Wie wird das Borderline- Syndrom therapiert?

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In den letzten Jahren ist ein stark strukturiertes Programm speziell für die Therapie von an Borderline Erkrankten entwickelt worden.

Diese so genannte dialektisch-behaviorale Therapie gliedert sich in folgende Abschnitte:

-In einer Vorbereitungsphase werden dem Betroffenen Informationen über die Borderline-Störung und das Therapieprogramm vermittelt.

Auch werden eventuelle frühere Therapieabbrüche oder -wechsel bearbeitet. Dadurch soll der Betroffene in die Lage versetzt werden, mögliche Frühwarnzeichen zu erkennen, die darauf hindeuten können, dass er die Therapie frühzeitig beenden könnte, und auf diese dann zu reagieren.

-In der ersten Therapiephase stehen problematische Verhaltensweisen, die im Rahmen der Borderline-Störung auftreten, im Mittelpunkt, so vor allem:

Selbstschädigendes Verhalten und Selbstmordversuche:

Es wird mit dem Betroffenen erarbeitet, welche Bedingungen und Situationen zu diesem Verhalten führen und es werden andere Handlungsmöglichkeiten zum Umgang mit schwierigen Situationen und Gefühlen entwickelt.

Therapiegefährdendes Verhalten:

Faktoren, welche die Aufrechterhaltung und den Erfolg der Behandlung gefährden, werden analysiert.

Dabei werden die Ursachen sowohl auf Seiten des Borderline-Betroffenen, zum Beispiel wiederholtes Versäumen der Termine, als auch auf Therapeutenseite, die beispielsweise in einer Überforderung des Betroffenen liegen können, in Betracht gezogen.

Verhalten, das die Lebensqualität beeinträchtigt:

Verhaltensweisen wie Drogenmissbrauch oder finanzielle Probleme stehen in dieser Phase im Mittelpunkt der Behandlung der Borderline-Störung.

Auch erfolgt eine erste Annäherung an die traumatischen Erlebnisse, zunächst aber stark bezogen auf den derzeitigen Alltag.

Dazu gehört eine Veränderung der Lebensbedingungen, in denen unter Umständen fortlaufend traumatische Erfahrungen gemacht werden.

Weitere Therapieschritte in diesem Behandlungsabschnitt sind eine verbesserte Steuerung der mit dem Trauma verbundenen Gefühle, sowie die Behandlung der dissoziativen Symptome.

Verbesserung von Verhaltensfähigkeiten:

Gemeinsam erarbeiten Therapeut und Erkrankter anhand von Übungen an verschiedenen Problembereichen.

So wird, meist im Rahmen einer Gruppe mit anderen von der Borderline-Störung Betroffenen, zum Beispiel die Wahrnehmung und Steuerung eigener Gefühle oder der Umgang mit Stress geübt.

-Erst in der zweiten Therapiephase geht es um die Behandlung der Folgen traumatischer Erlebnisse.

Diese belastenden Lebensereignisse werden bewusst erst dann in das Zentrum der Behandlung der Borderline-Störung gestellt, wenn mit dem Betroffenen zuvor der Umgang mit intensiven Gefühlen, die in diesem Zusammenhang auftreten, erarbeitet wurde und sich seine Lebensumstände stabilisiert haben.

Diese Stabilisierung kann darin bestehen, dass keine selbstschädigenden Handlungen mehr zur Spannungsreduktion eingesetzt werden und keine Suizidgefahr mehr besteht.

Es geht in dieser Phase nicht darum, das erlebte Trauma wiederzuerleben, sondern zu lernen, dass es der Vergangenheit angehört und sich vor Situationen zu schützen, die Erinnerungen an die traumatischen Erfahrungen hervorrufen.

-In der dritten Therapiephase soll das in der Therapie Erlernte in die tägliche Lebensgestaltung eingebunden werden.

Wichtige Ziele dieses abschließenden Stadiums sind die Steigerung der Selbstachtung und das Entwickeln und Umsetzen individueller Ziele.

Die dialektisch-behaviorale Therapie der Borderline-Störung wurde als ambulante Behandlungsmethode entwickelt.

In bisherigen Untersuchungen zur dialektisch-behavioralen Therapie konnte gezeigt werden, dass insbesondere in den Bereichen der Selbstverletzungen, stationären Aufenthalte, Depressivität und sozialer Einbindung deutliche Verbesserungen bei den Betroffenen erreicht werden konnten.

(http://www.onmeda.de/krankheiten/borderline-therapie-3076-7.html)

Neben der hier schon erwähnten dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) gibt es noch zwei andere sehr wirkungsvolle Therapieverfahren für Borderline-Erkrankungen. Zum einen ist das eine modifizierte Psychoanalyse, die auf der Methode von Otto F. Kernberg basiert, die heißt "Übertragungsfokussierte Psychotherapie" (TFP) und zum anderen gibt es eine sehr moderne Methode u.a. von Peter Fonagy entwickelt, die sich "Mentalisierungsbasierte Psychotherapie" (MBT) nennt. In vergleichenden Studien waren alle drei Therapierichtungen wirkungsvoll. Der Unterschied ist, dass bei der DBT versucht wird, dem Patienten Mittel und Wege zur Bewältigung seiner Symptome zu vermitteln, während die TFP bemüht ist, ursächliche Bedingungen für die Borderline-Störung in ihrem Therapiekonzept zu berücksichtigen und durch neue Erfahrungen mit dem Therapeuten zu korrigieren. Die MBT nimmt zwischen diesen Ansprüchen eine Mittelstellung ein, kommt aber ebenso wie die TFP aus der Tradition der Psychoanalyse.

Borderline Therapie mit Kind möglich?!

Hallo ihr Lieben,

ich stecke momentan in einer eher miesen Situation. Mein Leben gerät an alles Ecken und Kanten immer weiter aus den Fugen; dass ich schon immer super im Anecken und vergraulen meiner Lieben gut war, weiss ich schon lange. Nur ist das emotionale Gleichgewicht in den letzten Monaten immer weiter ausgeartet. Erste Vermutungen von Hausarzt und Anzeichen: Borderline!

Alles genau zu erläutern würde nun zu weit ausschweifen. Das ich um eine stationäre Therapie nicht herum komme, weiss ich mittlerweile auch selbst. Die Frage: Kann ich diese Therapie auch gemeinsam mit meinem Kind angehen und wie muss das mit einer Krankenkasse geregelt werden????????

Ich würde eben nicht gerne ohne meine Kurze (4) gehen, da ich es wichtig finde das Gleichgewicht mit ihr gemeinsam zu finden und nicht auf die Beine zu kommen und dann danach wieder in einen vollkommen anderen Alltag zu kommen.

Über ernst gemeinte und freundliche Antworten würde ich mich freuen.

LG K.

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Verzweifelt. Schwere Depression unheilbar?

Seit ich 12 bin habe ich Depressionen. Heute bin ich 20 Jahre alt und bin "gesegnet" mit schweren Depressionen, einer Angststörung und Borderline. Ist selbstverständlich alles von mehreren Psychologen diagnostiziert. Ich habe Tabletten also Antidepressiva genommen die helfen mir nicht. Ich überlege ein anderes Medikament auszuprobieren. Ich habe eine Therapie gemacht, war in einer Tagesklinik und einige Tage in einer offenen Psychatrie.

Ich bin absolut verzweifelt, da ich das Gefühl habe das mir nichts hilft und niemand mich versteht. Ich habe Angst mein Leben lang ans Bett gefesselt zu sein. Ich bin noch jung und habe so eine schlimme Depression, dass ich nicht einmal duschen, Zähne putzen, Haare bürsten und andere alltägliche Dinge tun kann. An arbeiten oder Ausbildung ist selbstverständlich nicht zu denken. Bin arbeitsunfähig. Das Arbeitsamt rät mir zu Erwerbsunfähigkeitsrente, die ich aber ungern anfordern will da ich ja doch noch ein Fünkchen Hoffnung habe gesund zu werden. Ich erwarte ja nicht, dass ich komplett beschwerdefrei bin aber wenigstens will ich meinen Alltag schaffen können und niemanden zur Last fallen. Meine Familie und mein Freund verstehen die Krankheit nicht. Psychische Erkrankungen sind für Sie Märchen. Sie fahren mich natürlich zur Klinik oder Ärzten aber verstehen tun sie es nicht. Trotzdem bin ich vorallem meiner Mutter dankbar die mir Vitamine und Bücher zum Thema kauft die Betroffenen anscheinend geholfen haben.

Eigentlich sollte die Jugend eines Menschen die schönste Zeit seines Lebens sein aber mein Leben ist eine Qual. Durch meine Borderline Erkrankung verstümmel ich mich selbst sogar im Gesicht und danach hasse ich mich noch mehr. Die Klinik nimmt mich erst an wenn mein Blut drogenfrei ist. Der Entzug wäre kein Problem, den habe ich schon mehrmals durchgezogen aber ohne Drogen schaffe ich es nicht mal aufzustehen und da ich mit meinem Freund zusammen wohne und er mich wie gesagt kaum versteht kann ich auf seine Unterstützung nicht zählen. Wenn ich den Haushalt nicht irgendwie einigermaßen erledige oder Termine wahrnehmen kann macht er mich weiter fertig. Ein Teufelskreis. Also nehme ich einiges an Drogen um meine Angelegenheiten wenigstens minimal zu erledigen den niemand macht sie für mich wenn nicht ich selbst.

Tut mir leid für den langen Text.

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