Wird bei Arthrose auch der Knochen zerstört?

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3 Antworten

Eine Entzündung im Gelenk nennt man Arthritis. Bei der Arthrose geht der Gelenknorpel durch Verschleiß und andere Prozesse kaputt, wodurch irgendwann tatsächlich die Knochen im Gelenk direkt aufeinander reiben. Dadurch wird natürlich auch der Knochen abgenutzt und zerstört. Dass ist natürlich mit extremen Schmerzen verbunden, aber so weit muss man es nicht kommen lassen.

Was ist eine Arthrose?

Eine Arthrose ist mit einer zunehmenden Schädigung des Knorpels oder einem Verlust der Knorpelmasse in einem oder mehreren Gelenken verbunden.Der Knorpel ist ein Gewebe mit hohem Eiweißanteil, der zwischen den Knochen der Gelenke als 'Stoßdämpfer', Kraftvermittler und Gleitschicht dient. Die Knorpelzellen bestehen von Geburt an und zeigen nach Wachstumsabschluß keine Teilungsfähigkeit solange sie in der sie umgebenden Schicht von Proteoglykanen eingebettet sind. Nur unter Laborbedingungen kann diese Schicht enzymatisch abgelöst werden, dann nehmen Knorpelzellen erneut die Vermehrung im Sinne der Zellteilung wieder auf. Dies ist der Grund, warum eine Knorpeltransplantation nur mit Hilfe von unter Laborbedingungen gezüchteten Zellen möglich ist. Da die Knorpelschicht keinerlei sensible Nervenendigungen enthält, sind Schäden am Knorpel immer erst wahrnehmbar, wenn die Defekte bereits bis zu der unter dem Knorpel liegenden Knochenschicht reichen. Jeder weiss, wie schmerzhaft ein Anrempeln von Ellenbogen oder Schienbeinkante sein kann. Dies verdeutlicht, wie druckempfindlich die Knochenhaut (Periost) auf Stöße reagiert.

http://www.gelenk-klinik.de/arthrose.html

Wenn der Gelenkknorpel zwischen den Knochen vollständig durch eine Arthrose zerstört ist, dann wird auch der Knochen durch die mechanische Belastung angegriffen und allmählich zerstört, was natürlich äußerst schmerzhaft ist.

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