Wir leben durch Hormone - können Hormonartige Stoffe bzw. Hormone in Abwässern das Gegenteil....l

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Es gibt vier Gruppen von Hormonen

  • Steroidhormone werden aus Cholesterol gebildet und sind fettlöslich (lipophil). Zu den Steroidhormonen gehören Progesteron, Cortisol, Aldosteron, Testosteron, Estradiol und Calcitriol.
  • Polypeptid- oder Proteohormone (Eiweißhormone) Dazu zählen die im Hypothalamus gebildeten Releasing-Hormone, die Hormone Oxytozin und Adiuretin (ADH oder Vasopressin), Insulin und Glucagon (Pankreas), Calcitonin (Schilddrüse) und Parathormon (Nebenschilddrüse) und die Hormone des Hypophysenvorderlappens sowie die meisten Gewebehormone (Erythropoetin, Prostaglandine, Serotonin, Histamin).
  • Hormone, die sich von Aminosäuren ableiten z.B. Schilddrüsenhormone
  • Hormone, die sich von ungesättigten Fettsäuren ableiten z.B. Prostaglandine

wir leben durch Hormone

Das stimmt schon, aber die Hormone machen nicht die Arbeit, sondern regeln die Tätigkeit der Organe. Weil du gerade Cortisol anführst, sehen wir uns mal die Nebennieren an mit ihrer äußeren Rinde in drei Schichten und dem inneren Mark.

Die Zellen der äußere Schicht bilden bei erhöhtem Kaliumspiegel oder erniedrigtem Natriumspiegel im Blut, sowie bei einem verminderten Blutstrom in den Nieren vorwiegend Aldosteron. Dasist Teil des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems und reguliert die Konzentration von Kalium und Natrium.

In der darunter liegenden Schicht wird Cortisol hergestellt, ein Glucocorticoid. Es fördert in natürlicher Konzentration die Neubildung von Kohlenhydraten aus Proteinen. Eiweiß- und Fettspeicher werden abgebaut und zur Energiegewinnung eingesetzt. Dies äußert sich in erhöhter Konzentration von Glucose, Aminosäuren und Fettsäuren im Blut, sowie derer Abbauprodukte. Das läuft im Hungerzustand bei niedrigem Blutzucker ab.

In der untersten Schicht der Rinde werden kleine Mengen an Sexualhormonen Androgene und ein wenig Östrogen aus dem Cortisol hergestellt.

Ausgangsmaterial in allen drei Schichten ist Cholesterol Es wird über das Regelprotein (StAR) in die innere Membran der Mitochondrien transportiert. Dort wird es zunächst durch das Enzym CYP11A in Pregnenolon umgewandelt. Pregnenolon kann entweder zu Progesteron dehydriert oder zu 17-alpha-Hydroxypregnenolon hydroxyliert werden. Progesteron kann über Hydroxylierung am C21-Atom zu Deoxycorticosteron und über zwei weitere Hydroxylierungen zu Aldosteron umgewandelt werden. Progesteron kann über Hydroxylierung am C17-Atom zu 17-alpha-Hydroxyprogesteron und weiter über Deoxycortisol zu Cortisol hydroxyliert werden.

Die regeln also unseren Wasserhaushalts über Aldosteron, den Zuckerhaushalt (Bereitstellung von Zucker aus den Fettspeichern) über die Glucocorticoide und liefern männliche und etwas weibliche Sexualhormone.

Darunter liegt das Mark. Die modifizierten Nervenzellen dort stellen aus L-Tyrosin das Stresshormon Adrenalin (zu ca. 80 %) und den "Gegenspieler" Noradrenalin (zu ca. 20 %) her, die bei Bedarf direkt an das Blut abgegeben werden.

Hier erst könnte ein Zusammenhang mit einem Tinnitus gefunden werden, weil der ja Stressbedingt ist.

Man hat so den Eindruck...

Planet Wissen hat das abendfüllende Thema nicht besonders differenziert wiedergegeben. Die Fachleute wissen da sehr gut bescheid.

Winzige Auswirkungen auf die Natur hatten Hormone schon immer. Aber seit wir gezielt welche herstellen und Einnehmen, deshalb größere Überschüsse ausscheiden und die auch noch ausschließlich über Kläranlagen in die Natur entlassen sind schädliche Effekte da. Rückstände aus Antibabypillen sorgen nachweislich für eine "Verweiblichung" der Tierwelt. Weichmacher aus Kunststoffen führen zu verringerter Fertilität.

Schon bei jedem Bremsen und Beschleunigen radiert von Autoreifen immer etwas auf den Asphalt. Da sind Weichmacher drin, die dann mit dem Feinstaub durch die Gegend wirbeln.

Sehen wir uns einmal im Haus um, die ganzen Behälter, Folien und Beutel aus Kunststoff in der Küche geben permanent Weichmacher ab, nicht nur beim Abwaschen. Es sind die Weichmacher, die für den typischen Plastikgeruch und -geschmack sorgen.

PVC- und Laminat-Böden, Kunststofffenster, Möbel mit Kunststoffoberflächen, Gartenmöbel, Gartenschlauch, Gießkanne... Alle Gegenstände aus Kunststoff enthalten Weichmacher, weil sie sonst nicht elastisch und flexibel wären. Und die geben sie ständig an die Umwelt ab.

Das Beispiel Bisphenol A: (BPA) dient vor allem als Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe auf der Basis von Polyestern, Polysulfonen, Polyetherketonen, Polycarbonaten und Epoxidharzen. Es wird vielseitig eingesetzt, z.B. als Antioxidans in Weichmachern und zum Verhindern der Polymerisation in PVC, (damit nicht alles daran kleben bleibt).

Das weltweite Volumen an Weichmachern lag 2004 bei 5,5 Mio. Tonnen. Was nicht tötet, härtet ab! Bis jetzt sind wir dekadent, irgendwann dann dement? Früher durften Senioren in aller Ruhe senil werden, heute leiden sie an einer Demenz? Die Hormone sind sehr gut erforscht, da wird kaum etwas übersehen oder verwechselt.

Nun mit etwas rabenschwarzen Humor ...... aber sonst...!

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Was ich über Demenz gehört habe, ist sowieso sehr schillernd. Manche Menschen werden wieder klar im Kopfe, wenn sie viel Wasser trinken (an den Großeltern ausprobiert; beide als dement eingestuft); andere haben schlicht und ergreifend einen Folsäuremangel. Also ist die Diagnose "Demenz" sowieso mit Vorsicht zu genießen...

Sogar ein VItamin-B1-Mangel kann zu Gedächtnisstörungen führen. Und den hat man schnell, wenn man sich mit Zucker und Weißmehl ernährt. Normales Brötchen mit Marmelade reicht da schon, wenn man sich einseitig ernährt und nicht viel auf Obst und Gemüse achtet.

http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=296dfa1558d08575e8f2470af014aef7&activeMenuNr=3&menuSet=1&maincatid=169&subcatid=440&mode=showarticle&artid=444&arttitle=Mangelsymptome&

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