Wie verläuft das erste Gespräch mit einem Psychologen?

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4 Antworten

Wichtig für Dich ist zu wissen, dass Du in der Regel Anspruch auf soggenante probatirische Sitzungen hast. Das sind sozusagen Probestunden. Diese sind dafür da, um zu klären, ob Psychotherapie für Dich sinnvoll ist und ob Du und Therapeuten zu einander passen. Denn bei einer Psychotherapie ist Vertrauensbeziehung sehr wichtig.
Die Krankenkasse zahlt bis zu 5 probatirischen Sitzungen pro Therapeut. (Bei „Verhaltenstherapie“ bzw. „Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie“) Sollte es um eine „Analytische Psychotherapie“ gehen sind es bis zu 8 probatirische Sitzungen.
Natürlich muss der Therapeut in jedem Fall eine Kassenzulassung haben, um auf Krankenkasse abrechnen zu dürfen.

Ansonsten entspanne Dich, es wird schon von alleine kommen. Es sind ja nur 50 min. je Sitzung. Kannst Dir allerdings als „Hilfestellung“ die Fragen / Themen etc. am besten stichwortartig aufschreiben, um damit den Druck zu senken und Dich selbst zu entlasten.

evistie 07.06.2016, 15:12

@AliceF: Du meinst sicherlich probatorische Sitzungen!

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AliceF 07.06.2016, 17:34
@evistie

ja, hast Recht, ich meinte natürlich probatorische.
"i" und "o" liegen halt auf der Tastatur nebeneinander. Habe es wohl anfänglich ins elektr. Wörterbuch falsch aufgenommen und den Fehler nicht bemerkt. Nun wird’s korrigiert. Danke.

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Die Psychologin wird eine Anamnese aufstellen, dich also zu deiner Leidensgeschichte befragen und im weiteren Verlauf der Sitzungen detaillierter auf die grundlegenden Probleme eingehen. Du kannst in dem Sinne nichts falsch machen außer zu lügen, denn das erschwert den Prozess der Heilung natürlich erheblich.

Du musst von Dir aus gar nichts tun. Die Frau wird Dir den Verlauf erklären, wird Dich fragen, Dich dann anhören und alles wird laufen wie von selbst. Genauer kann ich das nicht erklären. Mach Dir einfach keine Gedanken, und geh' hin.

Die Frage lässt sich so nicht beantworten. Das ist wohl sehr unterschiedlich. Bei einem Arzt wird es anders ablaufen als bei einem Psychologen und bei allen hängt es dann noch von deren Ausbildung ab. Ein Psychoanalytiker wird anders verfahren als ein Verhaltenstherapeut usw. usw.

Da gibt es Therapeuten, da fühlen Sie sich einem Programm unterworfen und andere sagen kaum was und lassen vor allem Sie reden - wenn Sie denn können. Was ist besser, was hilft? Ich habe meine Meinung dazu aber andere finden etwas anderes viel besser.

Es wird nichts anderes übrig bleiben, als es auszuprobieren. In jedem Fall ist der Therapeut aber nur eine Art Katalysator, der es Ihnen erleichtert, den Zugang zu sich selber zu finden.

Die üblichen Therapiestunden mit 1x pro Woche 'nur 50 Minuten' sind eigentlich nutzlos, wenn eine notwendige Selbstauseinandersetzung nur in dieser Stunde stattfindet - wenn überhaupt. Im besten Fall kann der Psychotherapeut ab und zu mal einen Schubs geben auf einem Weg, den Sie alleine und aus eigener Kraft mit Phantasie und Intelligenz gehen müssen.

Meiden Sie Therapeuten die Ihnen Tipps und Ratschläge geben und sie mit allerhand Psychotricks zu manipulieren versuchen. Wenn Sie merken, es läuft nicht gut, ist es NICHT ihre Schuld und beenden Sie das Verhältnis bald.

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