Wie viel Eisen sollten die Tabletten enthalten?

1 Antwort

Bei nachgewiesenem Eisenmangel gibt man tägich ca. 100mg Eisen, um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen. Man sollte aber dringend davon abraten, selbst diese Medikation durchzuführen und vorher immer mit einem Arzt sprechen.

Siehe hier mehr zur Therapie:

Ein Eisenmangel kann mit Tabletten behandelt werden. Diese Tabletten enthalten Eisen in zweiwertiger Form (Fe2+, meist etwa 50−100 mg pro Tablette) und sollten typischerweise nüchtern 1- bis 2-mal täglich eingenommen werden. Hauptnebenwirkung solcher Tabletten sind mögliche gastrointestinale Beschwerden (Bauchschmerz). Falls diese Nebenwirkung auftritt, sollten verschiedene Tabletten-Präparate ausprobiert werden, da diese erfahrungsgemäß unterschiedlich gut vertragen werden. Außerdem färbt sich der Stuhlgang während der Einnahme von Eisentabletten dunkel, da der größte Teil des Eisens wieder ausgeschieden wird. Wenn ein ausgeprägter Eisenmangel besteht, müssen Eisentabletten über mehrere Monate hinweg täglich eingenommen werden, da sich die Eisenspeicher des Körpers nur langsam wieder füllen. Falls Eisentabletten nicht vertragen werden oder das Eisen im Darm nicht genügend resorbiert wird, kann Eisen auch als Infusion zugeführt werden. Hier gibt es verschiedene Formulierungen, z. B. als Eisengluconat oder Eisen(II)-hydroxid-Saccharose-Komplex (40−200 mg Eisen pro Infusion) oder neuerdings auch als Eisen-Carboxymaltose (500−1000 mg Eisen pro Infusion). In der Regel sind mehrere Infusionen zur Behebung des Eisenmangels nötig.

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