Wieso ist die Unterzuckerung gefährlicher als ein hoher Zucker?

3 Antworten

Das liegt am Insulin. Dieses wird gespritzt, damit der Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden. Spritz man zu viel sink der Blutzucker aber zu tief und man kann ins Koma fallen. Das passiert aber nur bei Diabetikern, mit Insulin das der Körper selber herstellt kann das nicht passieren. Ein dauerhaft hoher Blutzuckersoiegel ist zwar nicht akut, aber dafür chronisch schädlich, da der Zucker Gefäße beschädigt.

Zu hohe Blutzuckerwerte schaden dem gesamten Körper auf Dauer - aber akut passiert da nicht so schnell was dramatisches. Ein zu niedriger Blutzuckerwert ist im Gegensatz dazu sofort gefährlich, denn die Körperzellen des ganzen Körpers benötigen zum funktionieren unbedingt Glucose: allem voran die Gehirnzellen für die Steuerung des ganzen Körpers, aber ganz besonders wichtig sind beispielsweise auch die Muskelzellen des Herzens und der Atmung. Bei einer Unterzuckerung ist nicht genügend Zucker im Blut vorhanden, um den ganzen Körper mit der notwendigen Glucose zu versorgen. Was passiert, wenn die Muskulatur der Atmung oder des Herzens unterversorgt sind, kannst du dir wahrscheinlich schon selbst zusammenreimen.

Diabetes zu managen bedeutet also immer eine Gratwanderung: der Zuckerspiegel darf nicht zu hoch ansteigen, da die hohen Werte auf Dauer den gesamten Körper schädigen und es dadurch zu Nierenversagen, Erblindung und Gefäßschäden kommen kann. Schießt man allerdings mit der Bekämpfung des hohen Blutzuckers über das Ziel hinaus, entsteht augenblicklich eine lebensgefährliche Unterversorgung von lebenswichtigen Organen. Daher muss ein Diabetiker, der Insulin spritzen muss, mehrmals täglich seinen Blutzucker messen und versuchen, mit Hilfe von Nahrungsaufnahme und Insulininjektion den Blutzuckerspiegel möglichst konstant in einem Bereich zwischen 80 und 120 mg/dl (das entspricht einem Bereich von ca. 4,4 bis 6,7 mmol/Liter) zu halten.

Bei einem gesunden Menschen, dessen Bauchspeicheldrüse einwandfrei funktioniert, kann es zwar auch schon mal zu einer kleineren Unterzuckerung kommen - allerdings ist eine solche Unterzuckerung bei einem Gesunden längst nicht so heftig und auch nicht so gefährlich wie bei einem Diabetiker. Ein gesunder Körper wird den Zuckerspiegel durch das Freisetzen von Zuckerreserven aus der Leber früh genug wieder ansteigen lassen - lange bevor die Situation lebensbedrohlich werden kann.

Unterzuckerung immer 1h nach Abendessen. Kann mir jemand weiterhelfen?

Hallo

Ich habe seit gut 5 Jahren Diabetes mellitus Typ 1 (bin m, 20j). Seit knapp 3 Wochen habe ich das Problem, dass ich jeweils genau 1h nach dem Abendessen einen zu niedrigen Blutzucker habe. Ich habe die Insulindosis schon angepasst. Ich spritze nicht einmal die hälfe von dem, was ich z.B. für das Mittagessen spritzen würde (spritze für 10g KH eine IE). Wenn ich z.B. 70g KH esse, spitze ich am Abend jeweils nur noch 4 IE (also eigentlich 3 Einheiten zu wenig). Seit 1 Woche ist es so, dass ich 45min nach dem Spritzen messe und der wert zw. 7 mmol/l und 9 mmol /l ist, dieser aber rapide sinkt (in 5 min dann auf ca. 5 mmol/l). Ich schaffe es nun, vor der Unterzuckerung (Wert unter 4mmol/l) mit etwas Zucker zu korrigieren. Ich triebe 2x pro Woche Sport, aber nur nach 20 Uhr. Ich trinke überhaupt keinen Alkohol, nehme keine anderen Medikamente und rauchen tue ich auch nicht. Ich war heute bei bei meinem Diabetologen, um dem HbA1c zu messen. Dieser wusste leider überhaupt nicht, was es sein könnte. Auch mein Vater, der seit 10j Typ1 hat, hat sowas noch nie erlebt. Habe eine Insulinpumpe, benutze Humalog seit 4 Jahren und habe auch schon die Basalrate nach dem Nachtessen auf 0% gestzt. An dieser liegt es also auch nicht. Hat irgendjemand von euch einen Tipp oder hat schon mal was ähnliches erlebt?

DAnke für jede Antwort

lol

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