliche Patienten im Alter Deines Vaters beobachten können und alle sind sie auf eigenen Beinen vom OP-Stuhl hereingekommen! :o) Es ist nämlich so, daß die Betäubung hauptsächlich eine örtliche ist und der Patient nur eine Scheißegal-Infusion bekommt, denn er muß ansprechbar bleiben. Dadurch ist man sofort wieder lauffähig, nur ein bißchen beduselt, weshalb man auch noch ca. eine Stunde in der Praxis unter Beobachtung bleibt (Blutdruckmessen). Dann darf man - aber nur mit einer Begleitperson! - nach Hause gehen. Bei mir war es so, daß abends noch einmal die Praxis angerufen und sich nach dem Befinden erkundigt hat. Am nächsten Tag muß man noch mal dorthin zur Kontrolle, und alles weitere macht dann der behandelnde Augenarzt (wenn er nicht selbst operiert hat).

Das ist wirklich ein Eingriff, der schnell und leicht auch für einen alten Menschen zu überstehen ist. Für alle Fälle ist ja auch noch die Begleitperson da, die im Zweifel den Tag über nach dem Patienten sehen kann, wenn er alleinstehend ist.

Man kann auch sofort nach der OP wieder sehen, es ist also nicht so, daß Dein Vater danach halbblind durch die Gegend tappern muß. Mach Dir keine Gedanken - vielleicht kannst Du ihn ja begleiten, dann kannst Du Dich selbst von seinem Zustand überzeugen.

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