Wie wird ein Hörsturz behandelt?

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Wie wird ein Hörsturz behandelt?

Da die Entstehungsmechanismen eines Hörsturzes nicht genau bekannt sind, ist eine ursächliche Behandlung nicht möglich. Die Therapiemaßnahmen, die bei einem Hörsturz angewendet werden, beruhen alle auf Erfahrungen (sogenannte empirische Therapien), das bedeutet, dass ihre Wirksamkeit bisher wissenschaftlich nicht eindeutig belegt wurde. http://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-h/hoersturz/28510?selectedPage=2

Nicht jeder Hörsturz muss sofort behandelt werden. Bei nur geringem Hörverlust und wenigen Alltagseinschränkungen für den Patienten kann nach einer sorgfältigen Untersuchung einige Tage abgewartet werden. In einigen Fällen bessert sich das Hörvermögen ohne Therapie (Spontanremission).

Bestehen eine deutliche Beeinträchtigung des Gehörs, starke Beschwerden durch Schwindel, Ohrgeräusche oder geschädigte Ohren vor dem eigentlichen Hörsturz, beginnt man in der Regel direkt mit einer Behandlung. Welche Maßnahmen in Frage kommen, hängt sehr stark vom Einzelfall ab, ebenso die Frage, ob die Behandlung ambulant oder stationär erfolgt.

Die meisten Behandlungen beruhen auf dem Versuch, die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Innenohres zu verbessern. Durchblutungsfördernde Medikamente werden in Form von Infusionen oder als Tabletten verabreicht. Um entzündliche Veränderungen und Schwellungen günstig zu beeinflussen, setzt man unter Umständen Kortison ein.

Durch andere Präparate wird versucht, den Stoffwechsel der Sinneszellen zu beeinflussen. Dafür kommen Medikamente, die auch als örtliche Betäubungsmittel eingesetzt werden (zum Beispiel Präparate mit den Wirkstoffen Lidocain und Procain), zum Einsatz.

Andere Therapieverfahren reduzieren den Druck im flüssigkeitsgefüllten Innenohr. Die Infusionstherapie nach Vollrath wirkt auf die Produktion der sogenannten Endolymphe (Flüssigkeit im Hörorgan) und fördert die Wasserausscheidung mit dem Urin.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Sauerstoff-Überdrucktherapie, die hyperbare Oxygenation (HBO). Bei diesem Verfahren atmet der Patient in einer Überdruckkammer reinen Sauerstoff, dadurch wird die Sauerstoffmenge im Blut um ein Vielfaches erhöht. Die Folge sind eine bessere Durchblutung und damit eine bessere Sauerstoffversorgung.

Ein weiteres wesentliches Behandlungsprinzip beim Hörsturz ist es, Stress abzubauen. In diesem Zusammenhang hat sich das Erlernen von Entspannungstherapieverfahren ebenso bewährt wie regelmäßige sportliche Aktivität, günstig sind besonders Ausdauersportarten.

Eventuell kommen ergänzend auch physikalische Behandlungen der Halswirbelsäule (zum Beispiel Wärme, Krankengymnastik, Massage) in Betracht.

Operativ kann man vorgehen bei einer plötzlichen Ertaubung oder bei Verdacht auf einen druckbedingten Riss der runden Fenstermembran, die das Innenohr vom Mittelohr trennt.

In bestimmten Fällen sollten Maßnahmen wie beispielsweise eine Normalisierung des Blutdrucks oder Flüssigkeitszufuhr bei Austrocknung ergriffen werden. Bestehen Grundkrankheiten, die womöglich den Hörsturz verursacht haben, sind diese entsprechend zu behandeln.

In erster Linie versucht man Infusionen zu geben die das Blut verdünnen sollen. Da es allerdings auch andere Ursachen eines Hörsturzes geben kann z..B. durch Bakterien oder Viren u.a. Influenza (Grippe) muss man auch u.U. Medikamente geben.

Hier hat man einmal fast alles was man zum Thema Hörsturz sagen kann zusammengetragen angefangen was ist ein Hörsturz bis zur Vorsoge

http://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/hoersturz/was-ist-ein-hoersturz.html

Bedingt durch die Arzneirichtlinie AM-RL, Anlage III Nr.24 (Stand April 2009) wird eine Hörsturzbehandlung mit Pentoxifyllin nicht mehr von der Gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

(Pentoxifyllin > Medikament zur Blutverdünnung Vorsicht wenn man Diabetes-Medikamente oder blutdrucksenkenden Medikamente einnimmt)

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