Wird ein grauer Star ambulant operiert?

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5 Antworten

Ich denke mal, Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen. In der Praxis, wo ich 2 x am Grauen Star operiert wurde, habe ich etliche Patienten im Alter Deines Vaters beobachten können und alle sind sie auf eigenen Beinen vom OP-Stuhl hereingekommen! :o) Es ist nämlich so, daß die Betäubung hauptsächlich eine örtliche ist und der Patient nur eine Scheißegal-Infusion bekommt, denn er muß ansprechbar bleiben. Dadurch ist man sofort wieder lauffähig, nur ein bißchen beduselt, weshalb man auch noch ca. eine Stunde in der Praxis unter Beobachtung bleibt (Blutdruckmessen). Dann darf man - aber nur mit einer Begleitperson! - nach Hause gehen. Bei mir war es so, daß abends noch einmal die Praxis angerufen und sich nach dem Befinden erkundigt hat. Am nächsten Tag muß man noch mal dorthin zur Kontrolle, und alles weitere macht dann der behandelnde Augenarzt (wenn er nicht selbst operiert hat).

Das ist wirklich ein Eingriff, der schnell und leicht auch für einen alten Menschen zu überstehen ist. Für alle Fälle ist ja auch noch die Begleitperson da, die im Zweifel den Tag über nach dem Patienten sehen kann, wenn er alleinstehend ist.

Man kann auch sofort nach der OP wieder sehen, es ist also nicht so, daß Dein Vater danach halbblind durch die Gegend tappern muß. Mach Dir keine Gedanken - vielleicht kannst Du ihn ja begleiten, dann kannst Du Dich selbst von seinem Zustand überzeugen.

Eine OP am Grauen Star ist heute nicht mehr spektakulär. Ich selbst und auch einige meiner Verwandten und Bekannten, teilweise auch höheren Alters (1xsogar mit 87 J.) haben die OP bereits hinter sich gebracht und können bestätigen, dass die Aufregung im Vorfeld die Sache nicht wert ist. Ungefähr 1-2 Wochen vor dem OP-Termin wird beim Hausarzt ein Blutbild und ein EKG angefertigt, um sich ein Bild über den Gesundheitszustand des Patienten zu machen. Vor und während der OP ist ein Anästhesist dabei, der die Ruhigstellung und örtl. Betäubung vornimmt und begleitet. Die OP selbst dauert ca. 15 Minuten. Danach gibt's eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser und ab geht's - nach Hause. Wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, ist gegen eine ambulante OP des Grauen Star nichts einzuwenden.

Wohnt dein Großvater allein? Dann ist es besser, er würde eine Nacht im Krankenhaus verbringen. So wird es jedenfalls bei uns gehandhabt.

Bei mir selbst wurden die OPs ambulant durchgeführt. Ich wurde zum angegebenen Termin ins Krankenhaus gebracht, operiert, und nach ca. 2-3 Stunden konnte ich abgeholt werden abgeholt werden.

Es wurde mir nur eine starke Beruhigungsspritze und eine örtliche Betäubung verabreicht.

Aber wenn es dich beruhigt, spreche mal mit dem Arzt. Du kennst deinen Großvater ja besser als er.

Staroperation können ambulant oder stationär durchgeführt. Die Operation geht auch recht schnell die Vorbereitung ist da das längste an der Geschichte. Die Operation selbst wird auch nur unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Daher wird es auch deinen Vater mit 81 Jahren nicht sehr belasten.

Wenn dein Vater im guten Allgemeinzustand ist, er zu Hause betreut werden kann nach der Op und er soweit mobiel ist das er zur Nachuntersuchung kommen kann wird sie meist ambulant gemacht.

Aber um deine Zweifel aus dem Weg zu räumen kannst du gerne mit dem Arzt reden und deine bedenken äußern.

Also fast immer wird ambulant operiert. Auch meine 90jährige Betreute wurde ambulant operiert. Ich durfte mit zum Händchen halten davor und danach, jetzt ist sie zwar immer noch Alzheimer erkrankt, freut sich Dank der besseren Sicht aber mehr an den lichten Momenten. LG

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