Wieso soll Sport so gesund sein, andere Belastung aber nicht?

4 Antworten

Sport und jede Bewegung an sich ist gesund,solange man es nicht ubertreibt. Mein Blutdruck ist trotz Übergewicht top,seitdem ich dreimal die Woche walke u Rückentraining mache. Bin auch entspannter. Allerdings sollte man bei Muskelkater nicht weitertrainieten u Fehlhaltungen vermeiden. Ich hab durch jahrelanges Brustschwimmen,und dadurch den Hals u Nacken falsch belastet,jetzt eine chronische Verspannung. Ansonsten. Es lebe der Sport...

Om Sport gut ist, für das Immunsystem, weiß ich nicht. In der Hinsicht bekommst du künstliches Fieber, da dein Körper sich aufwärmt. Das entlastet dein Immunsystem. Die höhere Temperatur beseitigt die Viren und Bakterien. Somit kann den Immunsystem effektiver wirken, da ihm Arbeit abgenommen wird. Nach 30-50 Minuten sollte deine Körpertemperatur bei 37,4°C oder weniger nach dem Sport liegen.

Mord ist der aufgemotzte Sport. Die sich aufspritzen um mehr Muskeln oder bessere Leistung zu bekommen. Ich merke zum Beispiel, dass ich mit meinen Opioidtabletten mehr Leistung habe und muss beim Radfahren dann abbrechen obwohl ich noch weiter fahren könnte. Diese Mittel gelten nicht um sonst als Dopingmittel und stehen auf der Liste.

Du bist weniger Stressanfällig, da du es von deinem Herz und deinen anderen Organen forderst.

Gute Frage, aber nicht ganz einfach, mit einem Zweizeiler, zu beantworten. Meine Antwort schreibe ich aus der Sicht des Physiotherapeuten, es wird sicherlich weitere Perspektiven dafür geben.

Der Begriff„Stress“ wird mehrheitlich falsch benutzt, denn er differenziert nicht. Stress ist nur ein Oberbegriff, differenziert man ihn, gibt es Eustress und Disstress.

Diese Begriffe beschreiben exakt gegensätzliche Empfindungen. Und damit sind wir bereits beim Kern des Themas: Wie nimmt ein Mensch eine Belastung wahr, wobei es relativ egal ist, ob diese Belastung psychischer oder physischer Natur ist.

Nimmt ein Sportler die Spannung des Kampfes, z. B. während eines Fußballspiels, als positiv wahr, dann empfindet er Eustress, ganz besonders stark dann, wenn er mit seiner Mannschaft auf der Siegerstraße ist. Das Glücksgefühl eines Menschen, -egal aus welchem Grunde das Glück empfunden wird -, ist der Eustress.

Gegenteiliges Beispiel: Nimmt ein Arbeitnehmer seine Arbeit als sehr negativ wahr, weil er sich oft körperlich überlastet fühlt, oder weil er mit Kollegen/Chef nicht gut zurecht kommt, oder aus welchem Grunde auch immer, dann empfindet er den Disstress.

In der heutigen „stressigen“ Welt,werden sehr viele Belastungen als Stress, - richtig ist Disstress -, wahrgenommen.

Allgemein kann man also sagen, ob ein Mensch seine Stress-Faktoren als Eustress oder Disstress empfindet, ist individuell sehr unterschiedlich. Es gibt Personen, die von Natur aus grundsätzlich belastbarer sind als andere. Die exakt gleiche Situation kann also je nach „Gemüt“ der jeweils gestressten Personen als Eustress, oder aber als Disstress empfunden werden. Selbst ein und dieselbe Person kann eine exakt gleiche Situation heute positiv und ein anderes mal als negativ empfinden, - je nach seiner Tagesform, - je nach dem, wie "er momentan drauf ist".

Darüber hinaus werden die vermutlich meisten Empfehlungen Sport zu machen, den Menschen gegeben, die im Beruf körperlich nicht so unterschiedliche Belastungen haben, wie z. B. Du sie als Rettungssanitäter hast. Wer, - um nur mal eines von sehr vielen möglichen Beispielen zu nennen -, acht Stunden am Tage auf seinem Bürodrehstuhl hocken muss, dabei überwiegend auf einen Monitor starrt, und/oder Texte in eine Tastatur tippen muss, der hat nach einiger Zeit als erstes ein muskuläres Problem. Werden diese Probleme ignoriert oder mit Medikamenten unterdrückt, folgen dann später meist auch Gelenk-, oder Bandscheibenprobleme. Um diese Folgen, dieser viel zu bewegungsarmen und einseitigen Arbeitshaltung auszugleichen, wird diesen Menschen empfohlen Sport zu treiben. Das Ausmaß oder die Intensität des Sports und auch die Sportart selbst, sollte dabei der beruflichen Belastung angepasst sein. So angepasst, dass die sonst drohende muskuläre Dysbalance möglichst nicht entstehen kann, oder, falls sie bereits vorhanden ist, wieder rückgängig gemacht wird. Einfach nur empfehlen „viel Sport“ zu machen, ist somit nicht unbedingt Sinn stiftend. Sport soll ausgleichend wirken, damit man körperlich gesund und belastbar bleibt, nicht mehr und nicht weniger. Das ist auch der Grund, weshalb ich persönlich den Leistungssport ablehne. Ein aus falscher Motivation betriebener Sport kann auch krank machen. 

Das sind also die Gründe für die Empfehlung „treib Sport“, die ich aus meiner Sicht und Kenntnis sagen kann.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Der einzige, von mir nicht als solcher empfundene, Sport, den ich als Kind und im Alter zwischen ca 30 bis 40 Jahren am Wochenende betrieben habe, waren flottere Spaziergänge.

Rückwirkend würde ich sagen, dass ich mich damals nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut gefühlt habe.

Aber DANN habe ich für ca 2 Jahre Körperübungen nach dem Buch "Yoga für Jeden" gemacht. Da ging es mir körperlich ( und seelisch) so gut, wie nie zuvor und nie danach. Ohne Gerenne oder Geschnaufe oder was sonst für "angenehme Nebenwirkungen" beim Sport auftauchen. Ich fühlte mich kräftig und geschmeidig, und hatte ein Supergleichgewicht. Sowie ein ausgeglichenes Gemüt. Und das mit 12 Körperübungen, die pro Tag höchstens eine halbe Stunde ausmachten. Und nicht mal besonders schwierig zu erlernen waren. Eine Kundin, die mich längere Zeit nicht gesehen hatte, fragte mich ob ich meine jüngere Schwester sei...

Mit Sport hätte ich diesen "Erfolg" nie gewinnen können, denn er entspräche nicht meiner, eher ruhigen, introvertierten Natur.

Damals machte ich Werbung für Yoga bei einer Kollegin, die aber sehr extrovertiert ist. Sie sagte nach ein paar Tagen, dass sie total "kribbelig" würde und nicht zurechtkäme

Seither bin ich der Meinung, dass es wahrscheinlich auch in Bewegung mindestens zwei Menschentypen gibt, denen es gut mit der zu ihnen passenden Sport/Bewegungs-Art geht und die leiden, wenn die Art ihnen nicht angemessen ist.

Für mich wäre jeglicher Sport "Mord".

Nur leider musste ich damals Yoga absetzen und habe es nie wieder geschafft reinzukommen.

Das betrauere ich sehr

LG

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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