Wieso bekommen Kinder aus sozial schwachen Familien so oft ADHS?

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Laut der Kiggs-Studie wird bei Kindern aus sozial schwachen Familien doppelt so häufig ADHS diagnostiziert als bei Kindern aus sozial höheren Schichten. 6,4% vs. 3,2%. Ich kann nur Vermutungen darüber äußern: Kinder aus sozial schwächeren Familien erhalten nicht so eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Fast-Food und zu viel Zucker werden als Teilauslöser für ADHS gesehen. Außerdem verbringt ein Großteil der Kinder aus sozial schwächeren Familien ihre Freizeit vor dem Fernseher, PC oder der Spielekonsole. Dieser Bewegungsarmut kann sich auch auf die Gesundheit oder eben auf ADHS auswirken. Hier der Link der Kiggs-Studie: http://www.kinderumweltgesundheit.de/KUG/index2/pdf/gbe/6201_1.pdf (Tabelle S. 5)

Das hat nichts mit dem sozialen Umfeld zu tun, sondern mit dem Umgang. Wenn jemand AD(H)S hat, dann müssen die Symptome nicht auftreten und es bleibt unerkannt. Wenn jedoch die äußeren Umstände, sprich Umgang, Strukturen, uvm. nicht für den Betroffenen förderlich sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Symptome ausbrechen.

Es ist immer gefährlich, den sozialen Hintergrund als Ursache zu nennen. Denn das ist er definitiv nicht. Wenn man mit den Betroffenen und deren Angehörigen entsprechend arbeitet, dann verschwinden auch die Symptome wieder, bzw. sie werden abgeschwächt.

Wann habe ich ein Recht auf Umschulung?

Hallo,

ich weiß nicht, ob die Frage nicht eher in ein rechtliches Forum gehört, aber vielleicht gibt es ja hier jemand mit persönlichen Erfahrungen. Also Fakt ist, dass ich die Diagnose "Bandscheibenvorwölbung" habe. Diese verläuft in vielen Fällen schmerzlos, jedoch nicht bei mir. Ich habe Schmerzen, wenn ich lange sitze, auch mit Lehne nach einiger Verzögerung, oder wenn ich stehe. Aufgrund meines Hohlkreuzes und Rundrückens ist es schwer für mich, aufrecht zu sitzen, ohne dabei zu verkrampfen. Meinen Beruf als Gärtner musste ich schon aufgeben, bzw. ich wurde gekündigt und bin jetzt in Hartz4 gerutscht. Ich habe versucht ehrenamtlich zu arbeiten, aber schon beim "leichten Kisten tragen", als ich Lebensmittel für die Tafel sammelte äußerte sich ein dumpfer Schmerz. Die Schmerzen gehen von der Lendenwirbelsäule aus, sind beim sitzen stechend und strahlen manchmal sogar ins Bein. Mein Hausarzt sagte, es wäre sinnvoll einen Bürojob zu erlernen, aufgrund der starken Schmerzen in Sitzposition bekomme ich da erhebliche Zweifel dran. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich gehe, dann habe ich überhaupt keine Schmerzen. Jedenfalls im Moment noch nicht Es gibt kaum Berufe, die ich ausführen kann. Eigentlich sollte ich doch einen Anspruch auf eine Umschulung in einen Beruf haben, in dem ich viel gehe. Beispielsweise als Streetworker. Es ist langsam echt deprimierend und aussichtslos, ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Der Antrag bei der Rentenversicherung auf Erwerbsminderungsrente geht bald raus, macht es Sinn meine Schmerzen zu dokumentieren? Ich war auch beim Orthopäden, der auf jeden Fall eine schmerzbedingte Protrusion festgestellt hat. Das Arbeitsamt bzw. der kassenärztliche Dienst stellte aufgrund meiner schweigepflichtsentbundenen ärztlichen Unterlagen fest, dass man mich erstmal 6 Monate in Ruhe lassen müsse. Steigert das meine Chancen?

LG Gabber

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