Wird Diabetes vererbt?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Gefahr an Diabetes zu erkranken liegt laut Erbforschern derzeit bei 20 bis 25 Prozent, unter der Berücksichtigung, dass alle Menschen mindestens 80 Jahre alt werden. Hinzu kommt die erbliche Vorbelastung durch Verwandte ersten Grades. Das Risiko für ein Kind einer an Typ 1 -Diabetes erkrankten Mutter später selbst an dieser Form zu erkranken liegt zurzeit bei drei bis fünf Prozent.

Entscheidender ist die erbliche Diabetesbelastung des Vaters, hier liegt die Wahrscheinlichkeit bei fünf bis sieben Prozent. Dank zahlreicher Studien ist heute auch bekannt, dass es Zusammenhänge zwischen den beiden Diabetestypen gibt. Kinder und Enkel von Typ 2-Diabetikern haben demnach ein erhöhtes Risiko einen Typ 1-Diabetes zu entwickeln. Geht man vom Typ 2-Diabetes bei Verwandten ersten Grades aus, so entwickeln etwa ein Drittel im Laufe ihres Lebens selbst einen Typ 2-Diabetes.

Doch die Tendenz ist steigend. Auf Grund der wachsenden Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher entwickelt sich der Typ 2-Diabetes bereits in jungen Jahren.

Damit Sie und Ihr Kind Gewissheit haben, dass kein Diabetes vorliegt, empfiehlt sich auch für die Kids und Jugendlichen mindestens einmal jährlich prophylaktisch den Blutzucker zu testen. Quelle: Beratungskatalog 2005/06 für Diabetiker www.medicteam.de/vererbung.php -

Diabetes II beim Ehemann und Verdrängen der Krankheit

Hallo Ihr Lieben!

Die Krankheit wurde vor sechs Jahren bei einer Routineuntersuchung zufällig entdeckt und wird seitdem mit Medikamenten behandelt (Metformin 850).

Was mir mittlerweile total den Schlaf raubt ist der Umgang meines Mannes (35 Jahre) mit der Krankheit. Mehr als seine Medikamente regelmäßig nehmen macht er nicht. In der ganzen Zeit hat er nicht ein Kilo abgenommen (er ist stark Übergewichtig), ißt Süßigkeiten ohne Maß und Ziel und auch dem Alkohol ist er nicht abgeneigt. Am Wochenede gönnt er sich gerne etwas Mehr und seit Neustem raucht er streßbedingt angeblich hin und wieder mal.

Seinen Hausarzt hat er zum letzten Mal zum Blutabnehmenvor vor einem Jahr besucht. Ansonsten wird der Zuckerwert von meinem Mann nie kontrolliert. Alle Versuche mit ihm zu reden enden im Streit und ich weiß nicht mehr weiter. Wir haben Diäten gemacht, aber meine Kraft geht zu Ende, wenn ich entsprechend einkaufe und koche und er mit großem Streit abbricht und sein Versagen mir vorwirft. Die Medikamente "besorgen" seine Mutter oder ich. Ihn hängen lassen, können/wollen wir nicht. Mein Mann kann sehr aufbrausend sein und wir haben drei Kinder, die ohnehin von den ganzen Streitigkeiten zuviel mitbekommen.

Vielleicht habt Ihr eine Idee, wie ich noch helfen kann. Ist es vielleicht normal, dass man vor dieser Krankheit die Augen am liebsten zumachen möchte? Im Freundes- und Verwandtenkreis weiß und soll niemand wissen, dass er betroffen ist. Ich habe schon Alpträume, denn es geht auch um die Kinder, die doch ein Recht auf einen Vater haben und zwar einen den man nicht auf dem Friedhof besuchen muss.

Schon mal vielen lieben Dank im Voraus.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?